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Chlorgasaustritt sorgt für Feuerwehreinsatz in Stemel

Chlor­gas­alarm in Ste­mel. (Foto: Feuerwehr)

Ste­mel. Am Diens­tag nach­mit­tag um 15.20 Uhr wur­de der Kreis­leit­stel­le von Mit­ar­bei­tern eines Gewer­be­be­trie­bes an der Frank­fur­ter Stra­ße in Ste­mel ein mas­si­ver Chlor­ge­ruch gemel­det. Auf­grund des ein­ge­gan­ge­nen Not­ru­fes wur­den neben den zustän­di­gen Lösch­grup­pen aus Ste­mel, Hach­en und Lang­scheid zusätz­lich der Lösch­zug Sun­dern und die ABC-Ein­heit der Feu­er­wehr Stadt Sun­dern alarmiert.

Massiver Chlorgeruch in Galvanikbetrieb

Ein­satz in einem Gal­va­nik­be­trieb. (Foto: Feuerwehr)

Beim Ein­tref­fen der ers­ten Ein­satz­kräf­te hat­ten sämt­li­che Mit­ar­bei­ter die Geschäfts- und Büro­räu­me bereits ver­las­sen. Ein mas­si­ver Chlor­ge­ruch wur­de sowohl im Betrieb als auch im Frei­en wahr­ge­nom­men. Bei wei­te­rer Erkun­dung der Umge­bung wur­de ein Gal­va­nik­be­trieb in direk­ter Nach­bar­schaft ursäch­lich für den Chlor­ge­ruch aus­ge­macht. Dar­auf­hin wur­den meh­re­re Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr mit Atem­schutz­ge­rä­ten aus­ge­rüs­tet, um die Pro­duk­ti­ons­hal­len des Gal­va­nik­be­trie­bes zu bege­hen. Die­se ers­te Maß­nah­me soll­te zum einen neue Erkennt­nis­se über die Scha­dens­la­ge geben. Wei­ter­hin soll­te mit der Maß­nah­me aus­ge­schlos­sen wer­den, dass sich kei­ne Mit­ar­bei­ter mehr im betrof­fe­nen Gebäu­de aufhielten.

Vermutlich technischer Defekt

Par­al­lel dazu wur­de durch die Ein­satz­lei­tung ein kur­zes Gespräch zur wei­te­ren Infor­ma­ti­ons­ge­win­nung mit der Geschäfts­füh­rung und Mit­ar­bei­tern der betrof­fe­nen Fir­ma geführt. Hier­bei stell­te sich her­aus, dass in einer Hal­le zur Abwas­ser­auf­be­rei­tung ver­mut­lich ein tech­ni­scher Defekt an einer Anla­ge zu einem Chlor­gas­aus­tritt geführt hat. Durch eine betriebs­ei­ge­ne Belüf­tungs­an­la­ge wur­de das Chlor­gas abge­saugt und ins Freie gebla­sen. Hier­durch kam es zu einem mas­si­ven Chlor­ge­ruch in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung. Da durch das rich­ti­ge und beson­ne­ne Ein­grei­fen eines Mit­ar­bei­ters des Gal­va­nik­be­trie­bes ein wei­te­rer Chlor­gas­aus­tritt ver­hin­dert wur­de, konn­te schnell Ent­war­nung gege­ben wer­den. Die betrof­fe­nen Pro­duk­ti­ons- und Lager­räu­me wur­den mit meh­re­ren Hoch­leis­tungs­lüf­tern der Feu­er­wehr belüf­tet. So konn­ten nach rund einer Stun­de sämt­li­che Räu­me wie­der ohne Atem­schutz­ge­rä­te began­gen werden.

Die Feu­er­wehr der Stadt Sun­dern war mit elf Fahr­zeu­gen und 50 Ein­satz­kräf­ten vor Ort. Nach rund zwei Stun­den wur­de der nicht all­täg­li­che Ein­satz erfolg­reich beendet.

 

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