Evangelisches Parlament diskutiert gewandelte Familienformen

Hoch­sauer­land­kreis. Die Kreis­syn­ode des Ev. Kir­chen­krei­ses Arns­berg tritt am Sams­tag 15. Juni im Kreis­haus in Mesche­de zusam­men. Das Par­la­ment der elf Kir­chen­ge­mein­den Wicke­de, War­stein, Neheim, Hüs­ten, Sun­dern, Arns­berg, Mesche­de, Ols­berg-Best­wig, Bri­lon, Mars­berg und Mede­bach ver­han­delt im Som­mer inhalt­li­che Schwer­punk­te und im Herbst Finanzthemen.

Diskussion auch über gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Ein Zehn-Stun­den-Tag liegt vor den Abge­ord­ne­ten aus den elf Gemein­den und den Arbeits­be­rei­chen des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Arns­berg, wenn sie am Sams­tag, 14. Juni um 8 Uhr in der Mesche­der Chris­tus­kir­che in einem vom Arns­ber­ger Pfarr­team gestal­te­ten Abend­mahls­got­tes­dienst ihre Som­mer­syn­ode eröff­nen. Danach geht es im Kreis­haus Mesche­de an der Stein­stra­ße schwer­punkt­mä­ßig um die seit andert­halb Jah­ren in der Ev. Kir­che von West­fa­len geführ­te Dis­kus­si­on um gewan­del­te Fami­li­en­for­men und die Auf­ga­ben, die dar­aus für die Kir­che und ihre Gemein­den erwach­sen. In einer Arbeits­grup­pe steht die Beschäf­ti­gung mit dem The­ma “Gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner­schaf­ten/­Re­gen­bo­gen-Fami­li­en“ an. Als Gesprächs­part­ne­rin­nen sind Mit­glie­der der Grup­pe „Les­ben im HSK“ ein­ge­la­den. Sol­len gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re in ein­ge­tra­ge­ner Lebens­part­ner­schaft in Zukunft in einem öffent­li­chen Got­tes­dienst geseg­net wer­den? Hier­zu hat der Theo­lo­gi­sche Aus­schuss ein Papier vor­ge­legt, das zeigt: Im Kir­chen­kreis Arns­berg gibt es Men­schen, die die­se Ver­än­de­rung begrün­det ableh­nen oder ihr begrün­det zustim­men. Der Kreis­syn­odal­vor­stand, der die Geschäf­te des Kir­chen­krei­ses zwi­schen den Syn­oden führt, hat sich in einem Beschluss an die Lan­des­syn­ode für die öffent­li­che Seg­nung und gleich­zei­tig für die Ehe als Leit­bild für alle For­men part­ner­schaft­li­chen Lebens aus­ge­spro­chen. Der Syn­ode wer­den ins­ge­samt vier Vor­la­gen über­ge­ben, die dann in den Pres­by­te­ri­en bear­bei­tet wer­den sol­len. Ihre Stel­lung­nah­men wer­den gesam­melt als Votum an die Lan­des­syn­ode wei­ter­ge­lei­tet, die im Novem­ber in Bie­le­feld tagt.
Nach Gruß­wor­ten von Ver­tre­tern der West­fä­li­schen Lan­des­kir­che, dem Kir­chen­kreis Soest und zum ers­ten Mal von Pater Abra­ham aus der Abtei Königs­müns­ter, wird der Jah­res­be­richt des Super­in­ten­den­ten zur Aus­spra­che gestellt. Freie Sit­ze im Kreis­syn­odal­vor­stand und im Finanz­aus­schuss wer­den durch Wah­len neu besetzt. Die Tagung soll gegen 18 Uhr enden.

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