Idris aus Eritrea hat den Neustart geschafft

Einen Arbeits­platz mit men­schen­wür­di­gen Arbeits­be­din­gun­gen, ein Leben in Sicher­heit: Saleh Idris Moham­med weiß das sehr zu schät­zen. Den Weg dort­hin ebne­te die ehren­amt­li­che Hel­fe­rin Ger­traut Domes­le gemein­sam mit Lutz Ditt­mann und Len­nard Schlöf­fel von der Arbeits­agen­tur Mesche­de-Soest. Bei einem Besuch des Inte­gra­ti­on Point der Agen­tur  gemein­sam mit Ger­traut Domes­le mel­de­te sich Idris arbeits­los. Nahe­zu zeit­gleich such­te Lutz Ditt­mann einen Mit­ar­bei­ter für sei­nen Betrieb und war auch einem geflüch­te­ten Men­schen gegen­über sehr auf­ge­schlos­sen. Len­nard Schlöf­fel, Mit­ar­bei­ter im Inte­gra­ti­on Point der Arbeits­agen­tur, und Arbeit­ge­ber Ditt­mann ver­ein­bar­ten zunächst ein sechs­wö­chi­ges Prak­ti­kum, damit sich Lutz Ditt­mann und Saleh Idris Moham­med bes­ser ken­nen­ler­nen konn­ten. Wäh­rend sei­nes Prak­ti­kums erhielt Idris auch die Auf­ent­halts­er­laub­nis bis 2019, wur­de als Flücht­ling aner­kannt. Lutz Ditt­mann war begeis­tert von sei­nem Prak­ti­kan­ten. Somit stand dem Arbeits­ver­trag nichts im Wege und Saleh Idris Moham­med wur­de bei Fir­ma Ditt­mann eingestellt.

Vor Sizilien aus dem Wasser gefischt

So rund lief es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für den 42-Jäh­ri­gen jedoch nicht: Idris flüch­te­te aus Eri­trea, wo er 20 Jah­re zum Mili­tär­dienst gezwun­gen wur­de. Krieg und Zwangs­ar­beit hat er erlebt, Flucht war sein Aus­weg. Gemein­sam mit sei­ner Frau Azep Ats­be­ha Abe­ra floh er. Zwei Jah­re lang war er unter­wegs über Äthio­pi­en, den Sudan, Liby­en. Bei der Über­fahrt über das Mit­tel­meer ent­ka­men bei­de nur knapp dem Ertrin­ken, ein Boot hol­te sie aus dem Was­ser. Wei­ter ging es über Lam­pe­du­sa nach Deutschland.
Für die Zukunft hat sich Idris viel vor­ge­nom­men: eine grö­ße­re Woh­nung für sei­ne Fami­lie fin­den, bes­ser Deutsch ler­nen, viel­leicht einen Füh­rer­schein machen.

Chef froh über neuen Mitarbeiter

Lutz Ditt­mann ist sehr froh über sei­nen neu­en Mit­ar­bei­ter, der stets nach vor­ne schaut. Er kann ande­ren Arbeit­ge­bern nur emp­feh­len, einem geflüch­te­ten Men­schen eine Chan­ce zu geben: “Da kommt so viel Dank­bar­keit und Arbeits­wil­le zurück, das ist beeindruckend.“

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