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JU: Zukunft auch für Dör­fer unter 2000 Ein­woh­ner

Prtotestieren gegen den neuen Landesentwicklungsplan: : v.l. Der JU Kreisvorsitzende Thomas Becker aus Brilon und der JU Vorsitzende Fabian Blome aus Sundern. (Foto: JU)
Pro­tes­tie­ren gegen den neu­en Lan­des­ent­wick­lungs­plan: : v.l. Der JU Kreis­vor­sit­zen­de Tho­mas Becker aus Bri­lon und der JU Vor­sit­zen­de Fabi­an Blo­me aus Sun­dern. (Foto: JU)

Hoch­sauer­land­kreis. „Die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung schreibt den länd­li­chen Raum offen­bar kom­plett ab“, kri­ti­siert der Kreis­vor­sit­zen­de der Jun­gen Uni­on Hoch­sauer­land Tho­mas Becker den Lan­des­ent­wick­lungs­plan (LEP): „ Es ist über­haupt nicht ersicht­lich, war­um pau­schal alle Dör­fern unter 2000 Ein­woh­nern kei­ne Zukunft haben sol­len.“ Bei der Kreis­ver­samm­lung der JU am Sams­tag haben die Dele­gier­te ein­stim­mig einem Antrag zuge­stimmt, in dem der CDU-Nach­wuchs die Lan­des­re­gie­rung auf­for­dert, den LEP zu über­ar­bei­ten.

 Jun­ge Uni­on Hoch­sauer­land kri­ti­siert den Lan­des­ent­wick­lungs­plan

Im Ent­wurf für den LEP sei fest­ge­legt, dass kei­ne neu­en Bau­ge­bie­te in Dör­fern unter 2000 Ein­woh­nern erschlos­sen wer­den dür­fen. Die Dör­fer sei­en erfah­rungs­ge­mäß nicht in der Lage die Nah­ver­sor­gung der Men­schen zu gewähr­leis­ten argu­men­tiert die Lan­des­re­gie­rung. Von die­ser Vor­ga­be sei­en allei­ne im Hoch­sauer­land­kreis 300 Dör­fer betrof­fen. Der LEP schrän­ke damit mas­siv die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung ein und gefähr­de die Zukunft des länd­li­chen Rau­mes, kri­ti­siert die JU in ihrem Antrag. Dabei sind sich die Nach­wuchs­po­li­ti­ker durch­aus bewusst, dass vie­le Dör­fer vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen im Umgang mit den Fol­gen des demo­gra­phi­schen Wan­dels. Um die­sen Her­aus­for­de­run­gen begeg­nen zu kön­nen, hel­fe jedoch kein zen­tra­lis­ti­scher Plan. „Die Men­schen wis­sen doch selbst am bes­ten, wie sich ihr Ort in Zukunft ent­wi­ckeln wird. Sie müs­sen also auch sel­ber ent­schei­den kön­nen, ob noch Bau­ge­bie­te gebraucht wer­den“, betont auch Fabi­an Blo­me, Vor­sit­zen­der der JU Sun­dern.

„LEP bevor­mun­det die Men­schen und Kom­mu­nen“

Außer­dem kri­ti­siert die JU die Vor­ga­ben für die Aus­wei­sung neu­er Indus­trie- und Gewer­be­flä­chen. Laut LEP ist eine Erwei­te­rung von bestehen­den Unter­neh­mens­stand­or­ten nicht mehr mög­lich, wenn das Unter­neh­men nicht in einem bestehen­den Gewer­be­ge­biet liegt oder an ein Wohn­ge­biet angrenzt. Die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten der Betrie­be wer­den mas­siv ein­ge­schränkt, bemän­gelt Becker: „Der LEP trägt die Hand­schrift einer zen­tra­lis­ti­schen Lan­des­re­gie­rung. Die ent­schei­den ein­fach über die loka­len und regio­na­len Gege­ben­hei­ten hin­weg und bevor­mun­den die Men­schen und Kom­mu­nen.“

JU schickt den Antrag an die Lan­des­re­gie­rung

Der LEP legt Zie­le zur räum­li­chen Struk­tur, zum Kli­ma­schutz, zu einer bes­se­ren regio­na­len Zusam­men­ar­beit und zur Kul­tur­land­schafts­pfle­ge fest. Damit steu­ert der LEP die Ent­wick­lung von Sied­lungs­räu­men, Frei­räu­men, Ver­kehrs- und tech­ni­scher Infra­struk­tur sowie der Roh­stoff- und Ener­gie­ver­sor­gung. Die Lan­des­re­gie­rung hat am 25. Juni 2013 den Ent­wurf des neu­en LEP NRW geneh­migt und das erfor­der­li­che Betei­li­gungs­ver­fah­ren begon­nen. Noch bis zum 28. Febru­ar kön­nen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie öffent­li­che Stel­len zu dem Ent­wurf des neu­en LEP äußern. Die JU wird ihren Antrag jetzt an die Lan­des­re­gie­rung schi­cken.

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Eine Antwort

  1. Aus­ge­zeich­net, dass die JU auch dar­auf hin­weist. Was kommt nach den klei­nen Dör­fern, die mit­tel­gro­ßen…?
    Was wür­de das z. B. für eine auch hier behei­ma­te­te Hygie­ne Papier Fir­ma am Stand­ort Giersha­gen bedeu­ten?

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