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Diakonie stärkt Angebote für Menschen mit Demenz

Stell­ten das Pro­jekt Café Aus­zeit vor: von links Cor­ne­lia Hel­mert (Lei­tung „Haus zum Guten Hir­ten“), Jochen Laible (Fach­be­reich „Pfle­ge und Gesund­heit“), Mari­on Struß (Ehren­amt­li­che), Mar­ti­na Fuchs (Fach­be­reich „Pfle­ge und Gesund­heit“), Vor­stand Chris­ti­an Kor­te, Bir­git Krü­ger (Lei­tung Sozia­ler Dienst) mit Mar­tin Polenz (Stadt Arns­berg). Foto: drh

Arns­berg. Die Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg star­tet Ende Juni ein beson­de­res Betreu­ungs­an­ge­bot für Men­schen mit Demenz. Zunächst jeweils frei­tags von 14 bis 17 Uhr öff­net das „Café Aus­zeit“ am Senio­ren­zen­trum „Haus zum Guten Hir­ten“ sei­ne Türen. Ein Team aus spe­zi­ell geschul­ten ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ten­den bie­tet den demen­zi­ell erkrank­ten Gäs­ten gemein­sa­mes Sin­gen, Erin­ne­rungs­ar­beit, künst­le­ri­sche Akti­vi­tä­ten und vie­les mehr in gesel­li­ger Atmo­sphä­re an. Bei einer Tas­se Kaf­fee erge­ben sich zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten zum Gespräch.

Kleine Auszeit für pflegende Angehörige

„Das Café Aus­zeit soll Betrof­fe­ne dabei unter­stüt­zen, vor­han­de­ne Res­sour­cen zu erhal­ten oder neu zu ent­de­cken“, erklär­te Dia­ko­nie-Vor­stand Chris­ti­an Kor­te am Mon­tag bei einem Pres­se­ge­spräch. „Die Ange­bo­te wer­den stets an die Mög­lich­kei­ten und Bedürf­nis­se der Gäs­te ange­passt.“ Ein wei­te­res Ziel des Pro­jek­tes ist es, pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge zu ent­las­ten. „Die Betreu­ung eines Men­schen mit Demenz ist eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, die zeit­lich und emo­tio­nal bean­spru­chend ist. Eige­ne Inter­es­sen kön­nen da leicht in den Hin­ter­grund gera­ten. An die­sem Punkt setzt unser Pro­jekt an“, erklärt Koor­di­na­tor Jochen Laible. Wäh­rend das Café Aus­zeit läuft, haben die Ange­hö­ri­gen die Mög­lich­keit, ihre Zeit frei zu gestal­ten. „Ob Ein­kau­fen, Fahr­rad fah­ren oder Unter­neh­mun­gen mit Freun­den: Nach so einer klei­nen Aus­zeit ist es oft deut­lich leich­ter, den Anfor­de­run­gen des All­tags gerecht zu wer­den“, fügt der  Demenz­ex­per­te aus dem Fach­be­reich Pfle­ge und Gesund­heit hinzu.

Gute Erfahrungen in Unna

Im Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Unna betreibt die Dia­ko­nie mit dem „Café Yes­ter­day“ bereits ein ähn­li­ches Pro­jekt – mit Erfolg. „Wir haben damit gute Erfah­run­gen gemacht, das nied­rig­schwel­li­ge Ange­bot  kommt gut bei den Men­schen an. Des­halb freu­en wir uns, es nun in einer wei­te­ren Stadt auf den Weg zu brin­gen“, sagt Laibles Kol­le­gin Mar­ti­na Fuchs. Bei der Suche nach einem geeig­ne­ten Domi­zil fiel die Wahl schnell auf die Räu­me am idyl­lisch gele­ge­nen Senio­ren­zen­trum am Gins­ter­weg 27. „Das Haus zum Guten Hir­ten ist eine bekann­te Adres­se in Arns­berg. Durch die Nähe von Pfle­ge­heim und Café Aus­zeit bie­ten sich viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten zum Aus­tausch“, sagt Heim­lei­te­rin Cor­ne­lia Helmert.

Stärkung für das Quartier

Mar­tin Polenz von der Fach­stel­le „Zukunft Alter“ der Stadt Arns­berg lob­te bei dem Pres­se­ge­spräch das Café Aus­zeit. „Ich hof­fe, es fin­det vie­le Inter­es­sen­ten“, sag­te er. Die Dia­ko­nie stär­ke mit dem wohn­ort­na­hen Ange­bot das Quar­tier rund um das Haus zum Guten Hir­ten. Ange­bo­te wie das Café Aus­zeit mach­ten Men­schen mit Demenz und ihren Ange­hö­ri­gen deut­lich, dass sie nicht allein sei­en, dass es Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten ganz in ihrer Nähe gebe.

Zum Auftakt am 23. Juni ist Tag der offenen Tür

Wer sei­nen Ange­hö­ri­gen für das Café Aus­zeit anmel­den möch­te, soll­te sich an die  Dia­ko­nie unter Tele­fon 02931 96383–62 wen­den. Je nach den indi­vi­du­el­len Vor­aus­set­zun­gen der Gäs­te über­nimmt die Pfle­ge­kas­se die Betreu­ungs­kos­ten. Auch ein Fahr­dienst wird ange­bo­ten. Zum Auf­takt ist am Frei­tag, 23. Juni, ein Tag der offe­nen Tür geplant: Von 14 bis 17 Uhr kön­nen sich Men­schen mit Demenz, Ange­hö­ri­ge und Betreu­en­de oder Men­schen, die sich ehren­amt­lich enga­gie­ren möch­ten, im per­sön­li­chen Gespräch infor­mie­ren. Neben ihren regel­mä­ßi­gen Ange­bo­ten gestal­tet die Dia­ko­nie vie­le wei­te­re indi­vi­du­el­le Unterstützungsmöglichkeiten.

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