Herztod: Klinikum informiert – Merz spricht

Am häu­figs­ten liegt dem plötz­li­chen Herz­tod eine koro­na­re Herz­krank­heit (KHK) zugrun­de. Dies ist eine Durch­blu­tungs­stö­rung des Herz­mus­kels auf­grund von Ein­engun­gen der Herz­kranz­ge­fä­ße, die zum Herz­in­farkt und auch zu einer Herz­schwä­che füh­ren kön­nen. Die KHK spielt für Pati­en­ten die älter als 40 Jah­re sind, die größ­te Rol­le. Exper­ten­schät­zun­gen zufol­ge haben rund sechs Mio. Men­schen in Deutsch­land eine KHK, die wie­der­um meist durch Risi­ko­krank­hei­ten wie Blut­hoch­druck, Dia­be­tes, Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen (hohes Cho­le­ste­rin) ver­ur­sacht ist.

Herztod auch bei Jüngeren unter 40

Auch bei jün­ge­ren Pati­en­ten bis 40 kann es zum plötz­li­chen Herz­tod kom­men. Die Ursa­chen sind dann zumeist Herz­mus­kel­ent­zün­dun­gen, ange­bo­re­ne Herz­feh­ler sowie gene­tisch beding­te elek­tri­sche Herz­er­kran­kun­gen, soge­nann­te Ionen­ka­na­l­er­kran­kun­gen. Auch Dro­gen­kon­sum (z.B. Koka­in, Amphet­ami­ne) zählt zu den Ursa­chen für plötz­li­chen Herz­tod in die­sem Lebens­ab­schnitt. Tückisch bei allen genann­ten Herz­er­kran­kun­gen ist, dass sie lan­ge ohne Beschwer­den ver­lau­fen können.

Beste Strategie: früh erkennen und behandeln

Die bes­te Stra­te­gie gegen den plötz­li­chen Herz­tod lau­tet: Herz­er­kran­kun­gen – allen vor­an die koro­na­re Herz­krank­heit und ihre Risi­ko­fak­to­ren – früh­zei­tig erken­nen und behan­deln. Bei dia­gnos­ti­zier­ter Herz­er­kran­kung rät die Herz­stif­tung zu regel­mä­ßi­gen Kon­trol­len beim Kar­dio­lo­gen oder Inter­nis­ten. „Wir müs­sen es schaf­fen, durch kon­se­quen­te Auf­klä­rung und nach­hal­ti­ge prä­ven­ti­ve Maß­nah­men die koro­na­re Herz­krank­heit zurück­zu­drän­gen und Pati­en­ten mit uner­kann­ten Herz­krank­hei­ten zu iden­ti­fi­zie­ren“, for­dert Dr. med. Nor­bert Albers­mei­er, Beauf­trag­ter der Herz­stif­tung im Hochsauerland.

Veranstaltungen

Die Ver­an­stal­tun­gen fin­den im Rah­men der bun­des­wei­ten Herz­wo­chen statt. Alle Ver­an­stal­tungs­or­te sind bar­rie­re­frei erreich­bar. Im Anschluss an die Vor­trä­ge in Win­ter­berg, Mesche­de und Arns­berg ste­hen die Medi­zi­ner für indi­vi­du­el­le Fra­gen zur Ver­fü­gung. Zudem erhal­ten Teil­neh­mer den neu­en kos­ten­frei­en Exper­ten-Rat­ge­ber „Bedroh­li­che Herz­rhyth­mus­stö­run­gen: Wie schüt­ze ich mich vor dem plötz­li­chen Herz­tod?“. Beginn der Vor­trä­ge ist jeweils um 18 Uhr und das Ende der Ver­an­stal­tung für ca. 19.45 Uhr anvi­siert, der Ein­tritt ist frei.

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