
Arnsberg. Ein stiller Moment, der bewegt: In Arnsberg hat der Künstler Gunter Demnig erneut Stolpersteine verlegt – kleine Messingplatten, eingelassen ins Straßenpflaster, die an die Schicksale jüdischer Bürgerinnen und Bürger erinnern, die während der NS-Zeit verschleppt und ermordet wurden.
Viele Menschen waren an den vier Verlegeorten in Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim dabei, als Günther Demnig 19 neue Steine persönlich setzte. Unterstützt wurde die Aktion durch die Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern, die das Projekt mit einer Spende von 8.000 Euro förderte. Diese Förderung ist Teil des satzungsgemäßen Engagements der Stiftung „Diese Steine mahnen, nie zu vergessen, wohin Ausgrenzung und Hass führen können“, sagte Petra Schmitz-Hermes als Vertreterin der Sparkassenstiftung am Rande der Veranstaltung. „Als heimische Stiftung fühlen wir uns nicht nur der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt verpflichtet. Deshalb ist es uns wichtig, lokale Erinnerungsprojekte wie dieses zu unterstützen.“ Zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Arnsberger Schulen beteiligten sich an der Gestaltung und begleiteten die Verlegung durch kleine Beiträge, Musik und Gedenkworte. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Heimatvereine sowie des Heimatbundes Neheim-Hüsten nahmen teil.
Aufwändige Recherchen zur Biografie

Mit der jetzigen Verlegung wächst die Zahl der Stolpersteine in Arnsberg weiter an. Insgesamt erinnern sie inzwischen an 46 Opfer aus der heutigen Stadt. Die aufwändigen Recherchen zur Biografie dieser Menschen wurden in den vergangenen Jahren von einer engagierten Arbeitsgruppe rund um Peter Kleine, Reiner Ahlborn und Michael Gosmann durchgeführt.
Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, an einem der Orte innezuhalten und der Opfer zu gedenken. Die Stadt Arnsberg bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten – besonders bei Gunter Demnig für sein unermüdliches Engagement und bei der Sparkassenstiftung Arnsberg-Sundern für die großzügige Unterstützung. Weitere Informationen zum Projekt „Stolpersteine“ gibt es unter www.stolpersteine.eu
