Bezirks­re­gie­rung: Glas­fa­ser­net­ze sol­len flä­chen­de­ckend aus­ge­baut wer­den

Von links: Mar­win Ken­ter und Gio­van­ni Lo Re (Giga­b­it­ge­schäfts­stel­le Bezirks­re­gie­rung Arns­berg), Patrick Sen­s­burg MdB, Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel und Ste­fan Glu­sa (Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­sell­schaft Süd­west­fa­len) (Foto: Büro Sen­s­burg)

Arnsberg/ Süd­west­fa­len. Flä­chen­de­ckend 50 Mega­bit pro Sekun­de bis Ende 2018 – das war das Ziel, dass der Bund im Jahr 2013 mit sei­nem Breit­band­för­der­pro­gramm aus­ge­ge­ben hat­te. In einem Breit­band­ge­spräch bei der Bezirks­re­gie­rung in Arns­berg zogen der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Sen­s­burg und Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel nun eine ers­te Bilanz für den Breit­band­aus­bau in Süd­west­fa­len.

Süd­west­fa­len eine der stärks­ten Indus­trie­re­gio­nen Deutsch­lands

Rund 90 Pro­zent der Haus­hal­te in Süd­west­fa­len haben das Ziel Ende 2018 erreicht, die ver­blei­ben­den wei­ßen Fle­cken sol­len bis 2020 besei­tigt wer­den. Gleich­zei­tig schrei­tet aber auch die Tech­nik immer wei­ter vor­an, sodass das neue Ziel flä­chen­de­cken­de Glas­fa­ser­an­schlüs­se bis 2025 lau­tet. Die Her­aus­for­de­run­gen blei­ben also bestehen. „In Süd­west­fa­len hat sich beim Aus­bau einer leis­tungs­star­ken digi­ta­len Infra­struk­tur in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­les bewegt und die­ser Pro­zess wird sich auch in den kom­men­den Jah­ren fort­set­zen. Die Daten­men­gen und die Geschwin­dig­kei­ten in den digi­ta­len Net­zen wach­sen rasant und sowohl für die Men­schen, als auch für die vie­len Betrie­be – vom Hand­wer­ker bis zum Welt­markt­füh­rer – in der Regi­on wird es ent­schei­dend sein, dass wir hier wei­ter am Ball blei­ben. Für Süd­west­fa­len als eine der stärks­ten Indus­trie­re­gio­nen Deutsch­lands ist der kon­ti­nu­ier­li­che Aus­bau der Daten­net­ze eine essen­ti­el­le Zukunfts­fra­ge“, sind sich Patrick Sen­s­burg und Hans-Josef Vogel einig.

90.000 Haus­hal­te und Gewer­be­trie­be ange­schlos­sen

Rund 103 Mil­lio­nen Euro haben Bund, Land und die Kom­mu­nen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in den Aus­bau der Breit­band­net­ze in Süd­west­fa­len inves­tiert. Die Gel­der, kom­men über­all dort zum Ein­satz, wo es sich für die Netz­be­trei­ber nicht rech­net, einen Aus­bau auf eige­ne Kos­ten durch­zu­füh­ren, also etwa in klei­ne­ren Ort­schaf­ten, oder aber in abge­le­ge­nen Wohn- und Gewer­be­ge­bie­ten. „Mit den För­der­mit­teln der öffent­li­chen Hand konn­ten wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Breit­band­an­schlüs­se für 90.000 Haus­hal­te und Gewer­be­trie­be aus­bau­en. Ohne die­se För­de­rung, wären wir bis heu­te in vie­len Tei­len Süd­west­fa­lens beim The­ma Breit­band nicht vor­an­ge­kom­men“, so Ste­fan Glu­sa von der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­sell­schaft Süd­west­fa­len und Gio­van­ni Lo Re von der Giga­bit-Geschäfts­stel­le der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg.

Hin­zu kom­me noch der eigen­ver­ant­wort­li­che Aus­bau der Netz­be­trei­ber, vor allem in den grö­ße­ren Ort­schaf­ten in der Regi­on, der eben­falls kon­ti­nu­ier­lich vor­an­schrei­te und für den die Netz­be­trei­ber Schät­zun­gen zufol­ge mehr als 300 Mil­lio­nen Euro aus eige­nen Mit­teln in Süd­west­fa­len inves­tie­ren.

