Bürgerbegehren für eine große Windkraftfläche eingereicht

Sun­dern. Im Rat­haus Sun­dern ist am Mon­tag mor­gen ein Brief an Bür­ger­meis­ter Bro­del ein­ge­gan­gen, in dem ein Antrag auf ein Bür­ger­be­geh­ren in Sachen Wind­kraft gestellt wird. Die Unter­zeich­ner die­ses Brie­fes, fünf Orts­vor­ste­her und Spre­cher von vier Bür­ger­initia­ti­ven, bezeich­nen sich als Ver­tre­ter vie­ler Bür­ger aus Allen­dorf, Alten­hel­le­feld, Ame­cke, Endorf, Hel­le­feld, Lin­ne­pe, Ste­mel und Wes­ten­feld. Sie bean­tra­gen, dass die Bür­ger der Stadt Sun­dern in einem Bür­ger­ent­scheid über die Vor­rang­zo­nen zu Wind­kraft­an­la­gen eigen­stän­dig ent­schei­den sollen.

Nur eine große Waldfläche auf der „Waldeshöhe“

„Wir sind gegen die bis­he­ri­gen Alter­na­ti­ven der Vor­rang­flä­chen,“ schrei­ben die Antrag­stel­ler. Und:
„Wir begeh­ren, dass in der Stadt Sun­dern Vor­rang­flä­chen für Wind­kraft­an­la­gen aus­schließ­lich im Bereich der ‚Wal­des­hö­he‘ bis in die süd­li­chen Wald­flä­chen-West aus­ge­wie­sen wer­den.“ Ihre Flä­chen­ku­lis­se sei aus diver­sen Grün­den opti­mal geeig­net, um der Wind­kraft in der Stadt Sun­dern sub­stan­ti­ell Raum zu geben:

„Alle wesentlichen Ziele erreicht“

„Damit wer­den die wesent­li­chen Zie­le bei der Aus­wahl von mög­li­chen Flä­chen erreicht!“, schrei­ben die Antrag­stel­ler und ver­wei­sen dar­auf, dass auch die Bezirks­re­gie­rung an der Wal­des­hö­he Flä­chen als geeig­ne­te Stand­or­te aus­wei­se, und die Kreis­ver­wal­tung einen Groß­teil die­ser Flä­che prio­ri­sie­re, wobei sie ledig­lich beim Land­schafts­bild gewis­se Ein­schrän­kun­gen sehe.
Wei­ter heißt es in dem Antrag: „Nach den Infor­ma­tio­nen in der letz­ten Sit­zung des Rates der Stadt Sun­dern haben wir den Ein­druck gewon­nen, dass die Stadt Sun­dern alle bis­her ange­dach­ten Vor­rang­flä­chen als Poten­ti­al­flä­chen benennt, damit der Wind­kraft mit ca. zehn Pro­zent sub­stan­ti­ell Raum ein­räumt wer­den kann.  Das Gebiet um die Wal­des­hö­he und um die süd­li­chen Wald­flä­chen-West wur­de in der Sit­zung jedoch nicht als mach­bar dar­ge­stellt. Man­che aktu­ell noch aus­ge­wie­se­ne Flä­che dürf­te eine Geis­ter­flä­che sein, die aus unter­schied­li­chen Grün­den von der Stadt Sun­dern wie­der gestri­chen wird. Das wur­de in der Sit­zungs­vor­la­ge deutlich.“

„Der Mensch hat klare Priorität“

Abschlie­ßend schrei­ben die Orts­vor­ste­her Anton Lüb­ke (Allen­dorf), Rei­ner Till­mann (Endorf), Sybil­le Rohe-Tekath (Hel­le­feld), Franz-Fr. Bruch­ha­ge (Lin­ne­pe) und Chris­toph Schul­te (Ste­mel) sowie die BI-Ver­tre­ter Anna Wiez­co­rek (Alten­hel­le­feld), Hans Klein (Ame­cke), Rein­hard Loh­mann (Hel­le­feld) und Franz Teb­be (Wes­ten­feld): „Wir Ver­tre­ter vie­ler Bür­ger in acht Orts­tei­len sind für die Wind­kraft in der Stadt Sun­dern. Wir sind sicher, den opti­ma­len Stand­ort unter Berück­sich­ti­gung aller Schutz­gü­ter hier­mit genannt zu haben. Der Mensch in Sun­dern hat bei unse­rem Vor­schlag kla­re Priorität!“
Das Schrei­ben: Bür­ger­be­geh­ren

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