60- bis 76-Jährige als „Kinder von Damals“ auf der Bühne

Im April die­ses Jah­res tra­fen sich zum ers­ten Mal Men­schen aus Arns­berg und Umge­bung, um über ihre ganz per­sön­li­chen Erfah­run­gen in der Kriegs- und Nach­kriegs­zeit zu spre­chen – und dies aus der Per­spek­ti­ve des Kin­des, das den Krieg und die Nach­kriegs­zeit zwar erlebt hat, aber das Erleb­te oft nicht in sei­ne kind­li­che Erfah­rungs­welt ein­ord­nen konn­te. Das Teatron-Team hat alles von den Teilnehmer/innen Erzähl­te und Auf­ge­schrie­be­ne doku­men­tiert, bear­bei­tet und zu einer Thea­ter­col­la­ge mon­tiert. Sät­ze tau­chen auf wie „Zer­tre­tet die Gän­se­blüm­chen nicht! … die schö­nen  Gän­se­blüm­chen, die nichts dafür konn­ten, dass wir um unser Leben lie­fen und dass Krieg war und dass die Front immer näher kam“ oder „An Angst kann ich mich eigent­lich nicht erinnern…schon an Bom­ben­näch­te, die Sire­nen, den Bun­ker… aber Angst?“
In inten­si­ven Ein­zel- und Grup­pen­pro­ben wur­de das so ent­stan­de­ne Thea­ter­stück mit den zehn Teilnehmer/innen im Alter von 60 bis 76 Jah­ren ein­stu­diert und lädt nun die Zuschau­er ein, in die Erfah­rungs­wel­ten der „Kin­der von Damals“ ein­zu­tau­chen. Vie­le Älte­re wer­den ihre eige­ne Ver­gan­gen­heit gespie­gelt sehen, die Jün­ge­ren aber haben die Chan­ce, Zeit­zeu­gen zu erle­ben, die über ihre bewe­gen­den Erfah­run­gen aus Krieg und Nach­kriegs­zeit berich­ten – und das ohne erho­be­nen Zei­ge­fin­ger, dafür aber mit um so mehr Enga­ge­ment und posi­ti­ver Lebenseinstellung.

Karten im Stadtbüro

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