Letz­ten wei­ße Fle­cken in Süd­west­fa­len sol­len aus­ge­baut wer­den

Dar­über hin­aus arbei­ten die Breit­band­ko­or­di­na­to­ren der Krei­se zusam­men mit der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­sell­schaft Süd­west­fa­len der­zeit mit Hoch­druck dar­an, die letz­ten wei­ßen Fle­cken in Süd­west­fa­len über die Bun­des­för­de­rung aus­zu­bau­en. „Der Bund hat bereits im ver­gan­ge­nen Som­mer die För­der­be­din­gun­gen noch ein­mal ver­ein­facht und wei­te­re Mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt. Die­se Chan­ce wol­len wir nut­zen“, so Ste­fan Glu­sa von der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­sell­schaft Süd­west­fa­len.

Wäh­rend 2013 50 Mega­bit pro Sekun­de noch als schnell gal­ten, sehen die heu­ti­gen Aus­bau­zie­le für das Jahr 2025 eine flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit Daten­ge­schwin­dig­kei­ten im Giga­bit-Bereich vor. „Der Bund wird hier­für in den kom­men­den Jah­ren bis zu 12 Mil­li­ar­den Euro an För­der­mit­teln in die Hand neh­men und schon heu­te setzt der Bund in sei­ner För­de­rung kon­se­quent auf die Glas­fa­ser­tech­no­lo­gie“, so Sen­s­burg. Bereits bis 2021 sol­len mög­lichst alle Gewer­be­ge­bie­te und Kran­ken­häu­ser mit einem Glas­fa­ser­an­schluss aus­ge­stat­tet wer­den.

Alle 1.300 Schul­stand­or­te sol­len mit einem Glas­fa­ser­an­schluss aus­ge­stat­tet wer­den

Für die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg wird die Digi­ta­li­sie­rung der über 1.300 Schul­stand­or­te im Regie­rungs­be­zirk in den kom­men­den Jah­ren einer der Arbeits­schwer­punk­te sein: „Die NRW-Lan­des­re­gie­rung stellt für jede Schu­le bis zu 300.000 Euro für einen Glas­fa­ser­an­schluss zur Ver­fü­gung. Hier wol­len wir schnell und trans­pa­rent Ergeb­nis­se erzie­len und mög­lichst alle 1.300 Schul­stand­or­te zügig mit einem Glas­fa­ser­an­schluss aus­stat­ten“, so Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel.

Einen wei­te­ren Schwer­punkt des Gesprächs bil­de­te auch der zuletzt wie­der viel-dis­ku­tier­te Aus­bau der Mobil­funk­net­ze in der Regi­on. Hier waren sich Sen­s­burg und Vogel einig, dass der flä­chen­de­cken­de Aus­bau des neu­en 5G-Stan­dards mit­tel­fris­tig das Ziel sein müs­se. Gleich­zei­tig begrüß­ten sie auch die neu­en Ver­sor­gung­auf­la­gen der Bun­des­netz­agen­tur, sowie den Mobil­funk­pakt der NRW-Lan­des­re­gie­rung. „Damit wer­den die Anbie­ter ver­pflich­tet, die LTE-Mobil­funk­net­ze der vier­ten Genera­ti­on in den kom­men­den Jah­ren flä­chen­de­ckend aus­zu­bau­en und Funk­lö­cher in den länd­li­chen Regio­nen zu besei­ti­gen. Für wei­te Tei­le Süd­west­fa­lens wird die­ser flä­chen­de­cken­de LTE-Aus­bau bereits ein gro­ßer Schritt vor­aus sein und damit schaf­fen wir auch die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für einen dar­über hin­aus­ge­hen­den Aus­bau des 5G-Stan­dards“, so Sen­s­burg. Zum Abschluss des Gesprächs zog Sen­s­burg ein zufrie­de­nes Fazit: „Es ist ein tol­ler Erfolg, dass das Sauer­land bei den digi­ta­len Net­zen nicht mehr abge­hängt ist. Nun wol­len wir auch spit­ze wer­den.“

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