Heizungsrohrdämmung: Arnsberger könnten jährlich 660.000 Euro sparen

Arns­berg. Ein­fach ein paar Fer­tig­tei­le aus dem Bau­markt anbrin­gen und sofort Ener­gie und Geld spa­ren? Tat­säch­lich ist es manch­mal so leicht, wie die Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW mit ihrer aktu­el­len lan­des­wei­ten Kam­pa­gne „Bes­ser hei­zen – Kos­ten regeln“ zeigt, die sie am Sams­tag auch in Arns­berg vor­ge­stellt hat. „Oft unter­schätzt wird zum Bei­spiel die Däm­mung von Hei­zungs­roh­ren, mit der allein die Bewoh­ner von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern in Arns­berg zusam­men jähr­lich rund 660.000 Euro spa­ren könn­ten,“ so Ener­gie­be­ra­ter Dr. Johan­nes Spruth.

Heizkostensenkung ist mit jedem Budget möglich

Blan­ke Hei­zungs­roh­re in kal­ten Kel­lern geben stän­dig unge­nutz­te Wär­me ab, ver­schwen­den also Ener­gie. „Im Schnitt rund 14 Euro pro Rohr­me­ter kön­nen Ver­brau­cher jedes Jahr spa­ren, wenn sie Hei­zungs­roh­re ein­fach in Iso­lier­schläu­che aus dem Bau­markt ein­pa­cken“, erklärt Ener­gie­be­ra­ter Cars­ten Peters. Die Kos­ten dafür lie­gen unter zehn Euro pro Meter, die Maß­nah­me lohnt sich also schon im ers­ten Jahr. Auch das Kli­ma pro­fi­tiert: „In Arns­berg könn­ten wir rund 9,4 Mil­lio­nen kWh und 2500 Ton­nen CO² ein­spa­ren, allein durch die­se Rohr­däm­mung in Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern“, sagt Peters. Denn etwa jedes drit­te Haus habe erfah­rungs­ge­mäß unzu­rei­chend gedämm­te Roh­re im unbe­heiz­ten Bereich, obwohl die Maß­nah­me teil­wei­se sogar vor­ge­schrie­ben sei. „Mit der Ein­spa­rung allein durch die Rohr­däm­mung könn­ten wir schon rund zehn Pro­zent des Ein­spar­po­ten­zi­als im pri­va­ten Hei­zungs­be­reich aus­schöp­fen“, betont Sebas­ti­an Mar­cel Wit­te, Kli­ma­schutz­ma­na­ger der Stadt Arnsberg.

Gas: Tarifwechsel hilft oft sparen

Es gibt aber noch mehr Wege zur Heiz­kos­ten­sen­kung. Beson­ders schnell kön­nen vie­le Gas­kun­den spa­ren: Ihnen emp­feh­len die Ver­brau­cher­schüt­zer, ihren Ver­trag unter die Lupe zu neh­men und nach güns­ti­ge­ren Tari­fen Aus­schau zu hal­ten. „Rund 373 Euro jähr­lich kön­nen bei einem Ver­brauch von 20.000 kWh in Arns­berg drin sein, wenn man aus dem güns­tigs­ten Son­der­ta­rif bei der RWE zu einem ande­ren Gas­lie­fe­ran­ten wech­selt, ohne auf ver­brau­cher­freund­li­che Ver­trags­be­din­gun­gen zu ver­zich­ten“, sagt Ange­li­ka Wal­ter. Sie führt Bera­tun­gen zum Tarif­wech­sel durch und hilft, unter­stützt von einer aktu­el­len Daten­bank, bei der Suche nach güns­ti­gen Prei­sen zu guten Konditionen.

Thermostat richtig einstellen

Spar­maß­nah­men für jedes Bud­get hat die Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW zusam­men­ge­stellt unter www.vz-nrw.de/besser-heizen. Dort gibt es Infor­ma­tio­nen zu Kos­ten, Ein­spa­run­gen und För­der­mög­lich­kei­ten sowie eine Video-Anlei­tung für die Hei­zungs­rohr­däm­mung. „Eine ers­te Stell­schrau­be ist schon die rich­ti­ge Ein­stel­lung des Ther­mo­stat­ven­tils am Heiz­kör­per“, betont Peters. Wei­te­re sei­en etwa die Däm­mung der Kel­ler­de­cke, der Aus­tausch der Hei­zungs­pum­pe oder die Dach­däm­mung. „Man­che Maß­nah­men rech­nen sich prak­tisch immer“, sagt Peters. „Bei ande­ren kommt es auf die Umstän­de im Ein­zel­fall an, die am bes­ten vor Ort in Augen­schein genom­men werden.“

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