Hochsauerlandkreis. Mit einer eigenen Plakataktion versucht die Polizei im Hochsauerlandkreis für ein Umdenken zu sorgen. Ankommen oder umkommen? Diese Frage soll sich jeder Motorradfahrer stellen.
Klares Ziel: weniger Tote und Verletzte
„Die Problematik wird deutlich, wenn man die Unfallzahlen des letzten Jahres betrachtet. Acht Tote und 115 verletzte Motorradfahrer lautete die traurige Bilanz im Jahr 2016. Auch im laufenden Jahr sind bereits wieder zwei Motorradfahrer tödlich verunglückt“, so Polizeisprecher Sebastian Held. Mit einer neuen Präventionsstrategie sollen diese Zahlen reduziert werden. Die Plakate werden an den bekannten Ausflugszielen angebracht, insbesondere dort, wo die Motorradfahrer ihre Pausen einlegen.
Drei von vier Bikern kommen von außerhalb
Wie schwierig die Prävention im Hochsauerlandkreis ist, zeigt ein Blick in die Verkehrsunfallstatistik. Knapp 75 Prozent der verunfallten Motorradfahrer stammen nicht aus dem Kreisgebiet. Diese werden also nicht mit der lokalen Prävention in der Presse erreicht. Umso wichtiger ist es, mit den Plakaten an möglichst vielen Orten präsent zu sein. „Die Plakate sind nur ein weiterer Baustein in unserer Präventionsstrategie. Jeder Verletzte ist einer zu viel. Wir wollen weniger Unfälle“, sagt der Direktionsleiter Verkehr, Erster Polizeihauptkommissar Gregor Mertens.
