Arnsberg. Den Arnsbergern steht ein dritter Urnengang innerhalb eines Jahres bevor. Eine Neuwahl des Bürgermeisters zeitgleich mit der Bundestagswahl am 24. September wird es wohl nicht geben, denn die gilt als nicht rechtssicher. Ein unabhängiger Bewerber könnte mit guten Erfolgschancen klagen, weil für ihn die Zeit zu kurz gewesen sei, die nötigen Unterstützerunterschriften zu sammeln. Wenn Bürgermeister Hans-Josef Vogel am 1. September als neuer Regierungspräsident an die Seibertzstraße wechselt, bleibt ein Zeitfenster bis Ende Februar 2018 für die Wahl seines Nachfolgers. Ralf Bittner, SPD-Fraktionschef und voraussichtlich auch Kandidat seiner Partei, hat sich zu Wort gemeldet und plädiert für einen frühzeitigen Wahltermin.
Doppelbelastung für den Kämmerer
Die SPD Arnsberg habe sich bekanntlich für die Bündelung von Bürgermeister- und Bundestagswahl ausgesprochen. Sollte dies nicht möglich sein, sei die SPD-Fraktion auf jeden Fall für eine Wahl vor Beginn der kalten Jahreszeit und insbesondere deutlich vor der Advents- und Weihnachtszeit. „Ein weiterer langer Wahlkampf, dann noch über das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel hinaus, zermürbt die Parteien und auch die Wähler“, so Bittner. „Die Stadt sollte möglichst schnell wieder durch ihren hauptamtlichen Bürgermeister repräsentiert werden.“ Ein Aspekt sei auch, dass Kämmerer Peter Bannes in der Zeit ohne gewählten Bürgermeister einer starken Doppelbelastung ausgesetzt sei. „Ausgerechnet in diese Zeit fallen die Haushaltsberatungen und auch andere wichtige Dinge. So ist die Renovierung des Rathauses auch mit Blick auf den finanziellen Eigenanteil der Stadt sorgfältig vorzubereiten“, sagt Bittner und ergänzt: „Ein Neujahrsempfang im Jahr 2018 wäre auch eine gute und geeignete Bühne für den neuen Bürgermeister, seine Amtszeit zu beginnen.“
