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Der Girls’ Day will gut vor­be­rei­tet sein

Beim Girls' day können Mädchen in die sogenannten MINT-Berufe hineinschnuppern. (Foto:  Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de)

Beim Girls’ day kön­nen Mäd­chen in die soge­nann­ten MINT-Beru­fe hin­ein­schnup­pern. (Foto: Ste­pha­nie Hof­schla­e­ger / pixelio.de)

Arns­berg. Am Don­ners­tag, 27. März wer­den wie­der tau­sen­de Mäd­chen der Klas­sen 5 bis 10 aller Schul­for­men aus dem Hoch­sauer­land in tech­ni­sche Beru­fe schnup­pern. Ob auf Bau­stel­len, in Pro­duk­ti­ons­hal­len, in Labo­ren oder ande­ren Insti­tu­tio­nen wer­den sie häm­mern, unter­su­chen, fei­len und prak­ti­sche Erfah­run­gen sam­meln.  Damit der Girls´Day aber auch tat­säch­lich ein Gewinn für alle wird, fand eine Fach­ta­gung „Gewin­nung von Frau­en für MINT-Beru­fe“ (MINT steht für Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaft und Tech­nik) im Berufs­bil­dungs­zen­trum der Hand­werks­kam­mer in Arns­berg statt. Auf Ein­la­dung des regio­na­len Girls´Day-Netzwerkes infor­mier­te Eli­sa­beth Schöpp­ner, Pro­jekt­lei­te­rin der bun­des­wei­ten Koor­di­nie­rungs­stel­le Girls´Day dar­über, wie die­ses wich­ti­ge Instru­ment der Per­so­nal­ge­win­nung erfolg­reich gestal­tet wer­den kann.

Fast 30 Pro­zent der Girls kom­men wie­der für Prak­ti­kum oder Aus­bil­dung

Die nach­hal­ti­ge Wir­kung des Girls´Day macht sich auch in den Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen bemerk­bar: Fast 30 Pro­zent gaben  an, dass sich nach dem Akti­ons­tag Girl­s’Day-Teil­neh­me­rin­nen um ein Prak­ti­kum oder eine Aus­bil­dung bei ihnen bewor­ben haben.  „Auch an den Schu­len zeigt sich, dass die gen­der­spe­zi­fi­sche Berufs­ori­en­tie­rung in den letz­ten Jah­ren immer mehr Gewicht bekom­men hat. Gaben 2004 nur 21,1 Pro­zent der befrag­ten Schu­len an, dass ihr Schul­pro­fil einen Schwer­punkt zur Berufs­ori­en­tie­rung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit beson­de­rer Berück­sich­ti­gung gen­der­spe­zi­fi­scher Aspek­te beinhal­tet, lag die Zahl im Jahr 2013 bei 41,4 Pro­zent,“ so Eli­sa­beth Schöpp­ner.

Fach­ta­gung im Vor­feld des Girls´Day am 27. März

Gute Zukunfts­per­spek­ti­ven für Mäd­chen sah Chris­toph Dol­le, stell­ver­tre­ten­der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len, im Bereich des Hand­wer­kes. Auf­stiegs- und Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten sei­en aller­dings oft gar nicht bekannt. Daher sei der Girls´Day ein wich­ti­ges Instru­ment, um Kon­tak­te zum Hand­werk zu knüp­fen und ers­te Erfah­run­gen zu sam­meln.  Petra Gold­fuß vom DGB und Cor­ne­lia Hom­feldt von der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest sehen in der ziel­grup­pen­spe­zi­fi­schen Anspra­che Hand­lungs­be­darf. Es gebe nun ein­mal Unter­schie­de zwi­schen Män­nern und Frau­en und die­se spie­len bei der Berufs­wahl eine erheb­li­che Rol­le. Daher haben sie gemein­sam mit dem regio­na­len Girls´Day-Netzwerk die Fach­ta­gung „Gewin­nung von Frau­en für MINT-Beru­fe“ für Aus­bil­dungs­be­trie­be, Per­so­nal- und Aus­bil­dungs­ver­ant­wort­li­che, Mit­ar­bei­ten­de für Öffent­lich­keits­ar­beit und alle, die jun­ge Frau­en auf dem Weg in den Beruf beglei­ten, orga­ni­siert. Cor­ne­lia Lins von der Kom­pe­tenz­werk­statt MINT-Frau­en gab zahl­rei­che Hin­wei­se, wie tech­ni­sche Beru­fe in Print- und Online­me­di­en inter­es­sant dar­ge­stellt wer­den kön­nen. In anschlie­ßen­den Work­shops konn­ten die Teil­neh­men­den Stel­len­an­zei­gen, Kar­rie­re­sei­ten sowie Ver­an­stal­tun­gen ana­ly­sie­ren und attrak­ti­ve For­ma­te für tech­nik­in­ter­es­sier­te Mäd­chen und Frau­en kon­zi­pie­ren.

 „Gewin­nung von Frau­en für MINT-Beru­fe“

„Dass die Ver­an­stal­tung auf so gro­ßes Inter­es­se unter­schied­lichs­ter Teil­neh­mer­krei­se gesto­ßen ist, zeigt uns, dass die Bedeu­tung der Gewin­nung von Frau­en für MINT-Beru­fe nicht nur unter dem Gesichts­punkt der Fach­kräf­te­si­che­rung in unse­rer Regi­on ange­kom­men und für alle Betei­lig­ten ein wich­ti­ges The­ma ist“, so Cor­ne­lia Hom­feldt.  Das regio­na­le Netz­werk bie­tet bei Bedarf an, auch wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen zur The­ma­tik zu orga­ni­sie­ren.

Cornelia Homfeldt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.. /Foto: AA)

Cor­ne­lia Hom­feldt, Beauf­trag­te für Chan­cen­gleich­heit am Arbeits­markt. /Foto: AA)

Ange­bo­te auf dem Girls´Day-Radar oder in der Nach­bar­schaft fra­gen

Zunächst steht der Girls´Day am 27. März an. Damit inter­es­sier­te Mäd­chen auch wis­sen, wo es Ange­bo­te für den Girls‚Day gibt, wer­den die Unter­neh­men gebe­ten, ihr Ange­bot auf dem Girls´Day-Radar unter www.girls-day.de ein­zu­tra­gen. Mäd­chen kön­nen aber auch – nach vor­he­ri­ger Abspra­che – mit ihren Eltern, Ver­wand­ten und Bekann­ten am Girls´Day an deren Arbeits­plät­zen tech­ni­sche Beru­fe erle­ben. Natür­lich ist es auch mög­lich, auf dem kur­zen Weg bei den Betrie­ben in der Nach­bar­schaft nach­fra­gen, ob sie dort ihren Girls‚Day ver­brin­gen kön­nen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen für Mäd­chen, Eltern, Unter­neh­men und Schu­len sind unter www.girls-day.de abruf­bar. Ansprech­part­ne­rin ist die Beauf­trag­te für Chan­cen­gleich­heit am Arbeits­markt der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest, Cor­ne­lia Hom­feldt, erreich­bar unter 0291 204–609.

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