Kommentar: Sunderns SPD braucht einen kompletten personellen Neuanfang

Wis­sen wür­den man auch ger­ne, wofür Sari­ka­ya eigent­lich wie­der­ge­wählt wer­den möch­te, wofür er poli­tisch steht. In kei­ner der Fra­gen, die die Bür­ger in Sun­dern seit lan­gem bewe­gen – die Bele­bung der Innen­stadt und die Bebau­ung des Tig­ges­plat­zes, die Zukunft des Feri­en­park­pro­jekts in Ame­cke, die Wie­der­be­le­bung der Röhr­tal­bahn, um nur eini­ge Bei­spie­le zu nen­nen – hat er ein­deu­tig Posi­ti­on bezo­gen. Statt­des­sen hat er sich in einen Klein­krieg mit sei­nen inner­par­tei­li­chen Geg­nern ver­rannt, allen vor­an Rats­frak­ti­ons­chef Micha­el Ste­che­le und Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del. Obwohl er dem, zusam­men mit dem Par­tei­en­bünd­nis, 2015 ins Amt ver­hol­fen hat.

Hat Sari­ka­ya eine Zukunfts­vor­stel­lung für Sun­dern? Hat sei­ne Par­tei eine? Die Rats­frak­ti­on und ihre Füh­rung? Mit die­ser zen­tra­len Fra­ge soll­ten sich die Par­tei und ihr Füh­rungs­per­so­nal beschäf­ti­gen. Nicht damit, am jewei­li­gen Amt zu kleben.

Für den inner­par­tei­li­chen Frie­den und damit sich die SPD wie­der ihrer eigent­li­chen Auf­ga­be zuwen­den kann, wäre es daher auch hilf­reich, wenn sich Frak­ti­ons­chef Ste­che­le eben­falls nicht für eine wei­te­re Amts­zeit bewür­be. Auch er hat zu der ver­fah­re­nen Lage bei­getra­gen. Mit neu­en, unbe­las­te­ten Per­so­nen an der Spit­ze der Stadt­par­tei und im Rat könn­te die SPD wie­der zu einer gestal­ten­den Kaft für Sun­dern wer­den. Statt zu einem Instru­ment des Macht­kampfs von Kon­tra­hen­ten, die sich heil­los ein­an­der ver­hakt haben.

Über den Autor: https://quersatz.wordpress.com/about/

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