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Frei­licht­büh­ne sorgt für Gän­se­haut-Fee­ling

Fred Graham (Georg Plümpe) mit seiner Ex-Frau Lilli (Nicole Becker). (Foto: oe)

Fred Gra­ham (Georg Plüm­pe) mit sei­ner Ex-Frau Lil­li (Nico­le Becker). (Foto: oe)

Her­drin­gen. Auch das zwei­te Stück der Spiel­zeit 2015, „Kiss me, Kate!“, hat auf der Frei­licht­büh­ne Her­drin­gen erfolg­reich Pre­mie­re gefei­ert. Eine Pre­mie­re mit Gän­se­haut-Fee­ling. Und eine Super-Show von einem Klas­se-Ama­teur­ensem­ble. Mit Krib­beln und Lam­pen­fie­ber war­ten rund 45 Dar­stel­ler hin­ter der Büh­ne, wäh­rend Micha­el Hin­se, 1. Vor­sit­zen­der der Frei­licht­büh­ne Her­drin­gen, die Büh­ne betritt. In sei­ner kur­zen Anspra­che stellt er die hoch enga­gier­te Kin­der- und Jugend­ar­beit her­aus. Die Jugend­grup­pe der Frei­licht­büh­ne zählt rund 20 Per­so­nen und die Tee­nies noch­mal 35. Dann geht es los und auch die jun­gen Leu­te sind im Stück aktiv dabei.

Pre­mie­ren­fie­ber auf der Frei­licht­büh­ne Her­drin­gen

Der tur­bu­len­te Musi­cal-Klas­si­ker „Kiss me, Kate!“ han­delt von einer Thea­ter­grup­pe, die eine musi­ka­li­sche Fas­sung von Shake­speares „Der Wider­spens­ti­gen Zäh­mung“ auf­führt. Es ist also ein Wech­sel zwi­schen dem Gesche­hen auf der Büh­ne und dem Leben dahin­ter. Damit ist also ein „Stück im Stück“ zu sehen. Es beginnt mit den Vor­be­rei­tun­gen vor der Pre­mie­re von Shake­speares „Der Wider­spens­ti­gen Zäh­mung”. Fred Gra­ham (Georg Plüm­pe), Lei­ter einer finan­zi­ell ange­schla­ge­nen Thea­ter­trup­pe, hofft mit einer musi­ka­li­schen Ver­si­on von Shakespeare‘s Komö­di­en­klas­si­ker das Thea­ter vor dem Ruin zu ret­ten. Äußerst pikant ist dabei, dass er die Titel­rol­le der wider­spens­ti­gen Kate mit sei­ner Ex-Frau Lil­li (Nico­le Becker), dem ehe­ma­li­gen Star der Trup­pe, besetzt hat. Er selbst spielt den „Frau­en­zäh­mer“ Petruc­chio. Obwohl bei­de inzwi­schen ihre eige­nen Wege gehen, lie­ben sie ein­an­der immer noch, ohne es zuzu­ge­ben.

Fred hat Blu­men für sei­ne neue Flam­me, Lois Lane (Isabo Kös­tens / Ani­ka Este­ban Harms), bestellt. Die­se wer­den aber durch ein Ver­se­hen in Lil­lis Gar­de­ro­be abge­ge­ben, die dar­über so glück­lich ist, dass sie Fred aber­mals ihre Lie­be gesteht. Als sie spä­ter auf der Büh­ne die wah­ren Hin­ter­grün­de erkennt, ist sie sau­er, spielt wider­spens­ti­ger als vor­ge­se­hen und droht mit dem Abbruch der Vor­stel­lung. Fred hat aber noch ein wei­te­res Pro­blem. Da ein Mit­glied sei­ner Trup­pe (Nils Nöl­ke) Spiel­schul­den unter sei­nem Namen gemacht hat, erschei­nen zwei selt­sa­me oder bes­ser gesagt „zau­ber­haf­te“ Geld­ein­trei­ber (Tho­mas Lep­ping und Jan Bob­row­ski) und bedro­hen ihn. Fred erklärt, er kön­ne ihnen nur die Abend­ein­nah­men zur Ver­fü­gung stel­len, da Lil­li aber nicht wei­ter­spie­len wol­le, sei­en auch die­se gefähr­det. Nun zwin­gen die Gangs­ter Lil­li zum Wei­ter­spie­len und über­wa­chen als Sta­tis­ten den wei­te­ren Ver­lauf der Vor­stel­lung. Mit berech­tig­tem Zorn spielt sich die betro­ge­ne Lil­li gewal­tig in Rage. Lil­li spielt ihre Star­al­lü­ren voll aus.

Super-Gesangs­leis­tung und lang anhal­ten­der Applaus

Geprägt wird die Auf­füh­rung der Frei­licht­büh­ne durch eine Super-Gesangs­leis­tung, die Tim Erl­mann und Kath­rin Kle­ve aus dem Ensem­ble ‚her­aus gekit­zelt‘ haben, schril­le Kos­tü­me im Zei­chen der 80-er Jah­re und eine gran­dio­se Gesamt­leis­tung. Die Pre­mie­ren­zu­schau­er waren begeis­tert und zeig­ten dies mit einem lang anhal­ten­den Applaus. Ein­fach nur wun­der­bar. Mit die­ser Musik­ko­mö­die bringt die Frei­licht­büh­ne wie­der einen Broad­way­klas­si­ker nach Her­drin­gen. Bekann­te Lie­der wie „Wun­der­bar“, „Pre­mie­ren­fie­ber“, „Schlag nach bei Shake­speare “ und noch vie­le mehr wer­den live auf der Büh­ne gesun­gen. Der Zuschau­er wird ent­führt in die wun­der­sa­me Welt des Musi­cals – und das alles dar­ge­stellt und gesun­gen von Ama­teu­ren. Da im Stück auch getanzt wird, haben die Dar­stel­ler Hil­fe und Anlei­tung von der Regis­seu­rin und Cho­reo­gra­phin Patri­cia Hoff­mann erhal­ten.

  • Die Kar­ten­hot­line 02932 39140 ist Mon­tag bis Frei­tag von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie Sams­tag und Sonn­tag von 10 bis 12 Uhr frei­ge­schal­tet.
  • Im Inter­net ist die Buchung rund um die Uhr über www.flbh.de mög­lich.

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