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Innen­stadt: CDU will schnel­le Umset­zung ohne Park­platz­weg­fall

Die CDU will eine Innen­stadt­ent­wick­lung, bei der die Park­plät­ze an der Röhr erhal­ten blei­ben. (Foto: oe)

Sun­dern. Die CDU-Rats­frak­ti­on for­dert die schnel­le Umset­zung des Innen­stadt­ent­wick­lungs­kon­zepts „InSEK 2.025“, aber ohne den Weg­fall von Park­plät­zen. In einem von den Rats­mit­glie­dern Ste­fan Lan­ge, Sebas­ti­an Boo­ke, Georg Te Pass, Tim Hoff­mann, Ursu­la Kai­ser, Mar­cus Schau­er­te und Marc-Oli­ver Stiewe unter­zeich­ne­ten Antrag wird bereits für die Rats­sit­zung in der kom­men­den Woche ein kla­rer Beschluss gefor­dert: „Der Rat der Stadt Sun­dern beschließt, dass die Park­plät­ze im rück­wär­ti­gen Bereich der Fuß­gän­ger­zo­ne erhal­ten blei­ben.”

Der CDU-Antrag im Wort­laut:

Sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter,

vor­ab möch­ten wir fest­stel­len, dass es sehr erfreu­lich ist, dass nun­mehr das Innen­stadt­ent­wick­lungs­kon­zept fer­tig­ge­stellt wur­de.

Mit Ver­wun­de­rung muss­ten wir jedoch fest­stel­len, dass eine Fer­tig­stel­lung erfolg­te ohne die offen­kun­di­gen Inter­es­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie gro­ßen Tei­len der Poli­tik zu berück­sich­ti­gen. Unter der von Ihnen oft ver­spro­che­nen Trans­pa­renz stellt sich die CDU
etwas ande­res vor.

Als der Fach­aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung und Infra­struk­tur im Juli 2017 beschlos­sen hat, dass ein Innen­stadt­ent­wick­lungs­kon­zept („InSEK“) erstellt wer­den soll, war die CDU der fes­ten Über­zeu­gung, dass dabei auch der offen­kun­di­ge Wil­le des Aus­schus­ses sei­ne Berück­sich­ti­gung fin­det. Die Mit­glie­der der Frak­tio­nen von CDU und WISU hat­ten damals bereits klar­ge­stellt, dass eine Innen­stadt­ent­wick­lung nur unter Erhalt eines Groß­teils der rück­wär­ti­gen Park­plät­ze in Fra­ge kommt. Inso­fern kön­nen kann die CDU in kei­ner Wei­se nach­voll­zie­hen, wie den­noch in den nun vor­lie­gen­den Kon­zept­ent­wurf eine Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­me, die den Weg­fall der Park­plät­ze vor­aus­setzt, wie selbst­ver­ständ­lich auf­ge­nom­men wer­den konn­te.

Noch unver­ständ­li­cher wird die­ses Vor­ge­hen aber vor dem Hin­ter­grund der letz­ten Bür­ger­ver­samm­lung
im Orts­teil Sun­dern sowie der Bür­ger­be­tei­li­gung in der Stadt­ga­le­rie. In bei­den Ver­samm­lun­gen war der ein­deu­ti­ge und unmiss­ver­ständ­li­che Bür­ger­wil­le, dass die zunächst vor­ge­stell­ten Plä­ne der Rena­tu­rie­rung unter Weg­fall der Park­plät­ze nicht gewollt sind.

Die­se Igno­ranz gegen­über dem Bür­ger­wil­len ist für uns in kei­ner Wei­se ver­ständ­lich, för­dert es doch die Poli­tik­ver­dros­sen­heit der Bür­ger­schaft nur ein wei­te­res Mal.

Die CDU-Frak­ti­on im Rat der Stadt Sun­dern bean­tragt des­halb: Der Rat der Stadt Sun­dern beschließt, dass die Park­plät­ze im rück­wär­ti­gen Bereich der Fuß­gän­ger­zo­ne erhal­ten blei­ben.

Um eine wei­te­re Ver­zö­ge­rung der dar­über hin­aus­ge­hen­den Pla­nun­gen des Kon­zep­tes zu ver­hin­dern, soll­te unver­züg­lich eine Bespre­chung in den ent­spre­chen­den Aus­schüs­sen statt­fin­den, damit die Ide­en aus dem „InSEK“ (mit Aus­nah­me der Rena­tu­rie­rung) zeit­nah umge­setzt wer­den kön­nen.

Im Fokus einer Innen­stadt­ent­wick­lung steht klar die Fuß­gän­ger­zo­ne. Hier bie­tet das „InSEK“ vie­le gute Ide­en und Mög­lich­kei­ten, die es zu nut­zen gilt.

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