Donatorenfeier 2022: Arnsberg feiert die Waldschenkung durch Graf Gottfried

Arns­berg. Die Stadt Arns­berg rich­tet auch in die­sem Jahr die tra­di­tio­nel­le Dona­to­ren­fei­er aus am Sams­tag, 10. Sep­tem­ber, und erin­nert damit an die Wald­schen­kung durch Graf Gott­fried IV. von Arns­berg mit sei­ner Ehe­frau Anna an die dama­li­ge Stadt Neheim. Im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten fin­den all­jähr­lich ein Got­tes­dienst, das gemein­sa­me Dona­to­ren­mahl und die öffent­li­che Stüt­chen­ver­tei­lung in Neheim und Hüs­ten durch Rats­mit­glie­der der Stadt Arns­berg statt.

Zuvor fährt am Frei­tag, 9. Sep­tem­ber, eine Abord­nung aus der Stadt Arns­berg zur Kranz­nie­der­le­gung im Köl­ner Dom, denn hier ist Graf Gott­fried als ein­zi­ger welt­li­cher Herr­scher beer­digt wor­den. Die Orga­ni­sa­ti­on hat der Jäger­ver­ein übernommen.

Anmeldungen zum Donatorenmahl – Spenden erbeten

Auch weit über 600 Jah­re nach der Schen­kung bringt die Stadt ihrem gro­ßen Dank zum Aus­druck und rich­tet die „gesel­li­ge Zusam­men­kunft“, das Dona­to­ren­mahl zu Ehren des Gra­fen­paa­res aus. Um 15 Uhr wird zum Dank­got­tes­dienst in den Sauer­län­der Dom St. Johan­nes Bap­tist eingeladen.

Öffentliche Stütchenverteilung

Wei­te­re Bestand­tei­le der Dona­to­ren­fei­er­lich­kei­ten sind die öffent­li­che Stüt­chen­ver­tei­lung und das Graf-Gott­fried-Spiel, eben­falls am 10. Sep­tem­ber: In Neheim führt um 10 Uhr eine Thea­ter­grup­pe der Graf-Gott­fried-Schu­le am Fre­se­ken­hof in Neheim das Graf-Gott­fried-Spiel auf. Anschlie­ßend ver­tei­len Rats­mit­glie­der die tra­di­tio­nel­len Stüt­chen an Kin­der und Erwach­se­ne. In Hüs­ten füh­ren um 10.30 Uhr Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Müh­len­berg-Schu­le ihr Graf-Gott­fried-Spiel auf dem Kirch­platz auf. Auch hier wer­den anschlie­ßend die Stüt­chen durch Rats­mit­glie­der ver­teilt. Hier­zu sind alle Arnsberger*innen ganz herz­lich eingeladen.

Hintergrund:

Im Jahr 1368 schenk­te Graf Gott­fried IV. von Arns­berg mit sei­ner Ehe­frau Anna der Stadt Ne-heim einen Wald, den heu­ti­gen Stadt­wald. Dabei dach­te er durch­aus eigen­nüt­zig: Zum einen soll­ten die Bür­ger der Stadt all­jähr­lich für Ihn und sei­ne Gemah­lin beten und eine „gesel­li­ge Zusam­men­kunft“ abhal­ten. Zum ande­ren war die Wald­schen­kung ein Teil mit­tel­al­ter­li­cher Struk­tur­po­li­tik. Der Wald sicher­te lang­fris­tig das Wohl­erge­hen der Stadt. Sein Ertrag soll­te u.a. zum Unter­halt der Stadt­mau­er genutzt wer­den. Eine befes­tig­te, gut funk­tio­nie­ren­de Stadt war im Mit­tel­al­ter ein Mit­tel der Herrschaftssicherung.

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: Stadt Arnsberg)

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