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„Einbruchsradar“ der Polizei funktioniert über eine App: Hinweise und Prognosen

Kreis/Land NRW. Von jetzt an infor­miert die nord­rhein-west­fä­li­sche Poli­zei die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger per App über Ein­bruchs­ge­sche­hen in ihrer Nach­bar­schaft. Die Anwen­dung lie­fert Infor­ma­tio­nen zu frü­he­ren Taten sowie auf die­ser Basis Pro­gno­sen zu Ein­bruchs­wahr­schein­lich­kei­ten. Dar­über hin­aus beinhal­tet die App wich­ti­ge Prä­ven­ti­ons­hin­wei­se. So kön­nen sich die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer dar­über infor­mie­ren, wie sie ihre Woh­nun­gen bes­ser vor Ein­bre­chern sichern und wer­den an die regio­na­len Bera­tungs­stel­len der Poli­zei ver­wie­sen. Das teilt das Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des NRW in einer Mit­tei­lung für die Öffent­lich­keit mit.

Info über Risiko in der Nachbarschaft

„Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sol­len sich über das Risi­ko in ihrer Nach­bar­schaft infor­mie­ren kön­nen. Das schärft die Sin­ne und beugt vor. Nur wer sich einer Gefahr bewusst ist, kann sich davor schüt­zen“, sag­te Minis­ter Her­bert Reul. Das Ange­bot wur­de gemein­sam mit der Pro­vin­zi­al-Ver­si­che­rung und Fraun­ho­fer FOKUS ent­wi­ckelt und ist eine neue Funk­ti­on der bereits bestehen­den „Mehr­Wet­ter-App“, die von der Ver­si­che­rung betrie­ben wird. Außer­dem wer­den bestimm­te Funk­tio­nen in die App „KAT­WARN“ eingebunden.

Einbindung in App „KATWARN“

Auch wenn die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che in Nord­rhein-West­fa­len in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich sinkt – laut poli­zei­li­cher Kri­mi­nal­sta­tis- tik 2019 auf zuletzt rund 27.000 – ist ihre Bekämp­fung immer noch ein Schwer­punkt der Poli­zei. „Ein Ein­bruch ist für die Opfer oft ein sehr belas­ten­des Erleb­nis. Häu­fig ist ihr Sicher­heits­ge­fühl erschüt­tert, mit gra­vie­ren­den psy­chi­schen Fol­gen. Des­halb dür­fen wir uns nicht auf den guten Zah­len aus­ru­hen, son­dern müs­sen wei­ter dran­blei­ben“, so Reul weiter.

Push-Mitteilung jeden Montag

Die Pro­gno­se kommt in der Regel als Push-Mit­tei­lung an jedem Mon­tag für die vor­ab vom User in der App fest­ge­leg­ten Orte, sofern tem­po­rär und regio­nal eine erhöh­te Ein­bruchs­wahr­schein­lich­keit pro­gnos­ti­ziert wur­de und hat eine Gül­tig­keit von einer Woche. Auf einer Stadt­kar­te erfolgt zudem die Dar­stel­lung der zurück­lie­gen­den Tat­or­te. Die Dar­stel­lung beinhal­tet jedoch nur die gro­be Ver­tei­lung der Tat­or­te, sodass kei­ne Rück­schlüs­se auf kon­kre­te Adres­sen mög­lich sind. Die­se „Heat­map“ wird ein­mal im Monat aktualisiert.

Funkionen zunächst begrenzt – HSK noch nicht dabei

Zunächst sind die Funk­tio­nen der App ört­lich auf den Zustän­dig­keits­be­reich der 16 Kri­mi­nal­haupt­stel­len der nord­rhein- west­fä­li­schen Poli­zei begrenzt. Dazu zäh­len die Poli­zei­prä­si­di­en Aachen, Bie­le­feld, Bochum, Bonn, Dort­mund, Düs­sel­dorf, Duis- burg, Essen, Gel­sen­kir­chen, Hagen, Köln, Kre­feld, Mön­chen­glad­bach, Müns­ter, Reck­ling­hau­sen und Wuppertal.

Ziel der Soft­ware ist es, die Prä­ven­ti­on wei­ter zu stär­ken und die Bevöl­ke­rung mit einem moder­nen Ansatz für das The­ma Ein­bruchs­dieb­stahl zu sen­si­bi­li­sie­ren. Auf die­se Wei­se wird das bereits bestehen­de Ange­bot der poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on sinn­voll ergänzt.

Aufklärung der Bevölkerung und Prävention

Die Apps dazu gibt es kos­ten­los im App Store und im Goog­le Play Store. Am 30. Novem­ber 2020 wer­den erst­ma­lig Pro­gno­sen veröffentlicht.

(Quel­le: Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des NRW)

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