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Evang. Kreis­syn­ode fasst zukunfts­wei­sen­de Beschlüs­se

Gäste und Einbringende: Alfred Hammer, Benno Petsch (KKA Soest-Arnsberg), Matthias Tast, Stefanie Schumacher, Bernd Göbert, DieterTometten, Volker Schöbel, Christian Korte, Martin Bock, Joachim Steuer. (Foto: KKB)

Gäs­te und Ein­brin­gen­de: Alfred Ham­mer, Ben­no Petsch (KKA Soest-Arns­berg), Mat­thi­as Tast, Ste­fa­nie Schu­ma­cher, Bernd Göbert, Die­ter Tomet­ten, Vol­ker Schö­bel, Chris­ti­an Kor­te, Mar­tin Bock, Joa­chim Steu­er. (Foto: KKB)

Arnsberg/Meschede. Die Herbst­syn­ode des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Arns­berg beschloss am 19. Novem­ber im Kreis­haus in Mesche­de nach weni­gen Rück­fra­gen, mit vier Ent­hal­tun­gen und einer Gegen­stim­me, den Pla­nungs­ent­wurf für die Bil­dung eines neu­en gemein­sa­men Kir­chen­krei­ses bestehend aus den jet­zi­gen Kir­chen­krei­sen Soest und Arns­berg. Damit wur­de das Stel­lung­nah­me­ver­fah­ren in den Kir­chen­ge­mein­den, Arbeits­be­rei­chen und Aus­schüs­sen eröff­net.

Kei­ne Kir­chen­ge­mein­de schlech­ter gestellt

Superintendent Alferd Hammer bringt das Papier der Projektgruppe ein. (Foto: KKB)

Super­in­ten­dent Alferd Ham­mer bringt das Papier der Pro­jekt­grup­pe ein. (Foto: KKB)

Die von einer Pla­nungs­grup­pe erstell­te Mach­bar­keits­stu­die stellt inhalt­lich, per­so­nell, struk­tu­rell und finan­zi­ell fest, dass ein neu­er gro­ßer Kir­chen­kreis funk­tio­nie­ren kann. Die 23 Soes­ter und 11 Arns­ber­ger Kir­chen­ge­mein­den sol­len sich Regio­nen zuord­nen, was sinn­vol­le Schwer­punkt­set­zun­gen und Ver­tre­tungs­re­ge­lun­gen ermög­licht. Die Flä­chen­ge­mein­den im Hoch­sauer­land und die auf­wän­dig zu erhal­ten­de Wie­sen­kir­che wer­den mit Son­der­fonds bedacht. Kei­ne Kir­chen­ge­mein­de wäre durch das vor­ge­schla­ge­ne Finanz­sys­tem schlech­ter gestellt als zur­zeit. Bis 2030 kön­nen alle bestehen­den Pfarr­stel­len erhal­ten blei­ben. Das Modell zei­ge, wie in der Bör­de und im Hoch­sauer­land evan­ge­li­sche Kir­che viel­fäl­tig und sicht­bar ihr Pro­fil leben kann, stell­te Super­in­ten­dent Alfred Ham­mer in sei­ner Ein­brin­gung fest.

Pro­zeß auf Augen­hö­he

Bis zum 31. März soll das Grund­satz­pa­pier in den Gre­mi­en dis­ku­tiert und Ver­än­de­rungs­vor­schlä­ge und Anre­gun­gen  ent­wi­ckelt wer­den. Rück­fra­gen kön­nen auf drei regio­na­len Ver­samm­lun­gen Anfang 2017 bear­bei­tet wer­den. Die Som­mer­syn­ode 2017 kann über die Grün­dung eines neu­en Kir­chen­krei­ses beschlie­ßen. Mit­glie­der des Kreis­syn­odal­vor­stands und Super­in­ten­dent Die­ter Tomet­ten aus Soest erin­ner­ten sich an den Pro­zess­an­fang: Da habe es so aus­ge­se­hen, als kön­ne man nicht zusam­men kom­men. „Doch als wir anfin­gen, die Hin­der­nis­se auf­zu­zei­gen, ent­deck­ten wir Lösun­gen.“ Super­in­ten­dent Alfred Ham­mer ist froh über den Pro­zess auf Augen­hö­he und dank­bar dar­über, „wie gut wir mit­ein­an­der reden und pla­nen kön­nen.“

Ver­wal­tun­gen pla­nen Ver­ei­ni­gung

Verwaltungsleiter Bernd Göbert mit den Verwaltungsleitern der Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn. (Foto: KKB)

Ver­wal­tungs­lei­ter Bernd Göbert mit den Ver­wal­tungs­lei­tern der Kir­chen­krei­se Lüden­scheid-Plet­ten­berg und Iser­lohn. (Foto: KKB)

