Ausbildung TelefonSeelsorge: „Ich konnte schon immer gut zuhören“

Tina Schwe­fer (Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg) lei­tet die Tele­fon­Seel­sor­ge Hoch­sauer­land kom­mis­sa­risch im Haupt­amt. Alle ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ten­den genie­ßen den Schutz der Anony­mi­tät. (Foto: drh)

Meschede/Hochsauerlandkreis. Ob Ein­sam­keit, Tren­nung vom Part­ner, Über­for­de­rung im All­tag, Krank­heit oder mate­ri­el­le Not: Unter den Num­mern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 fin­den Anru­fen­de bei der Tele­fon­seel­sor­ge ein offe­nes Ohr. Wer am ande­ren Ende der Lei­tung sitzt, ist ganz nah bei den Men­schen und hat eine inten­si­ve Aus­bil­dung genos­sen: Es sind Ehren­amt­li­che, die die Tele­fon­Seel­sor­ge Hoch­sauer­land tra­gen und die­ses wich­ti­ge Hilfs­an­ge­bot ermöglichen.

Ehrenamtlicher Einsatz in Meschede

Die Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg bie­tet ab dem Früh­jahr 2023 einen neu­en Aus­bil­dungs­kurs für Ehren­amt­li­che an. Gesucht wer­den Frau­en und Män­ner, die Belast­bar­keit, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, eine gute Selbst­wahr­neh­mung und Inter­es­se an psy­cho­so­zia­len The­men mit­brin­gen. Ein­satz­ort ist die Tele­fon­Seel­sor­ge Hoch­sauer­land in Meschede.

Seit 40 Jah­ren bil­det die Tele­fon­Seel­sor­ge Hoch­sauer­land der Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg Men­schen für das Ehren­amt aus. Die meis­ten Telefonseelsorger*innen sind berufs­tä­tig, aber auch mehr und mehr Ruhe­ständ­ler inter­es­sie­ren sich für die ver­ant­wor­tungs­vol­le Aufgabe.

Anmeldungen bis Ende November möglich

So wie Tho­mas B. (Name geän­dert), der nach sei­nem Ein­tritt in den Vor­ru­he­stand eine neue, sinn­vol­le Auf­ga­be such­te – und fand. Er sagt: „Ich konn­te schon immer gut zuhö­ren“. In der Zei­tung wur­de er auf die 15-mona­ti­ge, kos­ten­freie Aus­bil­dung bei der Tele­fon­seel­sor­ge auf­merk­sam. Auf ein ers­tes Vor­ge­spräch folg­te eine Aus­wahl­ta­gung, in der sich alle Inter­es­sier­ten ein Bild von den Mög­lich­kei­ten und Anfor­de­run­gen des Ehren­am­tes machen konn­ten, und schließ­lich der eigent­li­che Kurs.

„Mei­ne Moti­va­ti­on, rat­su­chen­de Men­schen durch Zuhö­ren und Zuspruch zu unter­stüt­zen, hat sich im Lau­fe der Aus­bil­dung immer wei­ter ver­stärkt“, betont Tho­mas B. Im Zen­trum des Kur­ses steht die per­so­nen- und res­sour­cen­ori­en­tier­te Gesprächs­füh­rung. Hin­zu kom­men Fra­gen der Kri­sen­in­ter­ven­ti­on, Hos­pi­ta­tio­nen bei Seel­sor­ge­ge­sprä­chen und vie­les mehr. Ins­ge­samt umfasst der Kurs rund 180 Stunden.

Den akti­ven Ehren­amt­li­chen bie­tet die Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg regel­mä­ßig Fort­bil­dun­gen, Super­vi­sio­nen und den Erfah­rungs­aus­tausch im Team.

Für den neu­en Kurs mit Beginn im Früh­jahr 2023 kön­nen Inter­es­sier­te sich noch bis Ende Novem­ber anmel­den. Eine beruf­li­che Vor­bil­dung ist nicht erfor­der­lich, ein flüs­si­ger Umgang mit der deut­schen Spra­che jedoch Vor­aus­set­zung. Anmel­dun­gen nimmt die kom­mis­sa­ri­sche Lei­tung der Tele­fon­Seel­sor­ge, Tina Schwe­fer, unter Tele­fon (0 29 21) 36 20–140 oder tschwefer@diakonie-ruhr-hellweg.de entgegen.

Inter­net: www.diakonie-ruhr-hellweg.de

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: drh)

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