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Akti­ves Neheim stemmt 55.000 Euro für vier Wochen Weih­nachts­markt

Akti­ves Neheim und Pre­mi­um­part­ner stell­ten den am Frei­tag begin­nen­den Nehei­mer Weih­nachts­markt vor. (Foto: oe)

Neheim. „Die Ein­kaufs­stadt Neheim freut sich auf ihren Weih­nachts­markt”, berich­te­te City­ma­na­ger Con­ny Buch­he­is­ter am Mitt­woch mit­tag im Schat­ten des Nehei­mer Domes, wäh­rend noch Rad­la­der Men­gen von Weih­nachts­bäu­men hin- und her­kut­schier­ten und flei­ßi­ge Hän­de mit der Schau­fel Ber­ge von Rin­den­streu ver­teil­ten. Der bis­he­ri­ge Nehei­mer Weih­nachts­treff prä­sen­tiert sich dort ab Frei­tag erst­mals als Weih­nachts­markt und wird län­ger, grö­ßer – und teu­rer.

Gas­tro­no­mie mit „open end”

Auch der Elch ist wie­der dabei. (Foto: oe)

„Vier Wochen jeden Tag” ist die Devi­se, auch wenn es eine klei­ne Ein­schrän­kung gibt. Hei­lig­abend und am 1. Fei­er­tag bleibt die Buden­stadt geschlos­sen, doch am 2. Fei­er­tag geht es wei­ter bis zum 30. Dezem­ber. Erst am letz­ten Tag des Jah­res wird auf- und abge­räumt. Der Weih­nachts­markt öff­net mon­tags bis don­ners­tags ab 14 Uhr, frei­tags und sams­tags ab 11 Uhr und sonn­tags ab 13 Uhr. Abends ist um 18.30 Uhr Schluss, aller­dings nicht für das belieb­te Gast­haus „Zum Elch” und die ande­ren Gas­tro­no­mie­stän­de am Dom. Dort gilt „open end”.

Ver­län­ge­rung Wunsch der Händ­ler

„30 Tage, damit erfül­len wir die Wün­sche der Händ­ler, unse­rer Mit­glie­der, die zahl­reich an uns her­an­ge­tra­gen wor­den sind”, sagt Heri­bert Scheidt, Vor­sit­zen­der des Akti­ven Neheim. „Aber das kos­tet auch irr­sin­nig viel Geld! Mehr Ener­gie, mehr Pro­gramm, mehr Wach­dienst!” Die Gesamt­kos­ten wer­den sich auf mehr als 55.000 Euro belau­fen. Finan­ziert wird dies nur zu etwa 25 Pro­zent durch Stand­gel­der, die bewusst nied­rig gehal­ten wor­den sind und bei Ver­ei­nen gera­de mal die Strom­kos­ten decken. Jeweils ein wei­te­res Vier­tel decken frei­wil­li­ge Zuschüs­se der AN-Mit­glie­der und Wer­be­kos­ten­zu­schüs­se der Immo­bi­li­en­be­sit­zer. Für den Rest des Bud­gets kom­men die AN-Pre­mi­um­part­ner – unter ande­rem Spar­kas­se und Volks­bank – auf. Wei­te­re Spon­so­ren sind will­kom­men und wer­den auch gebraucht, um noch ein paar zusätz­li­che Pro­gramm­punk­te ein­kau­fen zu kön­nen, so der City­ma­na­ger.

Über 50.000 Lich­ter erstrah­len

Die Zah­len sind ein­drucks­voll: mehr als 50.000 Lich­ter wer­den vom Akti­ven Neheim instal­liert, zu 95 Pro­zent LEDs. Die Lich­ter­ket­ten sind über 4,5 Kilo­me­ter lang. Allein 540 Meter mes­sen die Lich­ter­ket­ten in der zehn Meter hohen Edel­tan­ne, die der Jäger­ver­ein auf dem Markt auf­ge­stellt hat. 450 Edel­tan­nen in Nor­mal­for­mat zie­ren die Ein­kaufs­stra­ßen, auch ein neu­er Rekord. Auch die Devi­se „Jedes Jahr zwei Hüt­ten mehr” hat das Akti­ve Neheim dies­mal über­erfüllt. Statt 15 wur­den 21 Holz­häus­chen von der Schüt­zen­bru­der­schaft Enkhau­sen aus­ge­lie­hen. Hin­zu kom­men wei­te­re zehn Stän­de vor­wie­gend mit Lecke­rei­en und das Kin­der­ka­rus­sell. Heri­bert Scheidt betont aber auch: „Wir wol­len orga­nisch wach­sen. Niveau ist uns wich­ti­ger als schie­re Grö­ße.”

