Arbeitsagentur: „Flüchtlinge meist nicht Fachkräfte von morgen“

„Wir haben mit der Inte­gra­ti­on der geflüch­te­ten Men­schen in den Arbeits- und Aus­bil­dungs­markt eine Schlüs­sel­rol­le in der gesell­schaft­li­chen Inte­gra­ti­on. Mit unse­ren Inte­gra­ti­on Points bie­ten wir Asyl­su­chen­den Anlauf­stel­len mit spe­zi­ell geschul­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. In enger Zusam­men­ar­beit mit den Kom­mu­nen sowie Ehren­amt­li­chen leis­ten wir unse­ren Bei­trag zur Inte­gra­ti­on“, erläu­tert Schma­le die Vor­ge­hens­wei­se der Agen­tu­ren für Arbeit im HSK. „Ehr­li­cher­wei­se muss man sagen, dass der Groß­teil der zu uns geflüch­te­ten Men­schen nicht die Fach­kräf­te von mor­gen sind, son­dern die Fach­kräf­te von über­mor­gen sein kön­nen. Wo Arbeit noch nicht unmit­tel­bar mög­lich ist, ver­fol­gen wir zunächst ist das Ziel, dass die Sprach­kennt­nis­se aus­ge­baut, Bil­dungs­ab­schlüs­se aner­kannt und die Kennt­nis­se mit Wei­ter­bil­dung ver­bes­sert wer­den. Ich beto­ne aber auch unser Koope­ra­ti­ons­an­ge­bot an die Arbeit­ge­ber, geflüch­te­ten Men­schen mit einer För­de­rung durch uns eine Chan­ce auf Wei­ter­bil­dung am Arbeits­platz zu geben.“

Weniger Langzeitarbeitslose

2265 Per­so­nen im Alter von 50 Jah­ren und älter waren im Jah­res­durch­schnitt 2016 bei den Agen­tu­ren für Arbeit und Job­cen­tern gemel­det, 102 Per­so­nen weni­ger als im Vor­jahr. Bei den Lang­zeit­ar­beits­lo­sen gab es einen Rück­gang um 202 Per­so­nen auf 2668 Lang­zeit­ar­beits­lo­se im Jah­res­durch­schnitt 2016. Auch die Schwer­be­hin­der­ten pro­fi­tie­ren. Im HSK waren mit 496 Per­so­nen 19 Schwer­be­hin­der­te weni­ger arbeits­los gemel­det als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Solide Basis für gesunden Arbeitsmarkt im HSK

Die Arbeits­kräf­te­nach­fra­ge war in 2016 eben­falls auf Rekord­ni­veau: 1828 Stel­len waren durch­schnitt­lich im Bestand der Arbeits­agen­tu­ren im HSK, knapp ein Vier­tel mehr als im Vor­jahr. Sowohl Voll- als auch Teil­zeit­stel­len pro­fi­tier­ten von dem Anstieg. Ins­ge­samt mel­de­ten Betrie­be und Ver­wal­tun­gen 5883 Arbeits­stel­len, 1105 bzw. knapp ein Fünf­tel mehr als in 2015. Die meis­ten Stel­len­zu­gän­ge gab es nach der Arbeit­neh­mer­über­las­sung beim Ein­zel­han­del, der Beher­ber­gung, dem Gesund­heits­we­sen, der Metall­bran­che, der öffent­li­chen Ver­wal­tung, aber auch im Sozi­al­we­sen, auf dem Bau, in Hei­men, Gas­tro­no­mie und Groß­han­del. „Der gesun­de Mix aus klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men, aber auch Welt­markt­füh­rern, aus Tou­ris­mus, Gesund­heits­we­sen, öffent­li­cher Ver­wal­tung, Ein­zel­han­del und pro­du­zie­ren­dem Gewer­be im Hoch­sauer­land­kreis bie­tet eine soli­de Basis für einen gesun­den Arbeits­markt“, schluss­fol­gert Schma­le. „Die gemein­sa­me Auf­ga­be, Fach­kräf­te durch Aus­bil­dung, Wei­ter­bil­dung und attrak­ti­ve Arbeits­be­din­gun­gen zu gewin­nen und zu hal­ten sowie die Inte­gra­ti­on geflüch­te­ter Men­schen wird uns in den kom­men­den Jah­ren beschäftigen.“

Beitrag teilen