Interesse an regenerativer Energie: Geothermie 2020 verstärkt genutzt

Arns­berg. Die Nut­zung rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie­quel­len in Deutsch­land erfreut sich seit eini­gen Jah­ren wach­sen­der Beliebt­heit. Ein Teil­be­reich der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien wird durch Geo­ther­mie (Erd­wär­me) abge­deckt. Für Boh­run­gen, die tie­fer als 100 Meter gehen sol­len, ver­zeich­net die lan­des­weit zustän­di­ge Abtei­lung „Berg­bau und Ener­gie in NRW“ der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg wach­sen­de Zah­len und infor­miert dar­über in einer Mitteilung.

Vergleichszahlen liegen höher

Die Anzei­gen von Boh­run­gen, die tie­fer als 100 Meter gebohrt wer­den, für den Ein­bau soge­nann­ter Erd­wär­me­son­den zur Nut­zung der ober­flä­chen­na­hen Geo­ther­mie lie­gen im 1. Halb­jahr 2020 deut­lich über den Ver­gleichs­zah­len der Vorjahre.

Quel­le: BRA

In den zurück­lie­gen­den Jah­ren wur­den der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg als Berg­be­hör­de jeweils cir­ca 1.000 Bohr­pro­jek­te für Erd­wär­me- Son­den­an­la­gen ange­zeigt. Im Rah­men des Anzei­ge­ver­fah­rens wird geprüft, ob bei der Umset­zung eines Bohr­vor­ha­bens der Schutz der Beschäf­tig­ten oder Drit­ter gewähr­leis­tet ist oder ob durch die Bezirks­re­gie­rung ver­bind­li­che Rege­lun­gen und/oder Auf­la­gen für das Bohr­un­ter­neh­men zu tref­fen sind.

1.000 Bohrungen angezeigt

Die eigent­li­chen Geneh­mi­gun­gen für Bau und Betrieb der Anla­gen zur Nut­zung der ober­flä­chen­na­hen Geo­ther­mie für die Grund­stücks­be­bau­ung erfolgt durch die ört­lich zustän­di­gen Unte­ren Was­ser­be­hör­den, von die­sen wer­den auch immer ent­spre­chen­de was­ser­recht­li­che Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren geführt.

Verschiedene Systeme

Die Erschlie­ßung der im Boden, d. h. also im fes­ten Teil des Gesteins und in des­sen Poren­fül­lung (Grund­was­ser) vor­han­de­nen Erd­wär­me, kann über ver­schie­de­ne Sys­te­me erfol­gen: Das Sys­tem der Erd­wär­me­son­de ist in NRW das mit Abstand am meis­ten umge­setz­te Sys­tem. Hier­bei wird eine Boh­rung bis zu maxi­mal 200 Metern Tie­fe getä­tigt, in wel­che eine Dop­pel- U‑Sonde ein­ge­bracht und zemen­tiert wird. In der Son­de wird ein Wär­me­trä­ger­me­di­um zir­ku­liert, wel­ches die Erd­wär­me auf­nimmt und zu einer ober­tä­gi­gen Wär­me­pum­pe trans­por­tiert. Hier wird die Wär­me aus dem Wär­me­trä­ger­me­di­um abge­nom­men, auf ein höhe­res Tem­pe­ra­tur­ni­veau gebracht und dem Heiz­kreis­lauf eines Gebäu­des als Nutz­wär­me (Raum­hei­zung, Brauch­was­ser) zur Ver­fü­gung gestellt.

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