Gebro Herwig für Ausbildungspreis des südwestfälischen Handwerks nominiert

Stell­ver­tre­tend für alle Aus­zu­bil­den­den nah­men Maja Schnei­der und Felix Wil­der­mann die Nomi­nie­rungs­ur­kun­de ent­ge­gen. Im Bild von links nach rechts: Ernst-Micha­el Sit­tig (Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern), HwK-Geschäftsführer Fabi­an Bräu­ti­gam, Geschäftsführer Andre­as Clo­er, die Azu­bis Wil­der­mann und Schnei­der, Aus­bil­dungs­lei­ter Tho­mas Rei­ter, Ingo­mar Schen­nen (KH Hoch­sauer­land) und Rüdiger Schnüttgen (HwK Südwestfalen). (Foto: Hand­werks­kam­mer Südwestfalen)

Arns­berg. Luft, Was­ser, Wär­me: Mit die­sen Ele­men­ten arbei­tet Gebro Her­wig Haus­tech­nik seit Jahr­zehn­ten. Damit ver­folgt Geschäftsführer Andre­as Clo­er eine Visi­on: „Wir wol­len das Leben gesünder machen.“ Das funk­tio­niert nur mit einem moti­vier­ten und qua­li­fi­zier­ten Team. Des­halb steht für Clo­er stets der Mensch im Mit­tel­punkt. Die­ses Enga­ge­ment bescher­te dem Arns­ber­ger Unter­neh­men jetzt die Nomi­nie­rung zum Aus­bil­dungs­be­trieb des Jah­res 2022 in der Kategorie

„Soziale Verantwortung & Gesellschaftliches Engagement“

Vie­le gute Gründe überzeugten hier die Jury: Zum einen ist es die För­de­rung lern­schwa­cher Aus­zu­bil­den­der über die betrieb­li­chen Abläu­fe hin­aus, zum ande­ren die Unterstützung und Inte­gra­ti­on von Geflüchteten. Eine Mit­ar­bei­te­rin kümmert sich als „Wohl­tä­tig­keits­be­auf­trag­te“ um huma­ni­tä­re Pro­jek­te, orga­ni­siert unter ande­rem Spen­den­samm­lun­gen für Flut­op­fer oder für Geflüchtete aus der Ukraine.

Acht neue Auszubildende starten durch

Durch Zusam­men­ar­beit mit Flüchtlingsorganisationen konn­ten meh­re­re Aus­zu­bil­den­de gewon­nen und ihnen mit Sprach­för­de­rung und per­sön­li­cher Unterstützung zu einem guten Abschluss ver­hol­fen wer­den. „Wir wer­den immer inter­na­tio­na­ler“, unter­streicht Clo­er. Auch in die­sem Jahr haben Geflüchtete ihre Aus­bil­dung im Haus begon­nen. Ins­ge­samt star­te­ten Anfang August acht neue Azu­bis in vier Beru­fen durch. Somit sind zur­zeit 118 Mit­ar­bei­ter, davon 28 Aus­zu­bil­den­de, beschäf­tigt: Zum Team gehö­ren Inge­nieu­re, Tech­ni­ker, Meis­ter und Kauf­leu­te, die in den Gewer­ken Hei­zung, Sani­tär, Kli­ma sowie Elek­tro­nik und Käl­te­tech­nik arbeiten.

Drei „A‑Säulen“ als Fundament der Ausbildung

Die erfolg­rei­che Aus­bil­dung ruht bei Gebro Her­wig auf drei „A‑Säulen“: Aus­bil­dungs­lei­ter, Aus­bil­dungs­kon­zept und Akqui­se. „Streng mit Herz“ setzt sich Tho­mas Rei­ter für sei­ne Schützlinge ein. Paten beglei­ten den Nach­wuchs am Anfang, ein wöchent­li­ches Feed­back durch Mon­teu­re und Alt­ge­sel­len gibt Rei­ter stets einen aktu­el­len Ein­blick in den Fort­schritt. Kommt es zu Pro­ble­men, kön­nen die­se recht­zei­tig erkannt und gelöst wer­den. Im Selbst­lern­zen­trum tref­fen sich die Azu­bis bei den Haus­auf­ga­ben, um Berichts­hef­te zu schrei­ben oder zu inter­nen Schu­lun­gen. Der Vor­teil liegt für Rei­ter auf der Hand: „Bei Fra­gen kön­nen sie direkt auf ihre Aus­bil­der zugreifen.“

