Das gro­ße Lob des ehren­amt­li­chen Denkmalschutzes

Bürgermeister Hans-Josef Vogel, stellv. Landrat Michael Schult, Propst Hubertus Böttcher, Regionalbotschafter Johannes Hibbeln von der NRW-Stiftung sowie Arnsbergs Denkmalpfleger Rralf Herbrich im Glashaus vor der Fachwerkkonstruktion des dritten Gartenhäuschens, das dort noch eine Woche besichtigt werden kann, bevor es am 6. April feierlich an seinen neuen Standort in den Bürgergärten getragen wird. (Foto: oe)
Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel, stellv. Land­rat Micha­el Schult, Propst Huber­tus Bött­cher, Regio­nal­bot­schaf­ter Johan­nes Hib­beln von der NRW-Stif­tung sowie Arns­bergs Denk­mal­pfle­ger Ralf Her­brich im Glas­haus vor der Fach­werk­kon­struk­ti­on des drit­ten Gar­ten­häus­chens, das dort noch eine Woche besich­tigt wer­den kann, bevor es am 6. April fei­er­lich an sei­nen neu­en Stand­ort in den Bür­ger­gär­ten getra­gen wird. (Foto: oe)

Arns­berg. „Unser Denk­mal. Wir machen mit“ ist eine Wan­der­aus­stel­lung. Eine Aus­stel­lung, die im lau­fe des letz­ten Jah­res schon in Düs­sel­dorf, Köln, Müns­ter und zuletzt in Ober­hau­sen war. Den­noch ist die Aus­stel­lung eine ganz spe­zi­el­le und beson­de­re, wie Ralf Her­brich, der Denk­mal­pfle­ger der Stadt Arns­berg bei sei­ner Ein­füh­rung beton­te. Denn der all­ge­mei­ne Teil wird ergänzt durch das, was elf im Denk­mal­schutz akti­ve Arns­ber­ger Ver­ei­ne und Initia­ti­ven gemein­sam auf die Bei­ne gestellt haben, einen eige­nen Aus­stel­lungs­teil, ein Begleit­pro­gramm, in dem bis zum Abschluss­fest am 18. Mai „fast jeden Tag“ etwas los ist, und durch einen „wun­der­ba­ren Film“, den Man­fred Haupt­hoff über die Arbeit der elf Ver­ei­ne gedreht hat.

„Arns­berg ist eine Denkmalinitiativenstadt“

2014.03.30.Logo.DenkmalBei strah­len­dem Son­nen­schein und über 100 Gäs­ten im Weding­hau­ser Klos­ter­hof, bei zum The­ma pas­sen­den Gesangs­dar­bie­tun­gen vom über 200 Jah­re alten Arns­ber­ger Ora­to­ri­en­chor freu­te sich auch Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel. Arns­berg sei nicht nur eine Denk­mal­stadt, son­dern auch eine Denk­ma­lin­itia­ti­ven­stadt und Denk­mal­ver­ei­ne­stadt. „Ein gro­ßes Kom­pli­ment für ihre Arbeit,“ sag­te er an die Adres­se der elf Ver­ei­ne und dank­te ihnen für ihren Kampf gegen die Zeit und deren Verschleißerscheinungen.dafür, dass Ver­gan­gen­heit leben­dig und Geschich­te erleb­bar bleibt, aber auch für den Erhalt tou­ris­ti­scher Wer­te. Und Vogel beton­te die drei gro­ßen E der ehren­amt­li­chen Arbeit: eige­ne Zie­le set­zen, ein­ge­bun­den sein und Erfolg haben. dafür stün­den die elf Ver­ei­ne und Initia­ti­ven bei­spiel­haft und des­halb wer­de die Stadt sie auch wei­ter unterstützen.
Dechant und Propst Huber­tus Bött­cher hat­te, zwi­schen Kapi­tel­saal und Stadt­ar­chiv ste­hend, von einem selt­sa­men Ört­chen gespro­chen, dass einer­seits für die Tren­nung von Kir­che und Staat vor 200 Jah­ren ste­he, aber jetzt auch für das Zusam­men­kom­men. Der Innen­hof sei vom Lich­te der Bezie­hun­gen und Gemein­sam­kei­ten der Bür­ger erfüllt. Der stellv. Land­rat Dr. Micha­el Schult wünsch­te der wich­ti­gen Aus­stel­lung vie­le Besu­cher nicht nur aus Arns­berg, son­dern auch aus den ande­ren Städ­ten und Gemein­den des Kreises.

NRW-Stif­tung för­dert alte Syn­ago­ge in Neheim mit 24.000 Euro

Im Haus der Neheimer Jäger, der Alten synagoge, findet die Bürgerversammlung zum Denkmalpflegeplan für das Strohdorf statt. (Foto: Dieter Meth)
Die Alten Syn­ago­ge, heu­te Haus der Nehei­mer Jäger, bekommt För­der­mit­tel der NRW-Stif­tung. (Foto: Die­ter Meth)

Für die NRW-Stif­tung, die Initia­to­rin der Wan­der­aus­stel­lung, war Regio­nal­bot­schaf­ter Johan­nes Hib­beln vor Ort und hat­te nicht nur Kom­pli­men­te mit­ge­bracht, son­dern auch die Ankün­di­gung, das die NRW-Stif­tung die Restau­rie­rung der alten Syn­ago­ge in Neheim mit 24.000 Euro unter­stüt­zen wer­de. Die Stif­tung hat­te sich zuvor in Arns­berg bereits finan­zi­ell bei der Restau­rie­rung des Ehmsen­denk­mals und bei der Siche­rung der Rui­ne der Rüden­burg enga­giert. Er zeig­te sich beein­druckt vom Enga­ge­ment so vie­ler Grup­pen in Arns­berg und sag­te, dass er sich in die­ser Stadt kei­ne all­zu gro­ßen Sor­gen um die Zukunft der Denk­mal­pfle­ge zu machen brau­che. Er erin­ner­te auch dar­an, dass es immer neben der Erhal­tung eines Denk­mals auch um eine zeit­ge­mä­ße Nut­zung gehe, etwa als Hei­mat­haus oder Muse­um. Und er ver­sprach allen betei­lig­ten auch einen kon­kre­ten Nut­zen für die Zukunft. Mit den gewon­ne­nen Erfah­run­gen wer­de die NRW-Stif­tung eine Bro­schü­re her­aus­ge­ben, die in der Denk­mal­pfle­ge enga­gier­ten Ver­ei­nen Pra­xis­tipps geben wer­de – von Ver­si­che­run­gen über För­der­mo­g­lich­kei­ten und Zustän­dig­kei­ten bis zu Inven­ta­ri­sie­rung und Doku­men­ta­ti­on. Und nicht zuletzt ein Weg­wei­ser durch die sper­ri­gen Begrif­fe und Struk­tu­ren der Behörden.

Elf Ver­ei­ne machen mit

In Arns­berg betei­li­gen sich die fol­gen­den Ver­ei­ne mit eige­nen Expo­na­ten, Fil­men und Aktio­nen an der Ausstellung:

Das Rah­men­pro­gramm bis zum 18. Mai

 
 
 

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