Ver­wal­tungs­lei­ter Bernd Göbert stell­te ein Kon­zept zur Ver­ei­ni­gung der bei­den Ver­wal­tun­gen der Kir­chen­krei­se Lüden­scheid-Plet­ten­berg und Iser­lohn sowie Soest und Arns­berg vor. Die letz­te­re ist Göberts Ein­schät­zung nach zu klein, um auf Dau­er alle Anfor­de­run­gen effi­zi­ent zu erle­di­gen. Es gebe Schwie­rig­kei­ten, wenn Fach­kräf­te erkran­ken und man­che Arbeits­be­rei­che sei­en knapp besetzt. Mit Joa­chim Steu­er und Vol­ker Schö­bel, den Lei­tern der Ver­wal­tung der Kir­chen­krei­se Iser­lohn und Lüden­scheid-Plet­ten­berg hat er ein Kon­zept ent­wi­ckelt, das regio­na­le Bera­tungs­teams für Per­so­nal, Finan­zen, Gebäu­de und Grund­stü­cke an den drei Stand­or­ten Soest, Iser­lohn und Lüden­scheid vor­hält und Hin­ter­grund­ar­bei­ten wie Per­so­nal­ver­wal­tung und das Buchungs­we­sen an einem zen­tra­len Ort zusam­men­fasst. Die Arbeits­auf­tei­lung setzt Kräf­te frei für Teams, die inno­va­ti­ve Pro­jek­te erar­bei­ten kön­nen. Bernd Göbert ist über­zeugt: „Fach­lich kom­pe­tent“ kön­ne in die­sem gro­ßen Kreis­kir­chen­amt gear­bei­tet wer­den und „nah an den Gemein­den“. Mit vier Ent­hal­tun­gen und viel Zustim­mung für Bernd Göbert stimm­te die Syn­ode der Ver­ei­ni­gung zu. Die Ver­wal­tungs­lei­tun­gen sol­len im Som­mer 2017 einen Sat­zungs­ent­wurf für die Ver­bands­grün­dung vor­le­gen.

Soli­de Finanz­ba­sis

„Die­se Ent­schei­dun­gen fie­len auf einer zur­zeit finan­zi­ell guten Grund­la­ge. Auf­grund der wei­ter­hin posi­ti­ven wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung in Deutsch­land kön­nen mit den Stei­ge­run­gen bei den Kir­chen­steu­er­ein­nah­men die jähr­li­chen Kos­ten­stei­ge­run­gen im kom­men­den Jahr auf­ge­fan­gen wer­den. Nomi­nell ist das Niveau von 1992 wie­der erreicht, aber die rea­le Finanz­kraft ist um ein Drit­tel gesun­ken”, gaben Mat­thi­as Tast, Vor­sit­zen­der des Finanz­aus­schus­ses, und Bernd Göbert zu beden­ken. Bei einem Abschwä­chen des wirt­schaft­li­chen Wachs­tums ist auch wie­der mit sin­ken­den Kir­chen­steu­er­ein­nah­men zu rech­nen. Auf der Grund­la­ge der Haus­halts­pla­nung 2017 der west­fä­li­schen Lan­des­kir­che kann der Kir­chen­kreis mit 5,697 Mio. € an Kir­chen­steu­er­ein­nah­men rech­nen.

Der Arns­ber­ger Finanz­aus­schuss setzt als Plan­zahl eine um 5 Mio. Euro nied­ri­ge­re Kir­chen­steu­er­ein­nah­me in West­fa­len an. Des­halb geht sie in der Haus­halts­pla­nung nur von einer Ver­teil­sum­me von 5,614 Mio. für den Kir­chen­kreis Arns­berg aus. Ein Antrag der Kir­chen­ge­mein­de Neheim, die voll­stän­di­ge Ein­nah­me auf­zu­tei­len, wur­de mit gro­ßer Mehr­heit abge­lehnt. 1,96 Mio. Euro flie­ßen in die Pfarr­be­sol­dungs­kas­se, 291.980 Euro in das Dia­ko­ni­sche Werk, 802.109 Euro in Lei­tung und Ver­wal­tung. Die Arbeits­be­rei­che des Kir­chen­krei­ses bekom­men 383.261 Euro und unter den elf Kir­chen­ge­mein­den wer­den 1.967.900 Euro, rund 120.000 mehr als 2016, ver­teilt. Die Kin­der­gär­ten erhal­ten 204.500 Euro.

Gruß­wor­te und Luther-Bibel

 Iris Ackermann Mitglied des Kreissynodalvorstands, verschenkt Bibeln an Mitglieder der Synode. (Foto: KKB)

Iris Acker­mann Mit­glied des Kreis­syn­odal­vor­stands, ver­schenkt Bibeln an Mit­glie­der der Syn­ode. (Foto: KKB)

Mit Gruß­wor­ten stell­ten sich Lan­des­kir­chen­rat Mar­tin Bock, der neue juris­ti­sche Dezer­nent für den Kir­chen­kreis Arns­berg, und Chris­ti­an Kor­te, der neue Vor­stand der Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg, den Syn­oda­len vor. Bei­de äußer­ten sich gespannt im Hin­blick auf die Zukunfts­pro­zes­se und waren deut­lich erfreut, einen sol­chen Auf­bruch mit­zu­er­le­ben. Der Soes­ter Super­in­ten­dent Die­ter Tomet­ten lob­te die für bei­de Sei­ten frucht­ba­re Zusam­men­ar­beit der Kir­chen­krei­se Soest und Arns­berg.

Ste­fa­nie Schu­ma­cher aus Neheim, Mat­thi­as Tast aus Best­wig und Kath­rin Kop­pe-Bäu­mer aus Mesche­de lie­ßen die Syn­oda­len in Berich­ten an ihren Erfah­run­gen auf der Lan­des­syn­ode in Bie­le­feld teil­ha­ben. Super­in­ten­dent Alfred Ham­mer gab bekannt, dass Hei­ke Holz aus Arns­berg zum 30. Novem­ber aus beruf­li­chen Grün­den ihren Rück­tritt aus dem Kreis­syn­odal­vor­stand ange­kün­digt hat. Er dank­te für ihr Enga­ge­ment. Bei Moni­ka Hun­sin­ger und Peter Fri­cke bedank­te er sich für die Rech­nungs­prü­fung der Kas­sen aus dem Jahr 2015. Allen Syn­oda­len schenk­te er die aktu­el­le Über­ar­bei­tung der Luther-Bibel.

Kath­rin Kop­pe-Bäu­mer

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