Bewer­ber­man­gel gibt es dank viel­fäl­ti­ger Aktio­nen nicht: Regel­mä­ßi­ge Schülerpraktika, Ange­bo­te beim Girls´ und Boys´ Day gehö­ren eben­so dazu, wie der Ein­satz von Aus­bil­dungs­bot­schaf­tern und die Teil­nah­me an der Hand­werk­schal­len­ge im bbz Arns­berg oder dem MIN­To­rin­nen-Pro­gramm, das spe­zi­ell Schülerinnen anspricht. Offe­ne Türen fin­den Stu­di­en­ab­bre­cher. Die Erfah­rung zeigt Rei­ter: „In der prak­ti­schen Aus­bil­dung blühen sie auf und wer­den exzel­len­te Handwerker.“

Erst die Übernahme – dann der Aufstieg

Für die Aus­zu­bil­den­den ist die Zukunft im Betrieb gesi­chert, nach erfolg­rei­chem Abschluss winkt die Über­nah­me. „Sie sind rich­ti­ge Spe­zia­lis­ten und kön­nen stolz dar­auf sein“, lobt Rei­ter. Jede Anla­ge ist indi­vi­du­ell – und so sei auch die Berufs­aus­bil­dung. Damit eröff­nen sich im Betrieb viel­fäl­ti­ge Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten zum Meis­ter, Tech­ni­ker oder mit einem Stu­di­um – auch mit finan­zi­el­ler Unterstützung des Hauses.

Wich­ti­ges Anlie­gen ist Fir­men­chef Andre­as Clo­er, dass die Chan­cen, die das Hand­werk bie­tet, viel stär­ker in die Öffent­lich­keit getra­gen wer­den: „Das ist das The­ma der Zukunft. Wir müssen der dua­len Aus­bil­dung wie­der einen Stel­len­wert geben.“ Bei Gebro Her­wig ist das gelun­gen. Das liegt dar­an, dass immer wie­der neue Wege erschlos­sen wer­den. Als Bei­spiel nennt Tho­mas Rei­ter das The­ma Wert­schät­zung. Das sei enorm wich­tig, „dann blei­ben uns die Mit­ar­bei­ter treu.“

Siegerehrung am 23. September

Die Viel­falt der Initia­ti­ven bescher­te dem Arns­ber­ger Unter­neh­men die Nomi­nie­rung im Wett­be­werb um den Aus­bil­dungs­preis des südwestfälischen Hand­werks in der Kate­go­rie „Sozia­le Ver­ant­wor­tung & Gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment“, den die Hand­werks­kam­mer all­jähr­lich in Koope­ra­ti­on mit den Kreis­hand­wer­ker­schaf­ten und unterstützt von Spon­so­ren auslobt.

Zur Urkundenübergabe besuch­ten HwK-Geschäftsführer Fabi­an Bräu­ti­gam, Rüdiger Schnüttgen, Lei­ter Aus­bil­dungs­we­sen bei der Hand­werks­kam­mer, Ingo­mar Schen­nen, Geschäftsführer der KH-Hoch­sauer­land, sowie als Ver­tre­ter der Spar­kas­sen, Ernst-Micha­el Sit­tig, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Spar­kas­se Arns­berg-Sun­dern, den Betrieb.

Wer letzt­end­lich die Aus­zeich­nung Aus­bil­dungs­preis des Jah­res 2022 erhält, bleibt span­nend: Als nomi­nier­ter Betrieb darf sich Gebro Her­wig Haus­tech­nik schon jetzt über 500 Euro, gestif­tet von der IKK clas­sic, freu­en. Ob dar­aus 2000 Euro für den Gewin­ner in der Kate­go­rie „Sozia­le Ver­ant­wor­tung & Gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment“ wer­den, gestif­tet von den Spar­kas­sen Südwestfalens, ent­schei­det sich am 23. Sep­tem­ber bei der Preisverleihung.

Quel­le: Hand­werks­kam­mer Südwestfalen

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