Waf­fel­hüt­te und Akti­ons­hüt­ten für Ver­ei­ne

Zum zwei­ten Mal gibt es Clo­ers Waf­fel­hüt­te. In der vom hei­mi­schen Waf­fel­ei­sen­her­stel­ler bes­tens aus­ge­stat­te­ten Hüt­te backen ins­ge­samt 19 täg­lich wech­seln­de Ver­ei­ne, Schu­len und Kin­der­gär­ten Waf­feln und stel­len ihre eige­nen Zie­le und Auf­ga­ben vor. Nur noch am 2. Weih­nachts­tag ist die Hüt­te frei. Ein­zel­ne freie Tage gibt es auch noch für die Akti­ons­hüt­ten, deren zahl in die­sem Jahr von zwei auf drei gestei­gert wur­de. Aktu­ell haben sich hier bereits 39 Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen ange­mel­det. „Ein weit gespann­ter Bogen von Arns­ber­ger Tafel, Ver­brau­cher­be­ra­tung und Cari­tas über Tier­schutz und Schu­len bis zu den Kar­ne­va­lis­ten”, so Buch­he­is­ter, „und auch ein Abbild der gesam­ten Stadt.” Anmel­dun­gen für freie Ter­mi­ne wer­den noch unter Tel. 02932 892929 oder JV@aktives-neheim.de ent­ge­gen­ge­nom­men.

His­to­ri­sche Märk­lin-Bahn

Her­vor­he­ben möch­ten die Orga­ni­sa­to­ren auch den Ein­satz der Rent­ner­bri­ga­de des Freund­schafts­clubs Son­nen­dorf, die jeden Tag die vom Akti­ven Neheim betreu­ten Aus­stel­lungs-, Akti­ons- und Schau­fens­ter­hüt­ten mit­tags öff­nen und abends schlie­ßen. Aus­ge­stellt wer­den Schau­stü­cke aus den 50-er jah­ren vom Werk Neheim, eine his­to­ri­sche Märk­lin-Modell­ei­sen­bahn von 1954 mit Fal­ler-Häus­chen aus Holz, eine Win­ter­kir­mes, Win­ter­land­schaf­ten und eine Nuß­kna­cker­samm­lung. Neu sind vier Schau­fens­ter­hüt­ten der hei­mi­schen Fir­men Ber­let, Hum­pert, Wiet­hoff und Scheidt. Ver­kauft wer­den Holz­spiel­zeug, selbst­ge­bau­te Pup­pen­stu­ben, hand­ge­mach­te Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on, Kirsch­kern­kis­sen und vie­le haus­ge­mach­te Lecke­rei­en von Leb­ku­chen über Mar­me­la­den und Likö­re bis zu Leber­käs und Schupf­nu­deln.

Film­pre­mie­re und Wunsch­baum

Im Rah­men­pro­gramm gibt es am Frei­tag, 1. Dezem­ber gegen 16 Uhr neben dem Dom eine Welt­ur­auf­füh­rung. Wenn es dun­kel wird das neu­es­te Nehei­mer Film­schätz­chen von Hans Schul­te gezeigt, der ein­stün­di­ge Film „Mein Neheim”. Auch am Sams­tag und Sonn­tag wird der Film zur glei­chen Zeit gezeigt. Ein wei­te­rer Höhe­punkt am Eröff­nungs­wo­chen­en­de ist der Wunsch­baum des Jäger­ver­eins. Der Jäger­ver­ein möch­te 40 Kin­dern des Kin­der­heims Mari­en­frie­den eine Freu­de machen und stellt am Sams­tag den Wunsch­baum mit Kar­ten mit deren Geschenk­wün­schen auf. Jeder kann sich eine Kar­te vom Baum neh­men und einen Wunsch im Wert von 20 bis 30 Euro erfül­len. Die Geschen­ke kön­nen dann in der Mari­en­apo­the­ke abge­ge­ben wer­den und die Jäger sor­gen für die Besche­rung. Am Sams­tag von 11 bis 18 Uhr dreht auch wie­der der belieb­te Nehei­mer City­ex­press sei­ne Run­den über Haupt­stra­ße, Apo­the­ker­stra­ße, Men­de­ner Stra­ße und Nehei­mer Markt. Dazu kommt die Cari­tas mit ihrem Roten Sofa auf den Weih­nachts­markt und das Akti­ve Neheim ver­teilt 500 Nehei­mer Taschen. In Clo­ers Waf­fel­hüt­te backen von Frei­tag bis Diens­tag die KiTa St. Rapha­el, die Tier­ta­fel Arns­berg, die Kol­ping­ju­gend Arns­berg, der Ev. Regen­bo­gen-Kin­der­gar­ten Hüs­ten und die Früh­ge­bo­re­nen-Kin­der­hil­fe Maze­do­ni­en.

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