Bürgermeisterwahl: SPD will es „lieber kurz und knackig“

Arns­berg.  „Die Arns­ber­ger SPD spricht sich dafür aus, wenn es recht­lich mög­lich ist, die Bür­ger­meis­ter­wahl zusam­men mit der Bun­des­tags­wahl am 24. Sep­tem­ber 2017 abzu­hal­ten,“ teilt der Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­de Tobi­as Krät­zig mit. Die Prü­fung der recht­li­chen For­ma­li­en und Fris­ten steht noch aus und obliegt zunächst dem Hoch­sauer­land­krei­ses als Kommunalaufsichtsbehörde.

Ambitioniert, aber mit vielen Vorteilen

„Es ist klar, dass dies sehr ambi­tio­niert ist, muss doch ein Kan­di­dat offi­zi­ell nomi­niert und muss der Wahl­kampf orga­ni­siert wer­den“, so Krät­zig. „Den­noch spre­chen für die Sozi­al­de­mo­kra­ten deut­lich mehr Grün­de für den 24. Sep­tem­ber als dage­gen. Da ist zum einen der enor­me Kos­ten­fak­tor für die Kom­mu­ne, der gera­de in der Arns­ber­ger Haus­halts­si­tua­ti­on zu beach­ten ist. Eine Zusam­men­le­gung bei­der Wah­len wür­de die nöti­gen Aus­ga­ben erheb­lich redu­zie­ren. Auch wäre es sei­tens der Mit­ar­bei­ter der Ver­wal­tung ein erneu­ter enor­mer Kraft­akt, neben der eigent­li­chen Tätig­keit die drit­te Wahl inner­halb weni­ger Mona­te vor­zu­be­rei­ten und durch­zu­füh­ren. Dadurch wird die Ver­wal­tung in ihrer Auf­ga­ben­wahr­neh­mung ein wei­te­res mal stark ein­ge­schränkt und gefordert.“

„Möglichst breite Legitimation“

Aber auch im ehren­amt­li­chen Bereich wer­de es wei­te­re Pro­ble­me geben. Es wer­de ohne­hin immer schwie­ri­ger, genü­gend frei­wil­li­ge Wahl­hel­fer zu gewin­nen. Nach der Land­tags- und Bun­des­tags­wahl wür­de eine wei­te­re zusätz­li­che Bür­ger­meis­ter­wahl die­se Pro­ble­me noch ver­stär­ken. Wür­de man die mög­li­che Frist von sechs Mona­ten aus­schöp­fen, wäre der Wahl­ter­min irgend­wann um die Weih­nachts­zeit bzw. im Win­ter. „Wahl­kampf bei Eis und Schnee, das Ver­tei­len von Fly­ern, die Dis­kus­si­on auf den Markt­plät­zen ist für alle Betei­lig­ten wenig attrak­tiv. Der Fokus liegt bei vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, zudem nach einer Land­tags- und Bun­des­tags­wahl, in die­ser Zeit in ande­ren Berei­chen“, so der SPD-Vor­sit­zen­de. Ohne­hin lie­ge die Wahl­be­tei­li­gung bei kom­mu­na­len Nach­wah­len oft sehr nied­rig. „Gera­de das Amt des Bür­ger­meis­ters, das in die­sem Fall bis 2025 zu beset­zen ist, benö­tigt aber eine mög­lichst brei­te Legi­ti­ma­ti­on der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Ein kur­zer, aber kna­cki­ger Wahl­kampf ist bes­ser als die Ent­schei­dung auf die lan­ge Bank zu schie­ben,“ so Krätzig.

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