Von noch größerem Interesse aber ist, in welchem verwandschaftlichen Verhältnis die drei Verstorbenen zueinander standen. Die schriftliche Überlieferung und andere Indizien lassen vermuten, dass es sich um die Gebeine Graf Heinrichs I., seines Sohnes Heinrich II. und dessen Gattin Ermengardis handelt. Das Paar ist mit Sicherheit zu identifizieren. Über der Grabkammer stand nämlich bis 1804 das Hochgrab mit den Liegefiguren des Ehepaares. Heute befindet es sich in der Propsteikirche. Zeigt die DNA-Analyse darüber hinaus, dass Knochenmaterial zweier männlicher Personen mit nahezu identischem Erbgut vorliegt, wären Heinrichs I. sterbliche Überreste belegt.
Stiftung ermöglicht Sicherung
Die aufwändige Untersuchung und anschließende Sicherung der mittelalterlichen Grabkammer wird gefördert von der treuhänderischen Emil und Hanna Flatz-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
