Gemeinsames Radfahren für Menschen mit Handicap in Arnsberg

Die Rik­scha lädt zum Mit­fah­ren ein: Jür­gen Schwa­nitz (Vor­stand der Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern) und Ulrich von Dreu­sche (dreh­MO­MEN­TE e.V.) sit­zen schon ein­mal Pro­be. (Foto: Spar­kas­se Arnsberg-Sundern)

Arns­berg. Mit dem Rad durch die Natur fah­ren, den Fahrt­wind im Gesicht spü­ren und sich dabei sport­lich betä­ti­gen. Was für vie­le von uns ganz nor­mal klingt, ist für eini­ge Men­schen ohne frem­de Hil­fe nicht mög­lich. Der Arns­ber­ger Ver­ein dreh­MO­MEN­TE hat es sich daher zur Auf­ga­be gemacht, Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen mobil zu machen und ihnen durch gemein­sa­mes Rad­fah­ren ein Stück Lebens­qua­li­tät zu schenken.

Auch im hohen Alter kann und soll­te das Leben noch vol­ler Glück und Zufrie­den­heit sein – davon sind die Macher von dreh­MO­MEN­TE über­zeugt. So bie­tet der Ver­ein gemein­sa­me Rik­scha-Fahr­ten an. Und die­se Fahr­ten sind für die Senio­ren und die ehren­amt­li­chen Pilo­ten oft­mals klei­ne Aben­teu­er, bei dem gemein­sa­me Erin­ne­run­gen geschaf­fen und Lebens­ge­schich­ten geteilt wer­den. Für bei­de Sei­ten ist sie eine Berei­che­rung und manch­mal macht sie aus Unbe­kann­ten Freunde.

Tandem Raam Duorad soll Fuhrpark erweitern

Für die gemein­sa­men Fahr­ten hat der Ver­ein im Jahr 2021 sei­ne ers­te Fahr­rad­rik­scha in Arns­berg prä­sen­tiert. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge soll der Fuhr­park nun um das Tan­dem Raam Duorad erwei­tert wer­den. Bei die­sem Tan­dem sit­zen zwei Per­so­nen neben­ein­an­der. Die Haupt­ver­ant­wor­tung liegt beim Pilo­ten, der alle Funk­tio­nen des Fahr­ra­des bedie­nen kann. Die Beson­der­heit dabei ist, dass es drei Ein­stel­lun­gen für den Bei­fah­rer gibt:

1.) Die Peda­le des Bei­fah­rers ste­hen im Frei­lauf. Vor­wärts- und Rück­wärts­tre­ten hat kei­nen Ein­fluss auf das Fort­be­we­gen des Rades.

2.) Die Peda­le des Bei­fah­rers kön­nen zusam­men mit dem Pilo­ten das Rad fort­be­we­gen. Der Bei­fah­rer hat auch die Mög­lich­keit die Peda­le still zu halten.

3.) Die Peda­le des Bei­fah­rers dre­hen unun­ter­bro­chen mit. Der Bei­fah­rer kann mit­tre­ten, aber die Peda­le nicht stillhalten.

Zur Erleich­te­rung erhält der Bei­fah­rer ein Tritt­brett, wo er die Füße abstel­len kann, wenn er nicht mit­tram­peln möch­te. Eben­falls ist der Bei­fah­rer­sitz für einen bes­se­ren Eins­tig zur Sei­te drehbar.

Sparkasse Arnsberg-Sundern spendet 5000 EUR

Dank einer groß­zü­gi­gen Spen­de der Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern über 5.000 Euro, kann ein Groß­teil der Gesamt­kos­ten von rund 12.000 Euro für das neue Tan­dem bereits auf­ge­bracht wer­den. „Für Men­schen, die nicht mehr allei­ne Rad­fah­ren kön­nen, stel­len die gemein­sa­men Fahr­ten eine tol­le Alter­na­ti­ve dar“, erklärt Jür­gen Schwa­nitz, Vor­stand der Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern. „Wir sind davon über­zeugt, dass unse­re Spen­den­gel­der mit dazu bei­tra­gen wer­den, dass sich vie­le Mit­fah­rer mit einem Lächeln im Gesicht über den Fahrt­wind freu­en werden.“

Inter­es­sier­te Bei­fah­rer kön­nen sich mit Bar­ba­ra Kös­ter-Ewald (Tele­fon 02932 – 25580) in Ver­bin­dung set­zen, um gemein­sa­me Fahr­ten abzustimmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: Spar­kas­se Arnsberg-Sundern)

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