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Gelun­ge­ner Pro­jekt­start für City Lab Süd­west­fa­len

Über 50 Ver­tre­ter aus Wirt­schafts­för­de­rung und Stadt­mar­ke­ting besuch­ten die Kick-Off-Ver­an­stal­tung des City Labs Süd­west­fa­len. (Foto: Becker/IHK)

Arns­berg. Die IHK Arns­berg wird in den nächs­ten drei Jah­ren gemein­sam mit der SIHK zu Hagen, der Fach­hoch­schu­le Süd­west­fa­len und der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund an On- und Off­line-Stra­te­gien für die süd­west­fä­li­schen Innen­städ­te arbei­ten. Die Pro­jekt­idee resul­tiert auch aus den Erfah­run­gen des im März abge­schlos­se­nen Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes „Ein­zel­han­dels­la­bor Süd­west­fa­len“. „Wir möch­ten zusam­men mit unse­ren Pro­jekt­part­nern den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in unse­ren Innen­städ­ten unter­stüt­zen“, erläu­tert IHK-Pro­jekt­ko­or­di­na­tor Ingo Boro­wicz die Beweg­grün­de. „Ins­be­son­de­re wird bei dem neu­en Pro­jekt ‚City Lab‘ der Koope­ra­ti­ons­ge­dan­ke in den Innen­städ­ten in den Fokus gerückt.“

Erhalt leben­di­ger Innen­städ­te

Über 50 Per­so­nen besuch­ten jetzt die Kick-Off-Ver­an­stal­tung des City Labs Süd­west­fa­len in den Räu­men der IHK Arns­berg. Die Ver­tre­ter aus Wirt­schafts­för­de­rung und Stadt­mar­ke­ting dis­ku­tier­ten mit Mit­ar­bei­tern der Hoch­schu­len und IHKs über den Erhalt leben­di­ger Innen­städ­te in Süd­west­fa­len – im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung. Nach der Vor­stel­lung der ein­zel­nen Pro­jekt­bau­stei­ne des City Lab durch Hoch­schu­len und IHKs erör­ter­ten die Teil­neh­mer in einem World-Café die Erwar­tun­gen und Her­aus­for­de­run­gen an das Pro­jekt und die betei­lig­ten Part­ner­kom­mu­nen.

 

Das City Lab Süd­west­fa­len ver­folgt das Ziel, die Attrak­ti­vi­tät und die Auf­ent­halts­qua­li­tät für Ein­woh­ner, Besu­cher, Tou­ris­ten und zuzugs­wil­li­ge Fach­kräf­te in den Innen­städ­ten Süd­west­fa­lens zu stei­gern. Dabei steht vor allem die digi­ta­le und betriebs­wirt­schaft­li­che Stär­kung der innen­stadt­re­le­van­ten Unter­neh­men aus Ein­zel­han­del, Gas­tro­no­mie, Laden­hand­werk und Dienst­leis­tun­gen im Mit­tel­punkt.

Zwei Modell­kom­mu­nen

Die Umset­zung des Pro­jek­tes erfolgt in zwei Pha­sen – zunächst mit Betei­li­gung vie­ler loka­ler Akteu­re. Für die zwei­te Pha­se wer­den zwei Modell­kom­mu­nen aus­ge­wählt. Für die­se sol­len bei­spiel­haft Kon­zep­te erar­bei­tet wer­den, um inner­städ­ti­sche Koope­ra­tio­nen zu stär­ken und die loka­len Unter­neh­men mit­hil­fe digi­ta­ler Diens­te attrak­ti­ver für die Kund­schaft zu machen. Die Ergeb­nis­se sol­len dann auf ande­re Kom­mu­nen über­tra­gen wer­den. Wäh­rend des gesam­ten Pro­jekt­ver­laufs gibt es Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­te, die sich an alle innen­stadt­re­le­van­ten Inter­es­sen­grup­pen rich­ten. „In einem ers­ten Schritt geht es um die Fra­ge, was Innen­städ­te – ins­be­son­de­re auch per­spek­ti­visch – attrak­tiv macht“, erläu­tert Pro­fes­sor Vale­rie Wul­f­horst von der FH Süd­west­fa­len. „Anschlie­ßend schau­en wir uns die teil­neh­men­den Kom­mu­nen genau­er an, ermit­teln einen ‚Wunsch­zu­stand‘ und ent­wi­ckeln gemein­sam mit den Akteu­ren vor Ort indi­vi­du­el­le Hand­lungs­emp­feh­lun­gen.“

Qua­li­fi­zie­rung und Daten­mo­del­le

„Auf­bau­end auf die­sen ers­ten Part wer­den kon­kre­te Umset­zungs­pro­jek­te in zwei Modell­kom­mu­nen ent­wi­ckelt“, erklärt Pro­fes­sor Peter Weber von der FH Süd­west­fa­len. „Hier wer­den wir als Com­pe­tence Cen­ter E‑Commerce sehr eng mit der TU Dort­mund zusam­men­ar­bei­ten. Unse­re Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­te aus dem Ein­zel­han­dels­la­bor set­zen wir fort und wer­den sie inner­halb des Pro­jekt­ver­laufs immer kon­kre­ter an der jewei­li­gen Anwen­dung ori­en­tie­ren.“

Pro­fes­sor Richard Lackes vom Lehr­stuhl für Wirt­schafts­in­for­ma­tik der TU Dort­mund möch­te zunächst ein Daten­mo­dell für ein stadt­wei­tes Infor­ma­ti­ons­sys­tem sowie ein Waren­wirt­schafts­sys­tem auf­bau­en. „Die­se bei­den Bau­stei­ne nut­zen wir dann in den Pro­jek­ten vor Ort, um loka­le Daten nutz­bar zu machen und kun­den­ori­en­tier­te digi­ta­le Ser­vices auf­zu­bau­en.“ Abschlie­ßend wird es um die Inte­gra­ti­on der Modell­pro­jek­te in das Stadt­mar­ke­ting und den Wis­sens­trans­fer in ande­re Kom­mu­nen gehen.

Über 1,5 Mio. Euro För­de­rung

Die För­de­rung erfolgt aus Mit­teln des Euro­päi­schen Fonds für Regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) und einer Ko-Finan­zie­rung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Das Pro­jekt star­te­te offi­zi­ell am 1. Okto­ber. Am 30. Okto­ber über­reich­te Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel offi­zi­ell den För­der­be­scheid über rund 1,044 Mil­lio­nen Euro für das Pro­jekt „City Lab Süd­west­fa­len“ an die Fach­hoch­schu­le Süd­west­fa­len. Auch die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Dort­mund und die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Arns­berg erhiel­ten För­der­be­schei­de über 280.831 bezie­hungs­wei­se 249.892 Euro. Bei der Über­ga­be des För­der­be­scheids an die FH Süd­west­fa­len beton­te Regie­rungs­prä­si­dent Vogel: „Die Arbeit der Hoch­schu­le ist heu­te für eine erfolg­rei­che Regio­nal­ent­wick­lung unver­zicht­bar. Es fin­det hier ein wich­ti­ger Wis­sens­trans­fer in die Regi­on statt.“

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