Gut im Zeitplan: Neubau des Notfall- und Intensivzentrums wächst weiter

Mit Inbe­trieb­nah­me des zen­tra­len gro­ßen Not­fall- und Inten­siv­zen­trums am Stand­ort Karo­li­nen-Hos­pi­tal ist auch der Stand­ort­wech­sel der MVZ-Pra­xen für Neu­ro­chir­ur­gie und Neu­ro­lo­gie not­wen­dig. Damit die MVZ-Pra­xen Neu­ro­chir­ur­gie und Neu­ro­lo­gie sowie gege­be­nen­falls wei­te­re Pra­xen in moder­ne Räu­me ein­zie­hen kön­nen, wird das bestehen­de Ärz­te­haus um zwei Geschos­se auf­ge­stockt. Die Umset­zung erfolgt in Holz­bau­wei­se. Wesent­li­che bau­li­che Ein­grif­fe in den Bestands­bau und somit län­ge­re zeit­li­che Unter­bre­chun­gen in der jet­zi­gen Nut­zung sind nach aktu­el­lem Pla­nungs­stand nicht zu erwar­ten. Die Ein­ga­be des Bau­an­tra­ges ist für Juni 2021, die Fer­tig­stel­lung recht­zei­tig zur Eröff­nung des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums Mit­te 2023 dis­po­niert. Die Inves­ti­ti­ons­kos­ten betra­gen 2,9 Mil­lio­nen Euro.

Neues MRT-Gerät am Karolinen-Hospital

Zur Erwei­te­rung der radio­lo­gi­schen Dia­gnos­tik am Stand­ort und ent­spre­chend den G‑BA-Anfor­de­run­gen zur umfas­sen­den Not­fall­ver­sor­gung, ist die Auf­stel­lung eines Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­fen (MRT, 1,5 T) vor­ge­se­hen. Die Unter­brin­gung des MRT soll in einem ein­ge­schos­si­gen, cir­ca 350 Qua­drat­me­ter gro­ßen Anbau an die jet­zi­ge Radiologie/Kardiologie erfol­gen. Die Aus­hub­ar­bei­ten für den Anbau sind ange­lau­fen, die Umset­zung erfolgt in Mas­siv­bau­wei­se. Die Bau­kos­ten für die­se Maß­nah­me betra­gen 750.000 Euro, die Anschaf­fungs­kos­ten für das MRT 827.050 Euro. Bereits im Sep­tem­ber 2021 wird das neue MRT-Gerät in Betrieb gehen.

Gesicherte Wärme- und Stromversorgung

Zur Ver­sor­gung des neu­en Not­fall- und Inten­siv­zen­trums ist ergän­zend eine kom­plett neue Heiz­zen­tra­le sowie die Erwei­te­rung der vor­han­de­nen Not­strom­ver­sor­gung geplant. Die­se wird im Bereich der jetzt vor­han­de­nen soge­nann­ten „alten Werk­stät­ten“ in einem sepa­ra­ten Neben­ge­bäu­de entstehen.

Organisationsprojekte für optimale Prozessabläufe

„Mit dem Neu­bau des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums ver­bes­sern wir nicht nur die bau­li­che Struk­tur des Kli­ni­kums, son­dern schaf­fen auch Raum für eine hoch­wer­ti­ge, nach­hal­ti­ge und zukunfts­fä­hi­ge sta­tio­nä­re medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung“, sagt Mar­kus Bie­ker, Geschäftsführer der Kli­ni­kum Hoch­sauer­land Infra­struk­tur GmbH. Die bau­li­che Ent­wick­lung wird daher durch eine Viel­zahl von Orga­ni­sa­ti­ons­pro­jek­ten zur Struk­tur- und Pro­zess­op­ti­mie­rung beglei­tet. Dazu gehö­ren die Neu­kon­zep­ti­on der Zen­tra­len Not­auf­nah­me (ZNA), des zukünftigen OPBe­rei­ches, der Inten­siv­me­di­zin sowie die Ver­le­gung von sechs Abtei­lun­gen an den neu­en Stand­ort. Die Zusam­men­set­zung der Mul­ti­pro­jekt­land­schaft ist in einem übergreifenden Mul­ti­pro­jekt­plan zusam­men­ge­fasst, der in Teil­pro­jek­te unter­glie­dert ist. Für ein­zel­ne Teil­pro­jek­te oder Pro­jekt­pro­gram­me wur­den Teil­pro­jekt­lei­ter benannt, eini­ge Pro­jekt­grup­pen haben ihre Arbeit bereits auf­ge­nom­men. Zudem wird der Pro­zess durch eine exter­ne Bera­tungs­ge­sell­schaft unterstützend begleitet.

Daten und Fak­ten zum Neu­bau des Not­fall- und Intensivzentrums

Investitionsvolumen

Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men beträgt 88 Mio. EUR, davon 62,5 Mio. EUR för­der­fä­hi­ge Bau­kos­ten. Das Vor­ha­ben zur Siche­rung der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung wird vom Land NRW als sehr sinn­voll ange­se­hen und mit 28,17 Mio. EUR gefördert.

Zielsetzung: Umfassende Notfallversorgung in der Region ermöglichen

Das neue Not­fall- und Inten­siv­zen­trum soll hel­fen, Leben zu ret­ten und eine leis­tungs­fä­hi­ge Gesund­heits­ver­sor­gung in der Regi­on zu gewähr­leis­ten. Nach Fer­tig­stel­lung ste­hen hier 13 not­fall­ver­sor­gen­de Fach­ab­tei­lun­gen sowie eine gro­ße Inten­siv­sta­ti­on mit 50 Inten­siv­bet­ten, die aktu­ell über drei Kran­ken­h­aus­stand­or­te in Arns­berg ver­teilt sind, an einem Stand­ort zur Verfügung. Als ein­zi­ges Kran­ken­haus der Regi­on erfüllt das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land dann am Stand­ort Karo­li­nen-Hos­pi­tal die Anfor­de­run­gen des Gesetz­ge­bers für die soge­nann­te umfas­sen­de Not­fall­ver­sor­gung (Maxi­mal­ver­sor­ger-Stan­dard). Das ist nach dem Beschluss des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses (GBA) vom April 2018 die höchs­te Ein­grup­pie­rung in die drei Stu­fen der Not­fall­ver­sor­gung. Hierfür gel­ten beson­de­re Anfor­de­run­gen bei­spiels­wei­se zu Art und Anzahl der Fach­ab­tei­lugen, Aus­stat­tung sowie Anzahl und Qua­li­fi­ka­ti­on des Personals.

Beitrag teilen