50.000 Euro gewonnen – Polizei warnt vor Masche

2014.02.06.Logo.PolizeiArns­berg.  Im gesam­ten Bun­des­ge­biet kommt es regel­mä­ßig zu Betrü­ge­rei­en im Zusam­men­hang mit Gewinn­spiel­ver­spre­chen. Der jüngs­te Fall vor Ort ereig­ne­te sich am Mitt­woch. Laut Poli­zei­be­richt wur­de eine Frau aus Arns­berg ange­ru­fen und ihr wur­de freu­dig mit­ge­teilt, sie habe bei einem Preis­aus­schrei­ben, an dem sie teil­ge­nom­men haben soll, gewon­nen. Der Frau wur­de ein Gewinn von fast 50.000 Euro in Aus­sicht gestellt. Um aber die­sen Gewinn erhal­ten zu kön­nen, müs­se sie vor­her eine Bear­bei­tungs­ge­bühr von meh­re­ren hun­dert Euro bezah­len. Ein Mit­ar­bei­ter wür­de per­sön­lich bei der Frau zu Hau­se vor­bei­kom­men, die Bear­bei­tungs­ge­bühr kas­sie­ren und dann den Gewinn über­ge­ben.  Die Arns­ber­ge­rin hat­te sich aber infor­miert und ihr war sofort klar, dass es sich um einen Betrugs­ver­such han­del­te. Des­halb hat die Frau auch kein Geld über­ge­ben oder über­wie­sen und es ist ihr kein finan­zi­el­ler Scha­den entstanden.

Betrüger arbeiten häufig mit Paysafe-Codes

Der Poli­zei ist die­se Masche lei­der bes­tens bekannt. Poli­zei­spre­cher Lud­ger Rath: „Nor­ma­ler­wei­se wäre der Ablauf des Betrugs erfah­rungs­ge­mäß wie folgt wei­ter­ge­gan­gen: Die Frau hät­te einen wei­te­ren Anruf erhal­ten, in dem sie dar­um gebe­ten wor­den wäre, das Geld nicht an den Gewinn­bo­ten zu über­ge­ben, son­dern den Betrag in Pay­safe-Codes zu besor­gen und eben die­se Codes tele­fo­nisch zu über­mit­teln. Wer die­se Codes kennt, ver­fügt prak­tisch über Bar­geld und die Täter haben ihr Ziel erreicht. Unter Ein­satz der Codes kann man ver­schie­de­ne Zah­lun­gen vor­neh­men. Den Gewinn hät­te die Frau nie­mals zu Gesicht bekommen.“
Um Serio­si­tät vor­zu­täu­schen, sor­gen die Betrü­ger auch oft­mals dafür, dass im Tele­fon­dis­play der ange­ru­fe­nen Per­so­nen eine Num­mer ange­zeigt wird. Regel­mä­ßig muss die Poli­zei aber fest­stel­len, dass die­se Num­mern mani­pu­liert sind. Fach­leu­te spre­chen hier­bei vom soge­nann­ten Call-ID-Spoo­fing (über­setzt etwa Anruf­ken­nung-Mani­pu­la­ti­on).  Neben der oben geschil­der­ten Vari­an­te gibt es noch ver­schie­dens­te Abwand­lun­gen des Vor­ge­hens. Lud­ger Rath: „Die Kri­mi­nel­len zei­gen regel­mä­ßig größ­te Krea­ti­vi­tät bei ihren Betrü­ge­rei­en. Ziel ist und bleibt aber eines: Ihr Geld!“

Polizei gibt Tipps

Noch ein­mal möch­te die Poli­zei aus­drück­lich vor die­ser Betrugs­ma­sche warnen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma, aber auch zu ande­ren For­men der Kri­mi­na­li­tät und wie Sie sich schüt­zen kön­nen fin­den Sie unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps.html

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