Arnsberg plant Kreislaufwirtschaftszentrum ‘#wieneu’ – bis zu 1,2 Millionen Euro Förderung in Aussicht

Mit der jüngs­ten Aus­zeich­nung haben nun bereits 52 Pro­jek­te der REGIO­NA­LE 2025 eine För­der­zu­sa­ge oder ‑per­spek­ti­ve. (Foto: Süd­west­fa­len Agentur)

Arns­berg. Mit dem Pro­jekt „#wie­neu“ geht Arns­berg aktiv gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft vor. Die Stadt baut des­halb ein kom­mu­na­les Kreis­lauf­wirt­schafts­zen­trum auf, das Repa­ra­tur, Wie­der­ver­wen­dung, Tausch und Leih­sys­te­me für Haus­halts- und All­tags­pro­duk­te unter einem Dach ver­eint. Der REGIO­NA­LE-Aus­schuss hat das Vor­ha­ben mit dem drit­ten Stern der REGIO­NA­LE 2025 aus­ge­zeich­net und der EFRE-Begut­ach­tungs­aus­schuss zur För­de­rung emp­foh­len. Das Pro­jekt wird vor­aus­sicht­lich mit bis zu 1,2 Mil­lio­nen Euro aus Mit­teln des Euro­päi­schen Fonds für Regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) der EU und des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len gefördert.

Mehr als ein Repair-Café, mehr als ein Second-Hand-Laden, mehr als eine Werk­statt: Die Stadt Arns­berg will mit ihrem Pro­jekt „#wie­neu“ ein kom­mu­na­les Kreis­lauf­wirt­schafts­zen­trum auf­bau­en. Dort sol­len Repa­ra­tur, Wie­der­ver­wen­dung, Tausch und Leih­sys­te­me für Haus­halts- und All­tags­pro­duk­te zusam­men­ge­führt wer­den – real vor Ort, digi­tal und gemein­schaft­lich als Netz­werk.  „Wir betrach­ten ins­be­son­de­re ein­hei­mi­sche Pro­duk­te ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te, ange­fan­gen beim Pro­dukt­de­sign bis zur fina­len Ver­wer­tung“, sagt Sebas­ti­an Wit­te aus dem Refe­rat für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Stadt Arns­berg. „Dabei spie­len die sie­ben Rs des zir­ku­lä­ren Designs eine beson­de­re Rol­le: Redu­ce, Re-use, Repair, Re-fit, Re-build, Re-fur­bish, Re-cycle.“ Die Idee also: Weni­ger weg­wer­fen, mehr repa­rie­ren und wei­ter­ge­ben oder auch neu auf- und verarbeiten.

Werkstätten, Beratungsangebote und Zusammenarbeit mit Unternehmen

Das geplan­te Zen­trum der Smart City Arns­berg bie­tet Raum für Werk­stät­ten, Bera­tungs­an­ge­bo­te und Lern­for­ma­te. Sie sol­len anschau­lich zei­gen, wie Kreis­lauf­wirt­schaft im All­tag funk­tio­niert. Vor allem Unter­neh­men aus Arns­berg und Umge­bung (z.B. Clo­er, TRI­LUX, SKS meta­plast Schef­fer-Klu­te, Fischer & Hon­sel), die All­tags- und Haus­halts­ge­rä­te her­stel­len, unter­stüt­zen das Pro­jekt. Sie brin­gen ihre Pro­duk­te ein, ler­nen mit und hel­fen bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Kreis­lauf­wirt­schaft vor Ort. Gemein­sam mit Bürger:innen, Hand­werk und Sozi­al­trä­gern sol­len über das Kreis­lauf­wirt­schafts­zen­trum neue Dienst­leis­tun­gen und Geschäfts­mo­del­le ent­wi­ckelt und erprobt wer­den: um Res­sour­cen zu scho­nen, Emis­sio­nen zu sen­ken und sozia­le Teil­ha­be zu stär­ken. Das Pro­jekt-Team baut außer­dem eine digi­ta­le Platt­form auf, über die Pro­duk­te, Ersatz­tei­le und Dienst­leis­tun­gen aus­ge­tauscht und ver­mit­telt wer­den können.

Auf andere Städte übertragbar

„Wir haben ein Pro­jekt ent­wi­ckelt, das eine der zen­tra­len Trans­for­ma­ti­ons­auf­ga­ben, das Wirt­schaf­ten in Kreis­läu­fen, bedient“, betont Sebas­ti­an Wit­te. Wis­sen­schaft­lich beglei­tet wird das Pro­jekt vom Wup­per­tal Insti­tut. Das Insti­tut ist Pro­jekt­part­ner der Stadt Arns­berg und bringt viel Erfah­rung und Exper­ti­se mit. Die Betei­lig­ten hal­ten die Ergeb­nis­se so fest, dass sie auf ande­re Städ­te über­trag­bar sind.

Das Pro­jekt „#wie­neu-Kreis­lauf­wirt­schafts­zen­trum“ der REGIO­NA­LE 2025 wird vor­aus­sicht­lich mit 1,2 Mil­lio­nen Euro aus Mit­teln des Euro­päi­schen Fonds für Regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) und des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len über den Auf­ruf „REGIO­NA­LE Süd­west­fa­len – Pro­jek­te für eine digi­ta­le, nach­hal­ti­ge und authen­ti­sche Zukunft in Süd­west­fa­len“ gefördert.

Hintergrund

Für zukunfts­wei­sen­de, nach­hal­ti­ge und inno­va­ti­ve Vor­ha­ben in Nord­rhein-West­fa­len ste­hen aus dem EFRE/JTF-Pro­gramm NRW 2021–2027 EU-Mit­tel in Höhe von 1,9 Mil­li­ar­den Euro des Euro­päi­schen Fonds für Regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) und des Just Tran­si­ti­on Fund (JTF) zur Ver­fü­gung. Hin­zu kom­men eine Ko-Finan­zie­rung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len und Eigen­an­tei­le der Pro­jek­te. Unter­stützt wer­den Vor­ha­ben aus den The­men­fel­dern Inno­va­ti­on, Nach­hal­tig­keit, Mit­tel­stands­för­de­rung, Lebens­qua­li­tät, Mobi­li­tät, und Struk­tur­wan­del in Koh­le­rück­zugs­re­gio­nen sowie Stra­te­gi­sche Tech­no­lo­gien und Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.efre.nrw.

 

 

 

 

 

 

 

 

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