Grüne beantragen Baumschutzsatzung für Sundern

Ulla Bie­feld (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) setzt sich für die Ein­füh­rung einer Baum­schutz­sat­zung in der Stadt Sun­dern ein. (Foto: Bündnis90/Die Grü­nen Sundern)

Sun­dern. Die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen im Rat der Stadt Sun­dern hat die Erar­bei­tung und Ein­füh­rung einer kom­mu­na­len Baum­schutz­sat­zung bean­tragt. Ziel ist es, kla­re Regeln für den Umgang mit schüt­zens­wer­ten Bäu­men im Stadt­ge­biet fest­zu­le­gen und mehr Trans­pa­renz bei Baum­fäl­lun­gen zu schaffen.

Hintergrund sind Rodungen im Kurpark

Aus­lö­ser für den Vor­stoß sind nach Anga­ben der Frak­ti­on unter ande­rem Rodun­gen im Bereich des Kur­parks in Lang­scheid. Die­se hät­ten in Tei­len der Bevöl­ke­rung für Kri­tik gesorgt. Zudem erin­nern sich vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an frü­he­re Dis­kus­sio­nen über Baum­fäl­lun­gen im Zusam­men­hang mit dem geplan­ten Feri­en­park in Amecke.

Aus Sicht der Grü­nen zei­gen die­se Vor­gän­ge, dass ver­bind­li­che Rege­lun­gen zum Schutz gewach­se­ner Grün­struk­tu­ren in Sun­dern not­wen­dig seien.

Satzung soll klare Vorgaben schaffen

Eine kom­mu­na­le Baum­schutz­sat­zung wür­de fest­le­gen, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Bäu­me auf pri­va­ten, gewerb­li­chen oder öffent­li­chen Flä­chen gefällt wer­den dür­fen. Gleich­zei­tig könn­te sie der Stadt eine rechts­si­che­re Grund­la­ge für ent­spre­chen­de Ent­schei­dun­gen bie­ten und Natur­schutz­aspek­te stär­ker berücksichtigen.

„Der Schutz gewach­se­ner Grün­struk­tu­ren ist kein optio­na­les The­ma. Bäu­me leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Lebens­qua­li­tät, zur Kli­ma­an­pas­sung und zur Kli­ma­re­si­li­enz unse­rer Stadt“, erklärt die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grünen.

Grüne kündigen Satzungsentwurf an

Zur Vor­be­rei­tung der poli­ti­schen Bera­tun­gen kün­digt die Frak­ti­on an, einen kon­kre­ten Ent­wurf für eine Baum­schutz­sat­zung vor­zu­le­gen. Die­ser soll gemein­sam mit dem Umwelt­schutz­be­auf­trag­ten sowie dem Kli­ma­schutz­ma­na­ger der Stadt Sun­dern abge­stimmt werden.

„Dabei geht es nicht dar­um, jede Fäl­lung grund­sätz­lich zu ver­hin­dern. Ziel ist es viel­mehr, vor einer Fäl­lung zu prü­fen, wel­che Aus­wir­kun­gen sie auf Umwelt- und Kli­ma­schutz hat und wie das wei­te­re Ver­fah­ren aus­se­hen soll­te“, erläu­tert Rats­mit­glied Ulla Bie­feld (Bünd­nis 90/Die Grünen).

 

 

 

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