- Anzeige -

Arnsberg hat die größte Kinderfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen

Bei der Haupt­dienst­be­spre­chung blick­te der Basis­lösch­zu­ges 2 der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg jetzt auf ein beweg­tes Jahr 2018 zurück (Foto: Wolf­gang Becker)

Arns­berg. Auf der Haupt­dienst­be­spre­chung des Basis­lösch­zu­ges 2 (Lösch­zug Arns­berg, Lösch­grup­pe Brei­ten­bruch und Lösch­grup­pe Wen­nig­loh) hat Basis­lösch­zugfüh­rer Ste­fan Beu­le auf ein beweg­tes Jahr 2018 zurück­ge­blickt. Dar­über hin­aus gab es zahl­rei­che Beför­de­run­gen und Aus­zeich­nun­gen. Stolz ist die Arns­ber­ger Feu­er­wehr auf ihre Kin­der­feu­er­wehr: mit 160 Kin­dern die größ­te in Nordrhein-Westfalen.

Im ver­gan­ge­nen Jahr leis­te­ten die 204 Mit­glie­der der drei Feu­er­wehr­stand­or­te 9150 Ehren­amts­stun­den (2017: 7420), auf­ge­glie­dert bedeu­tet die­se Zahl 3660 Ein­satz­stun­den, 3910 Übungs- und Aus­bil­dungs­stun­den sowie 1580 sons­ti­ge Stun­den. Dem BLZ 2 gehö­ren 204 Feu­er­wehr­leu­te an, davon 92 in der Ein­satz­ab­tei­lung (Arns­berg 58, Brei­ten­bruch 15, Wen­nig­loh 19); Ehren­ab­tei­lung 35 (Arns­berg 26, Brei­ten­bruch 7, Wen­nig­loh 2); Unter­stüt­zungs­ab­tei­lung 1 (Arns­berg); Jugend­feu­er­wehr 44 (Arns­berg 34, Brei­ten­bruch 0, Wen­nig­loh 10); Kin­der­feu­er­wehr 32 (Arns­berg 30, Brei­ten­bruch 0, Wen­nig­loh 2). Die Ein­sät­ze unter­tei­len sich wie folgt: Gesamt 143 (2017:128), davon Brand­ein­sät­ze 111 (Arns­berg 86, Brei­ten­bruch 12, Wen­nig­loh 13); Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen 18 (Arns­berg 15, Brei­ten­bruch 2, Wen­nig­loh 1); Vor­sor­ge­ein­sät­ze 14 (Arns­berg 12, Brei­ten­bruch 1, Wen­nig­loh 1).

„Friederike“ sorgte im Januar 2018 für Ausnahmezustand

In sei­nem Bericht stell­te Beu­le noch ein­mal eini­ge beson­de­re Ein­sät­ze her­aus. Das Orkan­tief „Frie­de­ri­ke“ sorg­te im Janu­ar 2018 für Aus­nah­me­zu­stand bei den Feu­er­wehr­ein­hei­ten im Stadt­ge­biet. Umge­stürz­te Bäu­me, teil­wei­se auf Häu­ser und Autos gefal­len, lose Dach­zie­gel und Äste auf den Stra­ßen hiel­ten die Feu­er­wehr über acht Stun­den lang in Atem. In einer mobi­len Ein­satz­zen­ta­le, bestehend aus dem Ein­satz­leit­wa­gen des Fern­mel­de­diens­tes und dem Abroll­be­häl­ter Ein­satz­lei­tung (AB EL) lie­fen alle Fäden zusam­men. Spek­ta­ku­lärs­ter Ein­satz war am Karo­li­nen-Hos­pi­tal in Hüs­ten. Dort stürz­te ein Flach­dach auf den Vor­platz des Kran­ken­hau­ses, ein Win­kel­blech durch­schlug dabei ein Fens­ter der Inten­siv­sta­ti­on. Zu drei Ein­satz-Unfäl­len kam es beim Brand im Ser­ver­raum eines Betrie­bes. Ein Feu­er­wehr­mann bekam aus unge­klär­ter Ursa­che einen Strom­schlag und wur­de vom Not­arzt behan­delt, zwei wei­te­re Ein­satz­kräf­te klag­ten über Atem­be­schwer­den und muss­ten eben­falls ins Kran­ken­haus. Im Juli und August muss­te die Wehr drei­mal zu einem Recy­cling­be­trieb nach Ober­ei­mer aus­rü­cken, der ers­te Ein­satz dau­er­te zwölf Stun­den. Ins­ge­samt wur­den hier 1000 Liter Schaum­mit­tel und 2 Mil­lio­nen Liter Was­ser benö­tigt. Wäh­rend der Hit­ze­wel­le rück­te der BLZ 2 acht­mal zu Wald- und Flä­chen­brän­den aus, größ­ter Ein­satz war der Wald­brand zwi­schen Brei­ten­bruch und Neu­haus. Die Brei­ten­bru­cher Bevöl­ke­rung unter­stütz­te die Wehr­leu­te an die­sem hei­ßen Tag mit Ver­pfle­gung und Mineralwasser.

