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Gute Nach­richt für 300 Flücht­lin­ge in Sun­dern – BAMF sagt 14-Tage-Frist zu

Mit insgesamt vier Bussen fuhren im Mai 160 Flüchtlinge aus Sundern zur BAMF in Bielefeld. (Foto: Stadt Sundern)
Mit ins­ge­samt vier Bus­sen fuh­ren im Mai 160 Flücht­lin­ge aus Sun­dern zur BAMF in Bie­le­feld. Inner­halb der nächs­ten 14 Tage sol­len rund 300 fol­gen. (Foto: Stadt Sun­dern)

Sun­dern. „Die BAMF steigt ins ‚Schnell­boot‘ ein“, mel­det Sun­derns Bür­ger­meis­ter Bro­del und freut sich über eine gute Nach­richt zum Wochen­an­fang. Die Nürn­ber­ger Bun­des­an­stalt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge habe zwar etwas anders als gedacht reagiert, so Bro­del, den­noch wer­de das Ver­fah­ren für die Men­schen auf der Flucht nun „maxi­mal beschleu­nigt“.

Anruf aus Nürn­berg: Lob für Idee und schnel­le Lösung

Registrierung der Sunderner Flüchtlinge bei der BAMF in Bielefeld: Der jüngste Teilnehmer der Fahrt. (Foto: Stadt Sundern)
Regis­trie­rung der Sun­derner Flücht­lin­ge bei der BAMF in Bie­le­feld: Der jüngs­te Teil­neh­mer der Fahrt im Mai. (Foto: Stadt Sun­dern)

„Der Anruf des stell­ver­tre­ten­den Chefs des BAMF, Dr. Georg Thiel, aus Nürn­berg kam kurz vor 12 Uhr mit­tags. Nach nur zehn Minu­ten war klar, dass alle noch feh­len­den Anträ­ge und vor allem die feh­len­den Anhö­run­gen inner­halb der nächs­ten 14 Tage direkt in Bie­le­feld umge­setzt wer­den“, berich­tet der Bür­ger­meis­ter. Vor­her habe der BAMF-Vize im Tele­fo­nat zwar das von Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny und ihm ent­wi­ckel­te und vor­ge­schla­ge­ne Modell­pro­jekt ‚Schnell­boot‘ gelobt, wol­le es zur Zeit aber nicht umset­zen, da die Bun­des­län­der über ein neu­es und gene­rel­les Modell genannt ‚Easy Gap‘ gera­de in der Abstim­mung sei­en. Das Lob habe er zwar ger­ne ent­ge­gen­ge­nom­men, sagt Bro­del, gleich­zei­tig habe er aber eine schnel­le Lösung gefor­dert, auf die sich Dr. Thiel in dem beson­de­ren Fall von Sun­dern auch ger­ne ein­ge­las­sen habe. „Ich mach­te gleich den Vor­schlag einer zeit­li­chen Ter­mi­nie­rung und zwar sehr ambi­tio­niert. Zwei Wochen sind ja tat­säch­lich äus­serst kurz, aber dies wur­de zuge­sagt und das Wort drauf gege­ben“, so Bro­del. Auch die hohe Zahl der noch aus­ste­hen­den Ver­fah­ren habe Dr. Thiel nicht geschreckt. „Immer­hin sind noch über 300 Ver­fah­ren offen, aber auch dies war kein Hin­de­rungs­grund“, so der Bür­ger­meis­ter.

Orga­ni­sa­ti­on der Bus­fahr­ten läuft auf Hoch­tou­ren

Organisieren bereits die nächsten Bielefeld-Fahrten: Fachbereichsleiter Stephan Urny und Bürgermeister Ralph Brodel. (Foto: Stadt Sundern)
Orga­ni­sie­ren bereits die nächs­ten Bie­le­feld-Fahr­ten: Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny (l.) und Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del. (Foto: Stadt Sun­dern)

War­um es jetzt so schnell geht, woll­te das Bür­ger­meis­ter­amt nicht kom­men­tie­ren. Im Vor­feld hat­ten sich etli­che Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te hin­ter die Sun­derner Idee des „Schnell­boots“ gestellt, bei dem die Ver­fah­ren schnel­ler durch eine direk­te Bear­bei­tung vor Ort in Sun­dern gesche­hen soll­te, wobei die Stadt alle Kos­ten und sons­ti­gen Ver­fah­rens­ab­läu­fe über­nom­men hät­te. Jetzt wer­den wie­der Bus­se orga­ni­siert für die Fahr­ten nach Bie­le­feld – wie im Mai, als 160 Flücht­lin­ge aus Sun­dern mit vier Bus­sen für einen Tag bei der BAMF-Außen­stel­le in Bie­le­feld waren. Kurz nach dem Tele­fo­nat setz­ten sich Bür­ger­meis­ter und Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny für die Orga­ni­sa­ti­on der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten zusam­men. „Nun wer­den die Ter­mi­ne mit Bie­le­feld für die nächs­ten zwei Wochen abge­stimmt, Bus­se orga­ni­siert und die ent­spre­chen­den Men­schen auf der Flucht infor­miert. Heu­te nach­mit­tag kön­nen wir direkt die AGMAF in Kennt­nis set­zen, so dass sich auch das Bür­ger­netz­werk vor­be­rei­ten kann“, so Urny nach der Sit­zung mit dem Bür­ger­meis­ter. „Damit ist die gan­ze Woche schon mit Son­nen­schein ver­gol­det: Ich habe zwar nicht mein Pro­jekt bekom­men, aber ich bin ins Ziel gegan­gen“, kom­men­tiert Bro­del das Tele­fo­nat mit Nürn­berg.

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