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Franz Stock-Ausstellung aus Arnsberg jetzt in Paris

Die 2012 vom Arnsberger Sauerlandmuseum konzipierte Franz Stock-Ausstellung wird jetzt in Paris gezeigt. (Foto. Franz-Stock-Komitee)
Die 2012 vom Arns­ber­ger Sauer­land­mu­se­um kon­zi­pier­te Franz Stock-Aus­stel­lung wird jetzt in Paris gezeigt. (Foto: Franz-Stock-Komitee)

Arnsberg/Paris. Eine gro­ße Wür­di­gung erfuhr die Aus­stel­lung ‚Franz Stock – und der Weg nach Euro­pa‘, die im Jah­re 2012 im Sauer­land­mu­se­um in Arns­berg vie­le Besu­cher begeis­tert hat­te, jetzt in Frank­reich. Der fran­zö­si­schen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­ti­on des Franz-Stock-Komi­tees, Les Amis de Franz Stock, ist es gelun­gen, die Aus­stel­lung im Rat­haus des XVI. Arron­dis­se­ments, einem der pres­ti­ge­reichs­ten Bezir­ke von Paris, zu zei­gen. Unter der Schirm­herr­schaft der deut­schen Bot­schaf­te­rin in Frank­reich, Dr. Susan­ne Wasum-Rai­ner, eröff­ne­ten am Mon­tag, 4. Mai, der Bür­ger­meis­ter des XVI. Arron­dis­se­ments, Clau­de Goa­s­gu­en, und der neue Vor­sit­zen­den der Amis de Franz Stock, Ste­pha­ne Chme­lew­sky, die Aus­stel­lung. Anwe­send waren neben Ver­tre­tern aus der Poli­tik auch der Bür­ger­meis­ter von Char­tres, Geist­li­che und zahl­rei­che inter­es­sier­te Bür­ger aus Paris, die Stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin von Arns­berg, Rose­ma­rie Gold­ner, und vom Franz-Stock-Komi­tee Tho­mas Bert­ram und Mar­ga­re­the Dennemark.

Franz Stock et la voie vers l’Europe

2014.09.14.Logo.FranzStockkomiteeAuch wenn ver­ständ­li­cher­wei­se die meis­ten Gegen­stän­de aus der Arns­ber­ger Aus­stel­lung nicht gezeigt wer­den kön­nen, so sind doch die Tex­te und die Gestal­tung zu einer Aus­stel­lung von gro­ßer Ein­drucks­kraft geord­net. Ergänzt wer­den die Expo­na­te durch eini­ge Bil­der, die im ver­gan­ge­nen Jahr am Franz-Stock-Gym­na­si­um ent­stan­den waren und die von Ver­tre­tern der Schu­le prä­sen­tiert wur­den. In sei­ner Eröff­nungs­an­spra­che hob Bür­ger­meis­ter Goa­s­gu­en zwei Aspek­te in den Vor­der­grund: Franz Stock habe hat an die deutsch-fran­zö­si­sche Ver­söh­nung geglaubt und habe sich für die­se ein­ge­setzt in einer Zeit, in der die­ses nicht so selbst­ver­ständ­lich war. Er beton­te wei­ter, dass die Aus­stel­lung gera­de zu die­sem Zeit­punkt beson­ders wich­tig sei, in der vie­le Men­schen am Sinn der Euro­päi­schen Uni­on zwei­fel­ten und beson­ders vie­le Fran­zo­sen das Gefühl hät­ten, dass Deutsch­land etwas mehr für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in der EU tun könn­te und des­halb die Gefahr einer gewis­sen Ent­frem­dung entstehe.

Verständigung, Versöhnung und friedliches Zusammenleben

Ste­pha­ne Chme­lew­sky dank­te beson­ders dem Bür­ger­meis­ter für die Erlaub­nis, die­se Aus­stel­lung in sei­nem Rat­haus zei­gen zu dür­fen. Die Aus­stel­lung habe nicht nur den Sinn, einen Blick in die Ver­gan­gen­heit zu wer­fen, son­dern ganz beson­ders am Bei­spiel von Franz Stock zu zei­gen, dass per­sön­li­cher Ein­satz und mensch­li­che Zuwen­dung zu Ver­stän­di­gung, Ver­söh­nung und fried­li­chem Zusam­men­le­ben in unse­rem neu­en Euro­pa not­wen­dig sei­en. Er kenn­zeich­net Franz Stock als einen Men­schen, der Euro­pä­er mit Herz und See­le war, der von einer Ver­söh­nung zwi­schen Frank­reich und Deutsch­land träum­te, schon bevor die EU auf­ge­baut wur­de, und der davon über­zeugt war, dass die gegen­sei­ti­ge Kennt­nis und Wert­schät­zung des Reich­tums bei­der natio­na­ler Kul­tu­ren dazu bei­tra­gen kann. Das Bei­spiel Franz Stock zei­ge, dass bei die­sem bereits in jun­gen Jah­ren deut­lich wur­de, dass ein Auf­ein­an­der-zu-gehe, der Weg sei, zuein­an­der zu fin­den. Damit bezwe­cke die Aus­stel­lung beson­ders, die jun­ge Genera­ti­on zu ermu­ti­gen, auch die­sen Weg einzuschlagen.

2016 nach Straßburg

Eine der Besucherinnen bei der Eröffnung war die Gattin des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Giscard d'Estaing (links). (Foto: Franz-Stock-Komitee)
Eine der Besu­che­rin­nen bei der Eröff­nung war die Gat­tin des ehe­ma­li­gen fran­zö­si­schen Staats­prä­si­den­ten Gis­card d’Es­taing (links). (Foto: Franz-Stock-Komitee)

Auch Gold­ner wie­der­hol­te den Dank. Die Aus­stel­lung habe nicht nur den Sinn, einen Blick in die Ver­gan­gen­heit zu wer­fen, son­dern ganz beson­ders am Bei­spiel von Franz Stock zu zei­gen, dass per­sön­li­cher Ein­satz und mensch­li­che Zuwen­dung zu Ver­stän­di­gung, Ver­söh­nung und fried­li­chem Zusam­men­le­ben in unse­rem neu­en Euro­pa not­wen­dig sei­en. Zur Eröff­nung war eigens ein Ver­tre­ter der Diö­ze­se Straß­burg gekom­men, um zu sie für eine mög­li­che Über­nah­me in die dor­ti­ge Kir­che Saint Mau­rice – Saint Ber­nard anzu­se­hen. Das wird 2016 der Fall sein. Auch der Pas­tor der Gemein­de Saint Jac­ques de Haut Pas, in der das See­len­amt für Franz Stock gehal­ten wor­den war, möch­te sie in die­ser Kir­che zeigen.

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