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33 Rats­mit­glie­der keh­ren nach der Wahl zurück

Das vorläufige Ergebnis der Wahl zum Arnsberger Rat.
Arns­berg. Obwohl drei neue Par­tei­en den Ein­zug in den Arns­ber­ger Rat geschafft haben, hat sich bei den Mehr­heits­ver­hält­nis­sen wenig geän­dert. Alle vier bis­he­ri­gen Rats­frak­tio­nen haben Pro­zent­an­tei­le ver­lo­ren, aller­dings traf die­ses Schick­sal die „Oppo­si­ti­on“ der ver­gan­ge­nen fünf Jah­re deut­lich här­ter als die „Koali­ti­on“. Die FDP ver­lor mit ‑5,1 Pro­zent fast die Hälf­te ihrer Wäh­ler von 2009 und die SPD ließ einem schlech­ten Ergeb­nis von 2009 mit – 3,1 Pro­zent ein noch schlech­te­res fol­gen. Dage­gen hiel­ten sich die Ver­lus­te der CDU mit  ‑1,1 % und der Grü­nen mit 0,7 % im Rah­men. Die bei­den Par­tei­en, die im Rat seit fünf Jah­ren zusam­men­ar­bei­ten, haben auch ihre Man­da­te – 22 und 4 – gehal­ten und haben nun eine Zwei-Stim­men-Mehr­heit, um ihre Zusam­men­ar­beit fort­zu­set­zen, was bei­de Sei­ten am Wahl­abend auch als kla­res Ziel formulierten.

