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Bei fortschreitenden Erkrankungen gut versorgt: Palliativstation im St. Walburga-Krankenhaus eingeweiht

Chris­toph Weber, Bür­ger­meis­ter der Stadt Mesche­de, Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung Kli­ni­kum Hoch­sauer­land, Uwe Zorn, Ärzt­li­cher Direk­tor St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus, Eli­sa­beth Lan­ge, stell­ver­tre­ten­de Direk­to­rin der Kli­nik für Häma­to­lo­gie, Onko­lo­gie, Pal­lia­tiv­me­di­zin und Stamm­zell­trans­plan­ta­ti­on und Dr. med. Moham­mad-Amen Wattad, Direk­tor der Kli­nik für Häma­to­lo­gie, Onko­lo­gie, Pal­lia­tiv­me­di­zin und Stamm­zell­trans­plan­ta­ti­on. (Foto: Kli­ni­kum Hochsauerland)

Mesche­de. Ende Febru­ar 2022 hat die Pal­lia­tiv­sta­ti­on des Kli­ni­kum Hoch­sauer­land die neu­en Räum­lich­kei­ten im St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus Mesche­de bezo­gen. Jetzt wur­den die neu­en Räum­lich­kei­ten offi­zi­ell ein­ge­weiht. Bis Ende Mai wur­den bereits 52 Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in der neu­en Pal­lia­tiv­sta­ti­on behan­delt. Im Gesamt­jahr 2022 wer­den rund 300 Pati­en­ten mit pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schem Ver­sor­gungs­be­darf erwartet.

Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung, hieß in sei­ner Begrü­ßungs­re­de zahl­rei­che Gäs­te, dar­un­ter Bür­ger­meis­ter Chris­toph Weber, herz­lich will­kom­men. Kem­per ver­wies dar­auf, dass die Ent­wick­lung der Pal­lia­tiv­me­di­zin in Mesche­de par­al­lel zur Neu­auf­stel­lung der Onko­lo­gie und Häma­to­lo­gie durch die Beset­zung der Chef­arzt­po­si­ti­on mit Dr. med. Moham­mad-Amen Wattad Anfang 2020 begon­nen wur­de. Mit der umfassenden
Aus­wei­tung der häma­to­lo­gi­schen und onko­lo­gi­schen Ver­sor­gung zu einem wesent­li­chen Leis­tungs­schwer­punkt des St. Wal­bur­ga-Kran­ken­hau­ses sei auch die Nach­fra­ge nach pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­scher Ver­sor­gung angestiegen.

Kem­per wer­te­te die offi­zi­el­le Ein­wei­hung der neu­en sechs Bet­ten umfas­sen­den und wohn­lich ein­ge­rich­te­ten Pal­lia­tiv­sta­ti­on als wich­ti­gen Zwi­schen­schritt hin zur Siche­rung der pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung in der Regi­on. Die not­wen­di­ge kran­ken­haus­pla­ne­ri­sche Zusam­men­le­gung der bis­her an den Stand­or­ten Mari­en­hos­pi­tal (4 Bet­ten) und St. Wal­bur­ga Mesche­de (2 Bet­ten) ver­or­te­ten pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Bet­ten sei mit Fest­stel­lungs­be­scheid vom 16. Febru­ar 2022 erfolgt.

Ausbau geht weiter

Der Geschäfts­füh­rer ver­wies dar­auf, dass allein aus onko­lo­gi­scher Sicht von einem pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­be­darf aus­zu­ge­hen sei, der eine Sta­ti­ons­grö­ße von 9 bis 11 Bet­ten erfor­de­re. Daher sei vor­ge­se­hen, im nächs­ten Schritt eine eigen­stän­di­ge Pal­lia­tiv­sta­ti­on mit 9+2 Bet­ten am St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus ein­zu­rich­ten. Zudem las­se die stei­gen­de Anzahl älte­rer Men­schen und damit auch die Zunah­me an unheil­bar chro­nisch Kran­ken und mul­ti­mor­bi­den Pati­en­ten künf­tig wei­te­re stark stei­gen­de pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­be­dar­fe erwar­ten. Betrof­fen sei­en nicht nur onko­lo­gi­sche, son­dern auch vie­le wei­te­re Pati­en­ten, bei­spiels­wei­se mit neu­ro­vasku­lä­ren oder kar­dio­vasku­lä­ren Erkrankungen.

Um auch die­sen Pati­en­ten bei Bedarf eine gute pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung anbie­ten zu kön­nen, wer­de ange­strebt, einen zwei­ten Zweig der pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung in die Pla­nun­gen zum alters­me­di­zi­ni­schen Zen­trum am Stand­ort St. Johan­nes-Hos­pi­tal in Arns­berg-Neheim zu integrieren.

Palliativmedizin ist eine Haltung

Dr. med. Moham­mad-Amen Wattad, Direk­tor der Kli­nik für Häma­to­lo­gie, Onko­lo­gie, Pal­lia­tiv­me­di­zin und Stamm­zell­trans­plan­ta­ti­on sag­te, dass Pal­lia­tiv­me­di­zin in ers­ter Linie als Hal­tung zu ver­ste­hen sei. Eine Hal­tung, die die beson­de­ren Bedürf­nis­se von schwer­kran­ken Men­schen mit fort­schrei­ten­den Erkran­kun­gen und ihrer Fami­li­en in den Fokus rücke. Ziel der sta­tio­nä­ren Pal­lia­tiv­ver­sor­gung sei es, bestehen­de Beschwer­den wie Schmer­zen, Luft­not oder Ängs­te zu lin­dern und den Pati­en­ten so ein mög­lichst selbst­be­stimm­tes Leben zu ermög­li­chen. Gemäß dem Total Pain Kon­zept betrach­te man den Men­schen als Gan­zes und bezie­he sowohl kör­per­li­che, psy­chi­sche, spi­ri­tu­el­le als auch sozia­le Dimen­sio­nen in die Behand­lung mit ein. Dazu beglei­te ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team aus pal­lia­tiv­me­di­zi­nisch aus­ge­bil­de­ten Fach­ärz­ten, Pfle­ge­kräf­ten, Psy­cho­on­ko­lo­gen, Phy­sio- und Ergo­the­ra­peu­ten, Sozi­al­ar­bei­tern, Seel­sor­gern sowie wei­te­ren Fach­kräf­ten Pati­en­ten und ihre Angehörigen.

Dank an alle Beteiligten

Wer­ner Kem­per und Dr. Wattad dank­ten allen, die die Inbe­trieb­nah­me der neu­en Pal­lia­tiv­sta­ti­on mög­lich gemacht haben, allen, die sie in der täg­li­chen Pra­xis mit Leben fül­len und allen, die an der kon­zep­tio­nel­len Wei­ter­ent­wick­lung betei­ligt sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: Kli­ni­kum Hochsauerland)

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