Sundern. Der CDU-Ortsverband Sundern beklagt „den Verkehrsinfarkt in Sundern“ und hat in einem Brief an Bürgermeister Brodel Abhilfe gefordert. „Die CDU möchte, dass in 2020 ein Maßnahmenpaket diskutiert wird, wie wir den Verkehrsstau im Bereich zwischen der Silmecke und der Hüstener Straße deutlich verringern können. Die jetzige Situation ist für Pendler in Richtung Neheim und Arnsberg unzumutbar und kann langfristig zu Wegzügen führen“, so Ratsmitglied Sebastian Booke und Ortsvorsteher hans-Jürgen Schauerte.
Fehlerhafte Ampelschaltung
Im Fachausschuss Stadtentwicklung, Umwelt und Infrastruktur habe Fachbereichsleiter Ohlig jüngst mitgeteilt, dass in einem Ortstermin an der
Kreuzung am Sunderland Hotel festgestellt wurde, dass die Ampelschaltung fehlerhaft sei. und dass sie korrigiert werde. Auch die Rechtsabbieger-Ampel, sprich der grüne Pfeil, solle dann wieder wie gewohnt funktionsfähig sein. „Mit dieser fehlerhaften Ampelschaltung müssen sich seit Monaten die Sunderner plagen. Schon seit geraumer Zeit erleben wir in Sundern ein Verkehrsproblem, insbesondere auf der Hauptstraße. Die Veränderungen mancher Ampelanlagen in Kreuzungsbereichen haben die vorher schon problematische Situation verschlimmert – zur Zeit erleben wir ein Verkehrsinfarkt im Sunderner Kern, weshalb zahlreiche Pendler schon großräumige
Umfahrung in Kauf nehmen“, beklagen Booke und Schauerte.
Gutachten und Zählung gefordert
Die CDU beantragt deshalb, dass die Stadt mit Straßen.NRW den Abzweig Silmecke-Röhre, sowie die Kreuzung am Sunderland Hotel und die Kreuzung an der Umgehungsstraße hin zur Kaiserhöhe und Schwester-Haberilla-Straße begutachtet. Hier gelte es insbesondere, die Ampelschaltungen anhand der Verkehrsströme neu zu untersuchen und die Kreuzungen im Zusammenspiel zu harmonisieren.
Zudem beantragt die CDU eine Verkehrszählung am Kreuzungsbereich Sunderland Hotel durchzuführen, um anhand dieses Zahlenmaterials Entscheidungen zur möglichen Umgestaltung des Verkehrsflusses treffen zu können – hierbei seieine veränderte Verkehrsführung und auch die Einrichtung eines Kreisverkehres zu prüfen.
Ebenso seien Maßnahmen zur Entlastung der Hauptverkehrswege dringend anzugehen. Als Datengrundlage könne hierzu die Verkehrsuntersuchung vom Ingenieurbüro Brilon/Bondzio7Weiser dienen, das 2017 die Hauptstraße untersucht und Handlungsvorschläge erarbeitet habe.
