„Darüber hinaus haben wir seit nunmehr fast drei Jahren nichts mehr von einer möglichen Projektierung des Vorhabens ‚Reaktivierung Röhrtalbahn‘ gehört,“ stellen die CDU-Politiker fest. Im März 2012 habe die Verbandsversammlung des NWL den Beschluss über die Aufnahme in den Nahverkehrsplan gefasst – die Voraussetzung für eine Anmeldung zur nun anstehenden Fortschreibung der Infrastrukturbedarfspläne (IGVP) des Landes NRW. „Unabhängig von der völlig unbefriedigenden Zeitschiene mit offenem Ausgang des Verfahrens“ stellen die CDU-Politiker jetzt fest: „Dem möglichen Potential gegenüber stehen Investitionskosten im zweistelligen Millionenbereich, dazu fast 900.000 Euro jährlicher Zuschussbedarf. Eine Summe, die aus Sicht der CDU eine Reaktivierung der Röhrtalbahn nahezu unmöglich macht. Denn weder die Stadt Sundern, noch der Hochsauerlandkreis sind aus finanzwirtschaftlicher Sicht in der Lage, eine solche Investition zu tätigen. Auch der Bund, der wohl Hauptgeldgeber wäre, erscheint nicht gewillt, entsprechende Mittel für die 14 Kilometer lange Strecke zur Verfügung zu stellen. Dafür spricht auch der Rückzug des Bundes aus anderen, wesentlich größeren Bahnprojekten in Deutschland und – für die Region bedeutend – die aktuelle Diskussion um die Sanierung der oberen Ruhrtalbahn.“
Vier konkrete Arbeitsaufträge
Um die sich ergebenden neuen Chancen für die Region und für Sundern zu nutzen. bittet die CDU bittet deshalb die Verwaltung der Stadt Sundern, mit der Stadt Arnsberg und dem Hochsauerlandkreis vier Punkte zu prüfen:
- Ob überhaupt kurzfristig und realistisch eine Möglichkeit der tatsächlichen Reaktivierung der Röhrtalbahn einschließlich Personenbeförderung gesehen wird in Anbetracht der Entwicklung in den letzten Jahren oder bei negativer Prognose?
- Inwieweit eine Umwidmung der Trasse der Röhrtalbahn in einen Radweg, der die Stadt Sundern, die Orte Stemel, Hachen und Müschede und die touristische Destination Sorpesee nahezu unmittelbar an den Ruhrtalradweg in Arnsberg und damit direkt an das Ruhrgebiet und das obere Sauerland anbinden würde, möglich ist?
- Welche politischen Beschlüsse der unterschiedlichen politischen Gremien erforderlich wären?
- Zudem sollte eine Schätzung der mit der Umwidmung und Herrichtung eines Radweges verbundenen Kosten für die Städte Sundern und Arnsberg erfolgen. Dargelegt werden sollten außerdem die Kostenersparnisse wie beispielsweise Wegfall von Instandhaltungen der bestehenden Bahnstrecke und Gewährleistung der Betriebssicherheit von Bahnübergängen.
