Bezirksausschuss: Ein Dauerbrenner gelöst, andere bleiben

An der Sunderner Straße soll jetzt endlich die langgeforderte Querungshilfe kommen. Die Bushaltestelle Haus Tanneck soll dafür zum Buskap umgebaut oder mit der haltestelle Austfeld zusammengelgt werden. (Foto: oe)
An der Sun­derner Stra­ße soll jetzt end­lich die lang­ge­for­der­te Que­rungs­hil­fe kom­men. Die Bus­hal­te­stel­le Haus Tan­neck (vor­ne rechts) soll dafür zum Bus­kap umge­baut oder mit der Hal­te­stel­le Aus­t­feld zusam­men­gelgt wer­den. (Foto: oe)

Arns­berg. Gute Nach­rich­ten gab es im Bezirks­aus­schuss Arns­berg zu einem Dau­er­bren­ner­the­ma, der Fuß­gän­ger­que­rung Sun­derner Stra­ße. Die ver­schie­dens­ten Par­tei­en hat­ten hier schon über Jah­re Vor­stö­ße unter­nom­men und Anwoh­ner hat­ten immer wie­der gefragt, ob hier, wo vie­le Kin­der aus den Wohn­ge­bie­ten Gier­s­käm­pen und Dicken­bruch die viel­be­fah­re­ne Land­stra­ße que­ren, erst etwas pas­sie­ren müs­se. „Im Ver­lauf der Sun­derner Stra­ße wird auf Höhe des Fuß­wegs zwi­schen der Sun­derner Stra­ße 30 und der Sun­derner Stra­ße 32 ein Fuß­gän­ger­über­weg ange­legt“, heißt es jetzt lapi­dar in einer schrift­li­chen Infor­ma­ti­on der Verwaltung.

Buskap oder Haltestellenzusammenlegung

Die Bus­hal­te­stel­le Haus Tan­neck in Fahrt­rich­tung Arns­berg soll dabei zu einem Bus­kap umge­baut wer­den, der Fuß­gän­ger­über­weg soll in Fahrt­rich­tung Arns­berg hin­ter die­ser Hal­te­stel­le ange­legt wer­den. Für den Fall, dass die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de die Anord­nung des Fuß­gän­ger­über­wegs in unmit­tel­ba­rer Nähe der Hal­te­stel­le nicht zulässt, soll die Hal­te­stel­le Tan­neck mit der Hal­te­stel­le Aus­t­feld zusam­men­ge­legt wer­den, die nicht weit ent­fernt in Rich­tung Sun­dern liegt. Die Pla­nung des Fuß­wegs blie­be von einer sol­chen Hal­te­stel­len­ver­le­gung unberührt.

Kreisverkehr harrt weiter der Gestaltung

Der neue Kreisverkehr in der Neustadt harrt noch seiner künstlerischen Gestaltung. (Foto: oe)
Der Kreis­ver­kehr in der Neu­stadt harrt wei­ter sei­ner künst­le­ri­schen Gestal­tung. (Foto: oe)

Wenig bis nichts Neu­es gab es dage­gen bei ande­ren The­men des Stadt­teils, zu denen es Anfra­gen bei der Ver­wal­tung gege­ben habe. Zum The­ma künst­le­ri­sche Gestal­tung des neu­en Kreis­ver­kehrs an der Kreu­zung Brückenplatz/Rumbecker Stra­ße/Cle­mens-August-Stra­ße sag­te Peter Klei­ne, Fach­dienst­lei­ter Kul­tur, dass es für die­ses Pro­jekt nach wie vor kei­ne Mit­tel im städ­ti­schen Haus­halt gebe. Im Früh­jahr 2017 hof­fe er, neue Infor­ma­tio­nen geben zu kön­nen. Rats­mit­glied Felix Werker kün­dig­te an, dass die SPD im Janu­ar einen Kon­zept­ent­wurf vor­stel­len wer­de, den zwei Bür­ger und Kunst­ex­per­ten der­zeit erar­bei­te­ten. Er for­der­te aber auch alle ande­ren Bür­ger auf, sich Gedan­ken zu machen und ihre Ideen der Stadt­ver­wal­tung mit­zu­tei­len. Peter Klei­ne sag­te, er per­sön­lich kön­ne sich an die­ser Stel­le gut moder­ne Kunst vor­stel­len, um die vie­le his­to­ri­sche Sub­stanz in Arns­berg bewusst zu kon­ter­ka­rie­ren. Die Aus­schuss­vor­sit­zen­de Marie-The­res Schen­nen zeig­te sich über­zeugt, dass eine ver­nünf­ti­ge Lösung gefun­den wer­de. Womög­lich läuft es im nächs­ten Früh­jahr ja auf den Vor­schlag eines Aus­schuss­mit­glieds hin­aus, zumin­dest ein paar Blüm­chen zu pflanzen.

