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Ein­zig­ar­ti­ges Ein­satz-Wör­ter­buch der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt

Die Neheimer Gruppe der Jugendfeuerwehr hat ihr beliebtes Spritz-Spiel aufgebaut. (Foto: Feuerwehr)

Die Nehei­mer Grup­pe der Jugend­feu­er­wehr hat ihr belieb­tes Spritz-Spiel auf­ge­baut. (Foto: Feu­er­wehr)

Neheim. Den Dies Inter­na­tio­na­lis, das Fest der Kul­tu­ren in Arns­berg, nutz­te am Sams­tag, 14. Juni die Arns­ber­ger Feu­er­wehr, um ihr Ein­satz-Wör­ter­buch der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Tau­sen­de Men­schen aus unter­schied­li­chen Kul­tur­krei­sen und mit viel­fäl­ti­gen sprach­li­chen Hin­ter­grün­den fan­den den Weg auf die Nehei­mer Markt­plat­te, die erneut Schau­platz die­ses far­ben­fro­hen mul­ti­kul­tu­rel­len Fes­tes war. Neben den kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Ange­bo­ten, die das Fest zu bie­ten hat­te, prä­sen­tier­te sich auch die Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg.

Jugend­feu­er­wehr-Akti­on und Infor­ma­tio­nen zum bun­des­wei­ten Rauch­mel­der­tag

Die Nehei­mer Grup­pe der Jugend­feu­er­wehr hat­te auch in die­sem Jahr erneut ihr belieb­tes Spritz-Spiel auf­ge­baut und bot damit den klei­nen Fest­be­su­chern die Mög­lich­keit, ein­mal aus­zu­pro­bie­ren, wie man als Feu­er­wehr­mann oder Feu­er­wehr­frau löscht. Die­ses Ange­bot fand regen Zuspruch im jun­gen Publi­kum, und viel­leicht war auch der oder die eine oder ande­re künf­ti­ge Jugend­feu­er­wehr­mann oder Jugend­feu­er­wehr­frau unter den „Gast­lö­schern“.

Zudem wur­den anläss­lich des am Vor­tag began­ge­nen bun­des­wei­ten Rauch­mel­der­ta­ges, der immer an einem Frei­tag dem 13. statt­fin­det, wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über die­se elek­tro­ni­schen Lebens­ret­ter und ihre Instal­la­ti­on gege­ben. Ent­spre­chen­des Info-Mate­ri­al hat­ten die Arns­ber­ger Wehr­leu­te, pas­send zum Anlass, in ver­schie­de­nen Spra­chen vor­rä­tig. Seit dem 1. April 2013 gilt in Deutsch­land eine Rauch­mel­der-Pflicht, die besagt, dass in allen Neu­bau­ten Rauch­mel­der instal­liert wer­den müs­sen. Für Bestands­bau­ten gilt eine Über­gangs­frist bis zum 31. 12. 2016.

Neu­ar­ti­ges Ein­satz-Wör­ter­buch vor­ge­stellt

Zu den Ange­hö­ri­gen der Jugend­feu­er­wehr gesell­ten sich an die­sem Tag auch Mit­glie­der des Arbeits­krei­ses Inte­gra­ti­on der Arns­ber­ger Feu­er­wehr und stell­ten ihr inno­va­ti­ves Ein­satz-Wör­ter­buch der Öffent­lich­keit vor. Die­ses Wör­ter­buch soll Feu­er­wehr-Füh­rungs­kräf­ten, die wäh­rend der Lei­tung eines Ein­sat­zes in Kon­takt mit Men­schen kom­men, die die deut­sche Spra­che nicht oder nur teil­wei­se beherr­schen, eine sprach­li­che Hil­fe­stel­lung an die Hand geben. Es soll sie dazu in die Lage ver­set­zen, in einer sol­chen Situa­ti­on in ver­schie­de­nen Spra­chen die wich­tigs­ten Anwei­sun­gen zu geben und Fra­gen zu stel­len, um die für einen erfolg­rei­chen Ein­satz­ver­lauf erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen zu über­mit­teln und zu erhal­ten. Dabei sind die Fra­ge­stel­lun­gen so for­mu­liert, dass ent­we­der eine „Ja/Nein“-Antwort mög­lich ist, wel­che durch Nicken oder Kopf­schüt­teln gege­ben wer­den kann, oder die Über­mitt­lung der erbe­te­nen Infor­ma­ti­on durch Zei­gen mög­lich ist.

