Bürgermeister Bittner: „Morddrohungen sind ein Angriff auf die Demokratie“

Arns­bergs Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner ver­ur­teilt die Dro­hun­gen gegen Vere­na Ver­spohl (Foto: Stadt Arnsberg)

Neheim. Die Dis­kus­si­on um die Regen­bo­gen­trep­pe in Neheim sorgt wei­ter für enor­me Reso­nanz – auch bei Blick­punkt: rund 1.500 Likes und über 800 Kom­men­ta­re sind mitt­ler­wei­le unter der Bericht­erstat­tung zusam­men­ge­kom­men. Nun hat sich auch die Stadt­spit­ze offi­zi­ell geäu­ßert. Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner und der Ver­wal­tungs­vor­stand der Stadt Arns­berg ver­ur­tei­len die im Zuge der Debat­te bekannt gewor­de­nen Mord­dro­hun­gen gegen eine poli­ti­sche Man­dats­trä­ge­rin in einem gemein­sa­men State­ment scharf.

„Sol­che Dro­hun­gen sind durch nichts zu recht­fer­ti­gen“, heißt es in der Erklä­rung. Sie sei­en „ein inak­zep­ta­bler Angriff auf die betrof­fe­ne Per­son – und zugleich auf die demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung unse­res Landes“.

„Gewaltandrohungen überschreiten jede Grenze“

Bitt­ner und Ver­wal­tungs­vor­stand beto­nen, dass Mei­nungs­frei­heit und demo­kra­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung zen­tra­le Säu­len des Zusam­men­le­bens sei­en. Debat­ten dürf­ten „lei­den­schaft­lich geführt“ wer­den – Gewalt­an­dro­hun­gen über­schrit­ten jedoch „jede Gren­ze des demo­kra­tisch Zulässigen“.

Wer ver­su­che, poli­ti­sche Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter durch Ein­schüch­te­rung mund­tot zu machen, grei­fe „nicht nur eine ein­zel­ne Per­son an, son­dern rich­tet sich gegen unse­re Demo­kra­tie selbst“.

Stadt verweist auf Demokratiewochen, Preis für Demokratie und „DemokraTIER“

Die Stadt Arns­berg ver­weist in dem State­ment zudem auf eige­ne Initia­ti­ven für demo­kra­ti­sche Bil­dung und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt – dar­un­ter Demo­kra­tie­wo­chen, der Arns­ber­ger Preis für Demo­kra­tie sowie Pro­jek­te wie das „Demo­kra­TIER“, das Kin­dern Betei­li­gung und Mit­be­stim­mung näher­brin­gen soll.

Abschlie­ßend heißt es: Man ver­ur­tei­le die Mord­dro­hun­gen „aufs Schärfs­te“ und spre­che der betrof­fe­nen Man­dats­trä­ge­rin „vol­le Soli­da­ri­tät“ aus. „Hass, Gewalt­an­dro­hun­gen und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che haben in unse­rer Stadt kei­nen Platz“, so die kla­re Botschaft.

Beitrag teilen