Rat wächst um zwei Sitze

2014.05.26.Arnsberg.Wahl1Die SPD ver­lor einen ihrer bis­her 15 Sit­ze und die FDP 2 von bis­her 5. Die AfD und die Lin­ke mit je zwei Sit­zen und die Pira­ten­par­tei mit einem Sitz zie­hen neu in den Rat ein. Nach dem – aller­dings noch vor­läu­fi­gen – Ergeb­nis wird die Zahl der Sit­ze im Arns­ber­ger Stadt­rat durch Über­hang- und Aus­gleichs­man­da­te von 46 auf 48 erhöht.
Die CDU-Kan­di­da­ten hol­ten in 21 der 23 städ­ti­schen Wahl­be­zir­ke das Direkt­man­dat. Nur Fried­rich-Karl Hell­mann in Bruch­hau­sen und Janis Zim­mer­mann, der Kan­di­dat der Jun­gen Uni­on, in Arns­berg-Süd, blie­ben zwei­ter Sie­ger und ver­fehl­ten den Ein­zug in den Rat, den der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on Phil­ipp Hen­ri­ci ohne eige­nen Wahl­kreis über die Reser­ve­lis­te der CDU so gera­de noch schaff­te. Neben den bis­he­ri­gen Rats­mit­glie­dern Petra Sen­s­ke (Voß­win­kel), Micha­el Jol­mes, Klaus Hum­pe, Klaus Kai­ser, Rose­ma­rie Gold­ner und Gise­la Schul­te (alle Neheim), Dr. Ger­hard Webers, Wer­ner Ebbert und Gün­ter Goß­ler (alle Hüs­ten), Micha­el Brü­ne (Herdrin­gen), Huber­tus Man­to­an (Müsche­de), Peter Blu­me (Wen­nig­loh), Dirk Ufer, Marie-The­res Schen­nen, Jochem Hune­cke und Eva Wün­sche (alle Arns­berg) sowie Chris­toph Schmidt und Klaus Büen­feld (bei­de Oeven­trop) zogen auch Dr. Wolf­gang Schä­fer (Neheim), Theo Josef Nagel (Hol­zen) und Nico­le Jeru­sa­lem (Arns­berg) als Neu­lin­ge für die CDU in den Rat ein. Wer­ner Latt­rich (Hol­zen), Her­mann Bei­len­hoff (Neheim) und Alfons Sie­bert (Rum­beck) waren nicht mehr zur Wahl ange­tre­ten. Fünf neue in der SPD-Frak­ti­on. 2014.05.26.Arnsberg.Wahl3Bei der SPD gibt es mehr neue Gesich­ter. Die stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin Eri­ka Hahn­wald (Arns­berg), Bar­ba­ra Kös­ter-Ewald (Neheim) und Frie­del Söl­ken (Nie­der­ei­mer) und der schon wäh­rend der Wahl­pe­ri­ode aus der Frak­ti­on aus­ge­tre­te­ne Franz-Josef Schrö­der (Arns­berg) waren nicht mehr ange­tre­ten, Bea­trix Vis­ser und Mat­thi­as Kur­zi­us hät­ten ihre Wahl­krei­se in Moos­fel­de und Hüs­ten gewin­nen müs­sen, um in den Rat zurück­zu­keh­ren. Per Direkt­man­dat in den Rat rück­ten bei der SPD nur Ewald Hil­le, der wie schon so oft in Bruch­hau­sen das bes­te Ergeb­nis sei­ner Par­tei stadt­weit ein­fuhr, und Frak­ti­ons­chef Ralf Bitt­ner, der sei­nen neu­en Wahl­kreis Arns­berg-Süd mit einer Stim­me Mehr­heit gewann. Gerd Stütt­gen ver­lor nicht nur die Bür­ger­meis­ter­wahl, son­dern auch die Mehr­heit in sei­nem Hei­mat­ort Müsche­de, die er 2009 noch geholt hat­te. Neben Stütt­gen kehr­ten auch Micha­el Rade­ma­cher (Voß­win­kel), Wer­ner Frin und Harald Kau­fung (bei­de Neheim), Frank Diet­zel (Herdrin­gen), Andre­as Pos­ta (Hüs­ten) und Gerd Sto­dollick (Oeven­trop) über die Reser­ve­lis­te in die SPD-Frak­ti­on zurück. Bernd Bier­wirth (Neheim), Mar­git Hie­ro­ny­mus (Hüs­ten), Wil­li Ricke (Wen­nig­loh), Felix Werker und Doro­thee Brun­sing-Aßmann (bei­de Arns­berg) sind neu in der SPD-Frak­ti­on. Bei der FDP keh­ren Frak­ti­ons­chef Gerd Kloppsteck, Rena­te Nie­mand und Car­lo Cro­nen­berg in den Rat zurück, Hans-Die­ter Schlink­mann und Cor­ne­lia Schlot­mann schei­den aus. Bei den Grü­nen keh­ren Frak­ti­ons­spre­cher Hans Wulf und Isol­de Clas­vogt in den Rat zurück, wäh­rend Vere­na Ver­spohl und Tho­mas Wäl­ter neu sind, was bei letz­te­rem aller­dings nicht ganz stimmt. Wäl­ter kehrt nach über zwei Jahr­zehn­ten Pau­se in den Arns­ber­ger Rat zurück. Tho­mas-Schul­te Lada­ge hat den Wie­der­ein­zug in den Rat nicht geschafft, Kris­tin Don­ner hat­te sich schon vor eini­ger Zeit aus der Rats­ar­beit zurück­ge­zo­gen. Neue Gesich­ter im Rat sind Wer­ner Ruh­nert und Mar­tin Wer­ner von der Lin­ken, Jür­gen Anto­ni und Gün­ter Fried­rich Simon von der AfD und Dani­el Wag­ner von der Pira­ten­par­tei. Die CDU hat­te bei der Wahl zum Stadt­rat ihre bes­ten Ergeb­nis­se in Voßwinkel/Bachum mit 58,2 %, in Holzen/Wiebelsheide mit 57,3 % und in Müggenberg/Rusch mit 52,4 %, die schlech­tes­ten in Arns­berg-Süd mit 35,7 % und in Bruch­hau­sen mit 36,4 %. Die SPD hat­te ihr mit wei­tem Abstand bes­tes Wahl­be­zirks­er­geb­nis in Bruch­hau­sen mit 50,9 %, gefolgt von Müsche­de mit 37,8 %. Hol­zen mit 18,2 % und Bergheim/Ohl mit 21,55% sind die schlech­tes­ten SPD-Wahl­be­zir­ke. Grü­ne holen in drei Alt-Arns­berg Wahl­be­zir­ken über 13 Pro­zent. Die Grü­nen haben ihren Schwer­punkt ein­deu­tig  in Alt-Arns­berg, hol­ten in den Wahl­be­zir­ken Arns­berg-Mit­te, Neustadt/Regierung und Neu­stadt-Ost jeweils über 13 Pro­zent der Stim­men. Schwach waren die Grü­nen in Müsche­de und Bruch­hau­sen mit 3,3 und 3,4 %. Die FDP konn­te in zwei Wahl­be­zir­ken zwei­stel­lig punk­ten – in Herdringen/Mühlenberg mit 15,1 % und in Holzen/Wiebelsheide mit 11,7 %. Am schwächs­ten war die FDP mit 2,0 % in Bruch­hau­sen und mit 2,2 % in Moos­fel­de. Schwer­punk­te der Lin­ken sind Moos­fel­de mit 9,7 %  und Hüs­ten-Ost mit 8,3 %. In Müsche­de, Bruch­hau­sen und Dinschede/Glösingen blieb die Lin­ke unter zwei Pro­zent. Die AfD kam in Hüs­ten-Mit­te/­Flamm­berg und Wennigloh/Obereimer über sechs Pro­zent und blieb nur in Dinschede/Glösingen unter drei Pro­zent. Die Pira­ten, die in Wennigloh/Obereimer und Neu­stadt-Ost kei­ne Kan­di­da­ten auf­ge­stellt hat­ten, hat­ten in Hüs­ten-Mit­te/­Flamm­berg mit 3,4 % ihr Top-Ergeb­nis, kamen in Oeven­trop-Mit­te aber nur auf 1,0 %. 2014.05.26.Arnsberg.Wahl4BM-Wahl: Stütt­gen nur in Müsche­de vorn. Bei der Bür­ger­meis­ter­wahl lag Her­aus­for­de­rer Gerd Stütt­gen nur in sei­nem Hei­mat­ort Müsche­de mit 48,2 zu 46,4 Pro­zent vor Amts­in­ha­ber Hans-Josef Vogel. Müsche­de war auch der ein­zi­ge von 23 Wahl­be­zir­ken, in dem Vogel unter der 50-Pro­zent-Mar­ke blieb. In zwölf Wahl­be­zir­ken erreich­te er mehr als 60 Pro­zent mit dem Spit­zen­wert 67,6 % in Holzen/Wiebelsheide. Pira­ten-Kan­di­dat Ron­ny Gäng­ler hol­te als Spit­zen­wert in Arns­berg-Neu­stadt­/Ost 8 ‚5%, in Arns­berg-Süd 8 %. In Holzen/Wiebelsheide hol­te er nur 3,3 %.

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