Größte Kinderfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen

Der Lei­ter der Feu­er­wehr Bernd Löhr freu­te sich über den kon­ti­nu­ier­li­chen Zuwachs bei der Kin­der­feu­er­wehr: „Wir haben mit 160 Kin­dern die größ­te Kin­der­feu­er­wehr in Nord­rhein-West­fa­len“, so Löhr, der sich bei allen Feu­er­wehr­leu­ten für ihren Ein­satz bedank­te. Die Bau­maß­nah­me am Stand­ort Arns­berg-Ruhr­stra­ße wird sich um ein­ein­halb bis zwei Jah­re ver­schie­ben, der Umbau des Gerä­te­hau­ses Brei­ten­bruch soll in den kom­men­den Mona­ten in Angriff genom­men wer­den. Die Kame­ra­den aus Brei­ten­bruch hät­ten hier gute Ideen und Plä­ne mit ein­ge­bracht. Wehr­füh­rer Löhr nahm anschlie­ßend die Beför­de­run­gen vor: Julia Bex­ten, Jan Her­wig, Tobi­as Kei­nert, Marc Uer­schels und Heinz Wulf wur­den zum Feuerwehrmann/frau beför­dert, Flo­ri­an Kem­per und Mar­kus Krei­dt zum Ober­feu­er­wehr­mann sowie Sarah Reinold zur Haupt­feu­er­wehr­frau und Kevin Hei­ne­mann zum Unter­brand­meis­ter. Sebas­ti­an Kortz erhielt Urkun­de und Dienst­grad­ab­zei­chen zum Haupt­brand­meis­ter. Basis­lösch­zugfüh­rer Ste­fan Beu­le und Lösch­zugfüh­rer Niko­laj Schul­te (Wen­nig­loh) wur­den nach Ablauf der Amts­zeit für wei­te­re sechs Jah­re in ihren Funk­tio­nen bestätigt.

Viele Jubilare

Fach­be­reichs­lei­ter Hel­mut Mel­chert bedank­te sich im Namen von Rat und Ver­wal­tung beim Basis­lösch­zug 2 für das Enga­ge­ment und zeich­ne­te lang­ge­dien­te Wehr­leu­te mit Orden und Ehren­na­deln aus: Ehren­na­del in Bron­ze des Ver­bands der Feu­er­weh­ren NRW für 10-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Mau­rice Schul­te (Lösch­zug Arns­berg), Sarah Reinold und Dani­el Rött­gers (Lösch­grup­pe Brei­ten­bruch). Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Sil­ber des Lan­des NRW für 25-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Sebas­ti­an Kortz (LZ Arns­berg), David Mann­chen und Jens Stie­fer­mann (LG Wen­nig­loh). Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold des Lan­des NRW für 35-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Jörg Böcke­ler (LZ Arns­berg) und Jörg Rüger (LG Wen­nig­loh). Ehren­na­del in Sil­ber des Ver­bands der Feu­er­weh­ren in NRW für 40-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Hans Rei­mann (LZ Arns­berg) und Klaus Scholz (LG Wen­nig­loh) Ehren­na­del in Gold des Ver­bands der Feu­er­weh­ren in NRW für 50-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Kon­rad Roth (LZ Arns­berg). Ehren­na­del in Gold des Ver­bands der Feu­er­weh­ren in NRW für 60-jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit: Hubert Hah­ne (LG Breitenbruch).

Teilen Sie diesen Beitrag oder unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit via Paypal:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

- Anzeige -
Anzeige
- Anzeige -

Kontakt zur Redaktion

redaktion@blickpunktASM.de