AKO Oeventrop plant Springborn-Ausstellung

Her­mann Spring­born wur­de am 4. Juli 1905 in Frei­burg im Breis­gau gebo­ren. Sei­ne Kind­heit erleb­te er in Kem­pen am Nie­der­rhein, wo er sich zum Anstrei­cher und Maler aus­bil­den ließ. Dar­auf­hin spe­zia­li­sier­te er sich auf deko­ra­ti­ve Arbei­ten für Fest­de­ko­ra­tio­nen und Büh­nen­bil­der. Auch war er als Pla­kat­ma­ler tätig und zeich­ne­te Kari­ka­tu­ren für nie­der­rhei­ni­sche Zei­tun­gen. Er war auch ein enga­gier­ter Rad­renn­fah­rer und ver­öf­fent­lich­te Kari­ka­tu­ren zum The­ma Radsport.

  • 1936 begeg­ne­te er dem rhei­ni­schen Maler Max Cla­ren­bach und bald dar­auf Juli­us Paul Jung­hanns, wel­che bei­de sein Talent erkann­ten, ihn ermu­tig­ten, för­der­ten und anleiteten.
  • Zu Beginn des Zwei­ten Welt­kriegs war Spring­born Sol­dat bei der Luft­waf­fe. Jedoch erkrank­te er 1940 an Tuber­ku­lo­se und wur­de in das Reser­ve-Laza­rett Oeven­trop, das ehe­ma­li­ge Mis­si­ons­haus der Mis­sio­na­re vom Hl. Her­zen Jesu, ein­ge­lie­fert. Hier begann er mit sei­nen Land­schafts­ma­le­rei­en Sau­er­län­di­scher Land­stri­che, was vom Ober­feld­arzt Neu­en­zeit geför­dert wur­de, wel­cher ihm nach Mög­lich­keit Mal­uten­si­li­en und Far­ben besorg­te. Mehr­fach besuch­te Spring­born, teil­wei­se für meh­re­re Wochen, sei­ne Hei­mat Kem­pen, wo er vie­le nie­der­rhei­ni­sche Land­schaf­ten auf Lein­wand brachte.
  • 1943/44 betei­lig­te sich Spring­born an der „Gro­ßen West­fä­li­schen Kunst­aus­stel­lung“ in Dort­mund und Hagen.
  • Spä­ter war er auf der „Ers­ten süd­west­fä­li­schen Kunst­aus­stel­lung der Nach­kriegs­zeit“ ver­tre­ten, wel­che 1945/46 im Sau­er­land-Muse­um in Arns­berg statt­fand. 1946 wur­de er in die „Daten­bank der Rhei­nisch-West­fä­li­schen Künst­ler“, Kata­log-Nr. 28 aufgenommen.
  • Sein Oeven­tro­per Werk­statt-Ate­lier in der Nach­kriegs­zeit befand sich in der alten Stemann’schen Kegel­bahn. Sel­ten mal­te er auf teu­rer Lein­wand. Meist wur­den die Ölfar­ben auf Sperr­holz oder Kar­ton auf­ge­tra­gen. Vie­le Bil­der über­reich­te er noch unge­trock­net anläss­lich ver­schie­de­ner Fei­er­lich­kei­ten. Spring­borns Bil­der waren nicht teu­er. Häu­fig tausch­te er sie gegen Natu­ra­li­en und Mal­uten­si­li­en ein, nach der Wäh­rungs­re­form gegen Deut­sche Mark. So hän­gen vie­le Bil­der von ihm in sau­er­län­di­schen Gasthöfen.
  • 1948 begeg­ne­te er Söch­tig aus Meer­busch, der Spring­born in der Land­schafts­ma­le­rei und in der Spar­te der Blu­men­still­le­ben beein­fluss­te. Wei­ter­hin zeich­ne­te er auch Karikaturen.
  • Am 13. Janu­ar 1964 starb Spring­born in Oeven­trop an den Spät­fol­gen sei­nes Kriegs­lei­dens. Sein letz­tes Bild, eine Sau­er­land-Land­schaft in Öl konn­te er nicht mehr voll­enden. Er war ver­hei­ra­tet und hat­te min­des­tens eine Tochter.
  • Vier Jah­re und fünf Mona­te nach sei­nem Tod erhielt der Maler Her­mann Spring­born post­hum die offi­zi­el­le Aner­ken­nung als Kunst­ma­ler und wur­de an der Folk­wang­schu­le in Essen zum Stu­di­um zugelassen.
  • Spring­born erreich­te vor­ran­gig regio­na­le Bekannt­heit in Nord­rhein-West­fa­len. Sei­ne Gemäl­de, viel­fach im Pri­vat­be­sitz, hän­gen u.a. in der Süd­west­fä­li­schen Gale­rie im Muse­um Holt­hau­sen, im Kra­mer-Muse­um Kem­pen und im Sau­er­land-Muse­um Arnsberg.
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