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Ein „Starterpaket“ als schnelle Hilfe in der Not

Neu­es Spen­den­pro­jekt: Anto­nia Vogt, Lei­te­rin der Bera­tungs­stel­le, packt die nächs­te Tasche für Men­schen ohne Woh­nung. Foto: drh/Tobias Schneider

Arns­berg. Mit einer neu­en Akti­on möch­te die Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg Men­schen unter­stüt­zen, die kein fes­tes Dach über dem Kopf haben: Sie stat­tet Men­schen ohne Woh­nung mit einem soge­nann­ten „Star­ter­pa­ket“ aus. Dabei han­delt es sich um eine Stoff­ta­sche, in der sich wich­ti­ge Din­ge des täg­li­chen Bedarfs befin­den, zum Bei­spiel eine Decke, ein Kopf­kis­sen, Sei­fe oder Sham­poo. Finan­ziert wird das Pro­jekt über Spen­den – jeder kann mit­ma­chen. „Gera­de zum Beginn der kal­ten Jah­res­zeit möch­ten wir die Gesell­schaft stär­ker für das The­ma Woh­nungs­lo­sig­keit sen­si­bi­li­sie­ren“, erklärt Initia­to­rin Anto­nia Vogt, Lei­te­rin der „Bera­tungs­stel­le für Per­so­nen in beson­de­ren sozia­len Schwie­rig­kei­ten“ in Arns­berg. „Jeder von uns kann plötz­lich in eine Not­si­tua­ti­on gera­ten, aus der er ohne Unter­stüt­zung nicht mehr herausfindet.“

Offenes Ohr in Beratungsstelle

In der Bera­tungs­stel­le fin­den Rat­su­chen­de ein offe­nes Ohr, die kein Zuhau­se mehr haben oder Gefahr lau­fen, ihre Woh­nung zu ver­lie­ren. Gemein­sam mit spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten kön­nen sie hier eine indi­vi­du­el­le Lösung für ihre Situa­ti­on ent­wi­ckeln. Zudem haben sie die Mög­lich­keit, Ruhe zu fin­den, Kraft zu tan­ken und ande­re zu tref­fen, denen es ähn­lich geht. Manch­mal aber reicht eine Bera­tung nicht aus: Dann ist schnel­le Hil­fe in der Not erforderlich.

Schlaf­plät­ze gibt es in der Bera­tungs­stel­le nicht: Zum Über­nach­ten wer­den die Men­schen ohne Woh­nung des­halb in eine Unter­kunft der Stadt Arns­berg ver­mit­telt. „Wenn die Betrof­fe­nen dort ankom­men, haben sie oft nicht mal das Nötigs­te bei sich“, weiß Anto­nia Vogt. An die­ser Stel­le setzt das Pro­jekt an: „Mit den Taschen möch­ten wir in die­ser Situa­ti­on unkom­pli­ziert und wir­kungs­voll hel­fen. Ziel ist es, den Men­schen ein Stück ihrer Wür­de zurückzugeben.“

Ein Stück Würde zurückgeben

Bis­her haben Anto­nia Vogt und ihr Team 25 Star­ter­pa­ke­te geschnürt. Nur zehn Euro kos­tet eine Tasche, die über ein Spen­den­por­tal bei der Bank für Kir­che und Dia­ko­nie erwor­ben wer­den kann und dann an einen Mann oder eine Frau ohne Woh­nung wei­ter­ge­lei­tet wird. „Schon mit einer ver­gleichs­wei­se klei­nen Sum­me kann also jeder einem Men­schen in einer aku­ten Not­si­tua­ti­on hel­fen“, erläu­tert Anto­nia Vogt. Für eini­ge Taschen ist bereits gespen­det wor­den, vie­le wei­te­re sol­len fol­gen, wenn es nach der Initia­to­rin geht. Die ers­ten Emp­fän­ge­rin­nen und Emp­fän­gern hät­ten sich über die Taschen sehr gefreut, berich­tet Vogt. „Des­halb hof­fen wir, dass noch vie­le Men­schen unse­re neue Spen­den­ak­ti­on unterstützen.

  • Das Spen­den­kon­to bei der Bank für Kir­che und Dia­ko­nie lau­tet: IBAN  DE10 3506 0190 2114 8160 38, BIC  GENODED1DKD
  • Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es auch über einen Spen­den­but­ton auf der Web­site www.diakonie-ruhr-hellweg.de.

Beratungsstelle an der Ruhrstraße

Zur Bera­tungs­stel­le für Per­so­nen in beson­de­ren Sozia­len Schwie­rig­kei­ten: Kei­ne Arbeit, kei­ne Woh­nung, kein Geld: Das sind Not­si­tua­tio­nen, in die jeder Mensch gera­ten kann. Wer kein Dach über dem Kopf hat oder in Gefahr steht, sei­ne Woh­nung zu ver­lie­ren, fin­det in der Bera­tungs­stel­le in Arns­berg Bera­tung und eine siche­re Anlauf­stel­le. Das Team der Bera­tungs­stel­le unter­stützt Rat­su­chen­de unter ande­rem bei der Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes, der Suche nach einer Woh­nung oder bei der Kon­takt­auf­nah­me zu ande­ren Sozia­len Diens­ten, Bera­tungs­stel­len und Behör­den. In den Räu­men in der Ruhr­stra­ße 74 b in Arns­berg kön­nen die Rat­su­chen­den sich mit Men­schen in ähn­li­cher Situa­ti­on aus­tau­schen, duschen, eine Wasch­ma­schi­ne oder das Inter­net nutzen.

drh

 

 

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