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Auch im Arns­ber­ger Wald: Auf Wild­kat­zen ach­ten!

Schleichende Wildkatze. (Foto: BUND/ ©Thomas Stephan)

Schlei­chen­de Wild­kat­ze. (Foto: BUND/ ©Tho­mas Ste­phan)

Arns­berg. Jun­ge Euro­päi­sche Wild­kat­zen bege­ben sich in die­sen Wochen auf die Suche nach neu­en Revie­ren. Des­halb ruft der Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND) jetzt beson­ders zu Acht­sam­keit im Stra­ßen­ver­kehr auf, spe­zi­ell in wald­rei­chen Gegen­den in der Eifel, im Sieben‑, Rot­haar- und Egge­ge­bir­ge oder auch im Arns­ber­ger Wald. „Der Tod an der Stra­ße ist die häu­figs­te Todes­ur­sa­che der sel­te­nen Wild­kat­zen.“, so Hol­ger Sticht, BUND-Lan­des­vor­sit­zen­der in NRW. „Für den Erhalt der Tie­re in Deutsch­land ist das eine erns­te Gefahr.“

Wild­kat­zen auf Wan­der­schaft

Wildkatze zeigt Zähne. (Foto: BUND/ ©Thomas Stephan)

Wild­kat­ze zeigt Zäh­ne. (Foto: BUND/ ©Tho­mas Ste­phan)

Wild­kat­zen sind vor allem nacht­ak­ti­ve Tie­re, die häu­fig in der Däm­me­rung und Dun­kel­heit jagen und wan­dern. „Mit ihrer gro­ßen und sehr licht­emp­find­li­chen Augen benö­ti­gen sie nur 1/6 der Licht­men­ge, die ein mensch­li­ches Auge benö­ti­gen wür­de. Umso grö­ßer ist die Gefahr, durch Schein­wer­fer, zumal bei Fern­licht, geblen­det zu wer­den“, erläu­tert Chris­ti­ne Thiel-Ben­der, Wild­kat­zen­ex­per­tin des BUND in NRW. „Mit der Zeit­um­stel­lung ist außer­dem nun noch mehr Ver­kehr in den dunk­len Tages­stun­den auf den Stra­ßen. Damit erhöht sich das Risi­ko für die sel­te­nen Tie­re noch­mals.“

BUND ruft jetzt zu beson­de­rer Acht­sam­keit auf

Die Wild­kat­ze hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Deutsch­land wei­ter aus­ge­brei­tet. Sie ist mitt­ler­wei­le in wei­ten Tei­len Mit­tel- und Süd­deutsch­lands hei­misch und konn­te in NRW auch in Gegen­den zwi­schen Bonn und Köln oder auch wie­der ver­mehrt im Arns­ber­ger Wald nach­ge­wie­sen wer­den. Der BUND setzt sich für den Schutz der sel­te­nen Art ein, indem er bestehen­de Ver­net­zungs­kor­ri­do­re erhält, Lebens­räu­me wie­der mit­ein­an­der ver­netzt und bestehen­de Wäl­der auf­wer­tet. Nur bei einer gut ver­netz­ten Land­schaft haben sel­te­ne Arten wie die Wild­kat­ze eine lang­fris­ti­ge Über­le­bens­chan­ce. Die Gefah­ren durch gene­ti­sche Ver­ar­mung und die Anfäl­lig­keit für Krank­hei­ten oder har­te Win­ter wer­den durch die­sen Lebens­raum­ver­bund wesent­lich gemin­dert. Das Genera­tio­nen­pro­jekt „Ret­tungs­netz Wild­kat­ze“ des BUND zielt des­halb auf einen bun­des­wei­ten Ver­bund an Wäl­dern von ins­ge­samt 20.000 Kilo­me­tern Län­ge ab.

Der BUND-Tipp: Ach­ten Sie beson­ders in wald­rei­chen Gegen­den und in der Däm­me­rungs­zeit auf die Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen und Wild­wech­sel-Ver­kehrs­schil­der. Behal­ten Sie den Stra­ßen­rand rechts und links im Auge. Blen­den Sie nicht das Fern­licht auf, wenn ein Tier zu sehen ist, son­dern hupen Sie.

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