Wör­ter­buch wur­de seit letzt­jäh­ri­gem Dies ent­wi­ckelt

Die Arns­ber­ger Feu­er­wehr hat­te bereits den letzt­jäh­ri­gen Dies Inter­na­tio­na­lis genutzt, um mehr­spra­chi­ge Fest­be­su­cher um Unter­stüt­zung bei der Anfer­ti­gung der Über­set­zun­gen zu hel­fen. Und zahl­rei­che Pas­san­ten erklär­ten sich gern bereit, den Brand­schüt­zern bei die­sem ein­ma­li­gen Pro­jekt sprach­li­che Hil­fe­stel­lung zu leis­ten. Im Nach­gang zu die­ser Ver­an­stal­tung wur­den die Über­set­zun­gen dann durch das Fremd­spra­chen­zen­trum der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld wis­sen­schaft­li­chen vali­diert, und mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der Bür­ger­Stif­tung Arns­berg konn­te das Ein­satz-Wör­ter­buch schließ­lich in den Druck gehen. Am 24. März 2014 konn­te das fer­ti­ge Pro­dukt dann an Bür­ger­meis­ter Vogel über­ge­ben wer­den. Seit dem liegt auf jedem Ein­satz­fahr­zeug der Arns­ber­ger Feu­er­wehr und des Ret­tungs­diens­tes jeweils ein Exem­plar des Wör­ter­buchs, damit es die Ret­tungs­kräf­te im Ein­satz­fall sofort zur Hand haben.

Beim dies­jäh­ri­gen Dies konn­te die Arns­ber­ger Wehr nun die Früch­te ihrer Bemü­hun­gen prä­sen­tie­ren und hat­te an ihrem Infor­ma­ti­ons-Stand eini­ge Exem­pla­re des Wör­ter­buchs zur Ansicht aus­ge­legt. Zahl­rei­che Fest­be­su­cher nutz­ten die Gele­gen­heit und staun­ten dar­über, wie ziel­ge­rich­tet sich die Brand­schüt­zer der Ruhr-Stadt mit den Bedürf­nis­sen ihrer inter­na­tio­na­len „Kund­schaft“ aus­ein­an­der­set­zen.

Arns­ber­ger Wehr prä­sen­tiert Wör­ter­buch beim NRW-Tag in Bie­le­feld

Das erfolg­rei­che Wör­ter­buch, für das sich neben ver­schie­de­nen Medi­en mitt­ler­wei­le Feu­er­weh­ren und Insti­tu­tio­nen aus ganz Deutsch­land inter­es­sie­ren, wird der Arbeits­kreis Inte­gra­ti­on Ende Juni auch beim NRW-Tag in Bie­le­feld einem lan­des­wei­ten Publi­kum vor­stel­len kön­nen, wor­auf die Arbeits­kreis-Mit­glie­der beson­ders stolz sind. Hier­für wird der­zeit eine zwei­te über­ar­bei­te­te Auf­la­ge des Nach­schla­ge­werks gedruckt, in der die Laut­schrift, die die Aus­spra­che der fremd­spra­chi­gen Fra­gen und Anwei­sun­gen ermög­licht, noch­mals opti­miert wur­de. Bei die­ser Über­ar­bei­tung erhielt die Arns­ber­ger Wehr kos­ten­lo­se Unter­stüt­zung von einem Über­set­zer-Büro aus Soest, das sich dan­kens­wer­ter­wei­se in den Dienst der guten Sache stell­te.

Die aktu­el­le zwei­te Auf­la­ge des Ein­satz-Wör­ter­buchs der Feu­er­wehr Arns­berg, das als Best Prac­tice-Bei­spiel kos­ten­los von ande­ren inter­es­sier­ten Feu­er­weh­ren nach Geneh­mi­gung durch die Arns­ber­ger Wehr genutzt wer­den kann, steht auf der Home­page der Feu­er­wehr Arns­berg unter www.feuerwehr-arnsberg.de in der Rubrik „Wir über uns“ => „Down­loads“ zum Her­un­ter­la­den zur Ver­fü­gung.

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