Duo-Abend im Schloss Melschede: Vier Hände, große Werke

Sun­dern. Das För­der­ver­ein Schloss Mel­sche­de für Kunst und Kul­tur e.V. lädt zu einem beson­de­ren Kon­zert­abend ein: Am Sonn­tag, 15. März 2026, sind die Pia­nis­ten Miho­ko Mor­i­na­ga und Arnulf von Arnim um 17 Uhr im Schloss Mel­sche­de zu Gast. Auf dem Pro­gramm steht Kla­vier­mu­sik zu vier Hän­den – mit Wer­ken von Mozart, Schu­bert und Brahms.

Hausmusik und Meisterwerke

Vier­hän­di­ge Kla­vier­mu­sik galt lan­ge als typi­sche Haus­mu­sik­gat­tung ohne gro­ße Ansprü­che. Doch Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel: Vor allem Wolf­gang Ama­de­us Mozart und Franz Schu­bert haben die­ser Beset­zung wah­re Meis­ter­wer­ke anver­traut. Zu hören sind unter ande­rem Mozarts Sona­te C‑Dur KV 521 sowie Schu­berts Ron­do e‑Moll.

Die „Schallplatte“ des 19. Jahrhunderts

Eine beson­de­re Rol­le spiel­te die vier­hän­di­ge Fas­sung in der sin­fo­ni­schen Musik. Lan­ge bevor es Ton­auf­nah­men gab, war sie das zen­tra­le Medi­um, um gro­ße Orches­ter­wer­ke einem brei­ten Publi­kum zugäng­lich zu machen – gewis­ser­ma­ßen die „Schall­plat­te“ des 19. Jahrhunderts.

So leg­te Johan­nes Brahms gro­ßen Wert dar­auf, die vier­hän­di­ge Ver­si­on sei­ner 1. Sin­fo­nie selbst zu bear­bei­ten. Die iro­nisch als „Kat­ter Mäng“ (quat­re mains) bezeich­ne­te Fas­sung soll­te das Werk bekannt machen. Auch wenn sie nicht alle Orches­ter­far­ben erset­zen kann, rückt sie doch die Struk­tur und das dra­ma­ti­sche Innen­le­ben des Wer­kes beson­ders in den Fokus. In Mel­sche­de erklingt die ori­gi­na­le vier­hän­di­ge Fas­sung der Sin­fo­nie Nr. 1 c‑Moll op. 68.

Jahrzehntelange musikalische Partnerschaft

Miho­ko Mor­i­na­ga und Arnulf von Arnim ver­bin­det seit vie­len Jahr­zehn­ten eine enge musi­ka­li­sche Zusam­men­ar­beit. Nach zahl­rei­chen gemein­sa­men Auf­trit­ten, unter ande­rem in Japan, ist es nun gelun­gen, das Duo für einen Kon­zert­abend im Schloss Mel­sche­de zu gewinnen.

Karten und Vorverkauf

Der Ein­tritt beträgt 30 Euro. Kar­ten kön­nen vor­be­stellt wer­den bei Nad­ja Schul­te, Schloss Mel­sche­de, tele­fo­nisch unter 02935–1328 (Nach­richt auf dem Anruf­be­ant­wor­ter) oder per E‑Mail an info@schloss-melschede.de. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.schloss-melschede.de.

 

 

 

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