Alle Baugenehmigungen für Brückencenter erteilt

Zu den Punk­ten Brü­cken­cen­ter und Hal­len­bad gab die Aus­schuss­vor­sit­zen­de Infor­ma­tio­nen wei­ter, die sie per Tele­fon bekom­men hat­te, denn von den städ­ti­schen Stadt­pla­nern hat­te – durch­aus zur Ent­täu­schung der Poli­ti­ker – aus Ter­min- oder Krank­heits­grün­den kei­ner den Weg in den Rit­ter­saal gefun­den. Es gebe in bei­den Ange­le­gen­hei­ten nichts Neu­es, sag­te Schen­nen und kon­kre­ti­sier­te auf Nach­fra­ge, dass beim Brü­cken­cen­ter inzwi­schen alle Bau­ge­neh­mi­gun­gen erteilt sei­en. Aus Sicht der Stadt hin­de­re nichts den Fort­gang der Bau­ar­bei­ten, an Spe­ku­la­tio­nen wol­le man sich nicht betei­li­gen. Beim Abriss des Hal­len­bads wer­de es Neu­es geben, wenn das Ergeb­nis der Aus­schrei­bung vorliege.

Radservicestation am Steinweg kommt

Die Einfahrt in den Steinweg soll künftig erst am Samstag um 14 Uhr gesperrt werden. (Foto: oe)
Am unte­ren Stein­weg wird 2017 eine Rad­ser­vice­sta­ti­on instal­liert. (Foto: oe)

Die Rad­ser­vice­sta­ti­on auf dem Stein­weg soll kom­men. Sie soll 2017 als einer von stadt­weit drei neu­en Stand­or­ten in der Nähe des Was­ser­spen­ders am unte­ren Ende des Stein­wegs instal­liert wer­den. Die Ser­vice­sta­ti­on soll eine Luft­pum­pe und die wich­tigs­ten Werk­zeu­ge ent­hal­ten. Eine Lade­sta­ti­on für Pedel­ecs soll es aller­dings nicht geben. Grün­de sind die Dieb­stahls­ge­fahr und die vie­len ver­schie­de­nen her­stel­ler­spe­zi­fi­schen Lade­sys­te­me. Außer­dem kön­ne davon aus­ge­gan­gen wer­den, das Pedel­ec­fah­rer bei einer Reich­wei­te von 160 Kilo­me­tern ihre Fahr­zeu­ge zu Hau­se oder in ihrer Unter­kunft auf­la­den können.

Schlossbergkonzept wartet auf Denkmalpflegeplan

Zum The­ma Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung Schloss­berg wur­de berich­tet, dass ein Düs­sel­dor­fer Pla­nungs­bü­ro mit einer Mach­bar­keits­stu­die für die Wei­ter­ent­wick­lung des Schloss­bergs beauf­tragt sei. Ziel sei es, das wert­vol­le Kul­tur­denk­mal inmit­ten der his­to­ri­schen Alt­stadt für Bewoh­ner wie Besu­cher der Stadt neu zu posi­tio­nie­ren und zu bele­ben und es auch als Land­mar­ke noch stär­ker her­vor­zu­he­ben. Das Büro ASS habe nach der Bestands­auf­nah­me bereits ers­te Ent­wick­lungs­sze­na­ri­en in einem ers­ten Exper­ten­work­shop vor­ge­stellt. Eine Wei­ter­be­ar­bei­tung soll aber erst erfol­gen, wenn der Denk­mal­pfle­ge­plan für die Alt­stadt mit sei­nen Hand­lungs­emp­feh­lun­gen vor­liegt, um bei­de Pla­nun­gen auf­ein­an­der abzu­stim­men. Im Lau­fe des Jah­res 2017 soll es dazu auch eine Betei­li­gung der Öffent­lich­keit geben.

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