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Akti­ons­tag gegen Gewalt an Frau­en: Stadt Arns­berg zeigt Flagge

Arns­berg. Gewalt gegen  Frau­en und Mäd­chen ist welt­weit eine der häu­figs­ten Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen. Um auf die­sen Miss­stand auch in die­sem Jahr erneut auf­merk­sam zu machen und das öffent­li­che Bewusst­sein zu sen­si­bi­li­sie­ren, haben sich die städ­ti­schen Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten Petra Ble­sel und Petra Weck zu der Fah­nen­ak­ti­on vor den bei­den Rat­häu­sern in Hüs­ten und Arns­berg ent­schlos­sen. Dar­über infor­miert die Pres­se­stel­le der Stadt Arnsberg.

Heu­te wur­de gemein­sam mit Herrn Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner und Nico­le Jeru­sa­lem, der Prä­si­den­tin des Zon­ta Club Arns­berg, die Ter­res des Femmes Flag­ge gehisst. Die Akti­on ver­deut­licht die For­de­rung nach einem gleich­be­rech­tig­ten und selbst­be­stimm­ten Leben von Mäd­chen und Frau­en. Die blaue Fah­ne „Frei leben – ohne Gewalt“ soll dafür sor­gen, dass die Gewalt an Frau­en aus der Anony­mi­tät geholt und sicht­bar gemacht wird“, betont die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Petra Blesel.

Gewalt sicht­bar machen

Der Rat der Stadt Ams­berg hat am 25.08.2018 eine Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie beschlos­sen. Eines der ver­folg­ten Nach­hal­tig­keits­zie­le ist, die Geschlech­ter­gleich­stel­lung zu errei­chen und alle Frau­en und Mäd­chen zur Selbst­be­stim­mung zu befä­hi­gen. Ziel ist, eine Gesell­schaft zu schaf­fen, in wel­cher Mäd­chen, jun­ge Frau­en und alle ande­ren Geschlech­ter ihr vol­les intel­lek­tu­el­les, sozia­les und poli­ti­sches Poten­zi­al aus­schöp­fen können.

Ein beson­de­re Fah­ne weht am Arns­berg Rat­haus: Die Stadt zeigt Flag­ge gegen Gewalt. Foto: Stadt Arnsberg

Die Coro­na-Pan­de­mie und die damit ein­her­ge­hen­den Lock Downs las­sen befürch­ten, dass die häus­li­che Gewalt noch wei­ter zunimmt. Die räum­li­che Nähe in die­sen beson­de­ren Zei­ten, der Weg­fall von sozia­len Kon­troll­me­cha­nis­men, aber auch die ver­min­der­te Mög­lich­keit  Hil­fe ein­zu­ho­len, kön­nen in Fami­li­en und bei Paa­ren schlim­me Fol­gen haben. Bun­des­weit ist jede drit­te Frau von häus­li­cher Gewalt betrof­fen. Laut Bun­des­kri­mi­nal­amt  waren 2019 in Deutsch­land 141.792 Men­schen Opfer von Part­ner­schafts­ge­walt (davon 81 Pro­zent weib­lich und 19 Pro­zent männ­lich), das ist ein Anstieg zum Vor­jahr von 0,7 Prozent.

Kam­pa­gne „Zuhau­se nicht sicher?!“

Mit der Kam­pa­gne „Zuhau­se nicht sicher?!“ wird in Coro­na Zei­ten gezielt auf häus­li­che Gewalt auf­merk­sam gemacht. Das Hil­fe­te­le­fon 08000 116 016 ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr in 17 Spra­chen erreich­bar. Es gibt auch eine Online-Bera­tung unter www.hilfetelefon.de. Jede und jeder, der die Tele­fon­num­mer des Hil­fe­te­le­fons kennt und sie wei­ter­gibt, zeigt betrof­fe­nen Frau­en einen Weg aus der Gewalt.

Wei­te­re Hil­fe und  Bera­tung bie­tet vor Ort bie­tet der Ver­ein Frau­en hel­fen Frau­en Arns­berg e.V. unter der Tele­fon­num­mer 02932 / 8987–703 oder unter verein@frauen-hsk.de Über die städ­ti­sche Flag­gen­ak­ti­on hin­aus wird der Zon­ta Club Arns­berg ab heu­te die Akti­on „Zon­ta says No“ starten.

„Zon­tas says NO“

Der Zon­ta Club Arns­berg wird gemein­sam mit rund 130 deut­schen Zon­ta Clubs an der welt­wei­ten 16-tägi­gen Kam­pa­gne von Zon­ta Inter­na­tio­nal teil­neh­men. Das Netz­werk enga­gier­ter Frau­en unter­stützt damit auch die Anstren­gun­gen der Ver­ein­ten Natio­nen zur Errei­chung der inter­na­tio­nal ver­ein­bar­ten Zie­le der Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit. In Ver­bun­den­heit mit den Ver­ein­ten Natio­nen folgt Zon­ta Inter­na­tio­nal mit sei­ner inter­na­tio­na­len Kam­pa­gne Zon­ta Says NO seit 2014 rund um den Glo­bus dem UN-Auf­ruf „Oran­ge The World“.

Jähr­lich wer­den am 25. Novem­ber ab 17 Uhr zum Start der 16-tägi­gen Akti­on Gebäu­de und Wahr­zei­chen, u.a. in Arns­berg, in der Far­be oran­ge angeleuchtet.

(Quel­le: Pres­se­stel­le Stadt Arnsberg)

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