Auch finanzielle Risiken führt Walter ins Feld. Bei der Beschlussfassung im Kreistag im Juni 2013 sei es um 11,5 Millionen Euro gegangen. Schon jetzt werde ein Finanzvolumen von mindestens 12,7 Millionen Euro vorgeschlagen, weitere Kostenrisiken nicht eingeplant. Betriebskosten von rund einer Million Euro kämen Jahr für Jahr hinzu. Ob Besucherzahlen in der genannten Größenordnung zu erzielen seien, bleibe dahingestellt. Vermietungschancen für den sogenannten Multifunktionsraum würden aufgrund der eingeschränkten Ausstellungsfläche nicht mehr gesehen.
„Anspruch nicht mehr erfüllt“
„Ausstellungen, Ausstellungsmöglichkeiten und Besucherzahlen stehen für uns in einem unmittelbaren Zusammenhang. Eine Reduzierung um rund ein Drittel schränkt diese Möglichkeiten und Erwartungen erheblich ein,“ sagt Walter und zitiert aus der Projektbeschreibung. Anspruch sei es, “ein hochwertiges Zentrum populärer kunst- und kulturgeschichtlicher Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen” zu schaffen, das jährlich rund 50 000 Besucher anziehen sollen. Dafür, so Walter weiter, sei nach den bisherigen Planungen für den Neubau eine Ausstellungsfläche von 740 Quadratmetern vorgesehen, aufgeteilt in drei Ebenen. Der nun vorgegebene Kostenrahmen erlaube aber nur noch 533 Quadratmeter, wobei die Fläche von 56 Quadratmetern im 2. Untergeschoss sich ausstellungsmäßig nur in geringem Umfang nutzen lasse. Sie diene mehr der baulichen Erschließung oder dazu, „die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche positiv auf über 500 Quadratmeter zu heben“.
